Preise, Strecken, Gepäck

Das kann der neue Flixbus-Konkurrent Pinkbus

Pinkbus
So sehen die neuen Busse aus
Foto: Christoph Soeldner

Erst seit dem 24. Juni fährt der neue Flixbus-Konkurrent BlaBlaBus, nun steht schon das nächste Fernbusunternehmen in den Startlöchern: Ab dem 1. Juli sollen die magentafarbenen Busse des Start-ups Pinkbus durch die Bundesrepublik rollen.

Nachdem Flixbus sich jahrelang ein Monopol im deutschen Fernbusmarkt geschaffen hat, in dem es alle Konkurrenzunternehmen aufkaufte, wagen dieses Jahr gleich zwei neue Unternehmen den Vorstoß: Erst stellte die französische Mitfahrzentrale BlaBlaCar ihr neues Busunternehmen BlaBlaBus vor, nun gibt es auch Pinkbus, ein Kölner Start-up, dass vor allem auf zwei Dinge setzen will: Direktverbindungen und Nachhaltigkeit.

Für nur 99 Cent durch Deutschland – BlaBlaBus ist neue Konkurrenz für Flixbus

Wie viel kosten die Tickets?

Im Preis enthalten sind die Kosten für die Sitzplatzreservierung, das Gepäck (Handgepäck und bis zu zwei Gepäckstücke) und bei einer potenziellen Umbuchung die Gebühren. Jede zehnte Fahrt, die man bucht, ist kostenlos und momentan gibt es eine Aktion, bei der Kunden bei der Buchung eines Sitzplatzes den Sitz daneben kostenlos dazu bekommen. Seit dem 19. Juni.2019 kann man auf der Website des Start-ups Tickets buchen.

Bedenkt man, dass man Flixbusse teilweise für zehn Euro pro Fahrt buchen kann, stellt sich die Frage, was daran der Vorteil für den Kunden ist. Auf TRAVELBOOK-Anfrage sagte eine Sprecherin von Pinkbus: „Reisende sind genervt von undurchsichtigen Preismodellen und vor allem von hohen Kosten, wenn sie mal kurzfristig buchen müssen. Der Vorteil ist, dass wir auch für Spontanentschlossene eine echte Alternative schaffen, sich direkt und ohne Umwege fortzubewegen.“

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Welche Strecken werden angeboten?

Die Flotte aus Doppeldecker- Reisebussen wird ab dem 1. Juli 2019 die Großstädte Berlin, Düsseldorf und München miteinander verbinden. Pinkbus will sich von anderen Fernbusanbietern in Deutschland dadurch abgrenzen, dass es ausschließlich Direktfahrten ohne Zwischenstopps anbietet– was bei so langen Fahrten wie Berlin-München (laut der Pinkbus-Website soll diese Fahrt 7 Stunden dauern) schon eine sehr lange Fahrzeit ohne Unterbrechung ist.

Auf TRAVELBOOK-Nachfrage, ob es in Zukunft auch noch weitere Strecken geben soll, sagte die Sprecherin: „Die Städte Frankfurt, Hamburg und Stuttgart werden im nächsten Schritt das Pinkbus-Streckennetz erweitern.“ Und warum fährt ein Kölner Start-up ausgerechnet Düsseldorf an, aber nicht Köln? Pinkbus sagt TRAVELBOOK: „Das lag an zu spät erteilten Genehmigungen. Hinzukommt, dass alle Fernbusse in Köln vom Flughafen aus fahren, wir wünschen uns aber einen Busbahnhof im Zentrum der Stadt. Es gab viele Gespräche mit der Stadt und im Moment sind wir zuversichtlich, dass wir bald auch von Köln aus fahren können.“

Wie sind die Busse ausgestattet?

Genau wie bei Flixbus und BlaBlaBus hat das Start-up keine eigenen Busse sondern verwendet Fahrzeuge von Partnerunternehmen, die die Busse zur Verfügung stellen. Das Start-up erklärt TRAVELBOOK: „Die Flotte besteht aus sieben Bussen, sechs davon sind im Einsatz, einer fungiert als Ersatzbus.“ Pinkbus bezeichnet sich außerdem selbst als die „umweltfreundlichste Busflotte im Fernlinienverkehr“, weil sie ausschließlich Motoren der klasse Euro 6 einsetzen, die laut dem Unternehmen weniger Kraftstoff brauchen.