Fluggesellschaft in der Krise

Wie Richard Branson seine Airline Virgin Atlantic retten will

Flugzeuge der Airline Virgin Atlantic am Boden
Am Boden: Flugzeuge der Airline Virgin Atlantic am Flughafen in Glasgow
Foto: Getty Images

Unternehmen weltweit leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Auch Milliardär Richard Branson blieb davon nicht verschont. Nun will er zugunsten seiner Fluggesellschaft Virgin Atlantic Teile seines Weltraumtourismus-Unternehmens opfern.

Vermutlich hätte auch der britische Unternehmer und Milliardär Richard Branson vor einem halben Jahr noch nicht gedacht, dass ihm schon bald Geld fehlen würde. Doch auch er hat aktuell wegen der Corona-Pandemie finanzielle Probleme – und muss nun harte Geschütze auffahren.

Wie am Montag bekannt wurde, verkauft Branson nun Aktien seiner Weltraumtourismus-Firma Virgin Galactic im Wert von mehr als 500 Millionen US-Dollar. Das berichtet unter anderem „Forbes“. Er wolle mehr als 25 Millionen Anteile verkaufen. Mit den Erlösen soll, so „Forbes“, die kriselnde Virgin Atlantic stabilisiert werden.

Staatshilfen für Virgin Atlantic wurden abgelehnt

Schon Mitte April hatte Branson hat einen offenen Brief an seine Mitarbeiter geschrieben und darin vor dem Aus seiner Airline Virgin Atlantic gewarnt. Er schreibt: „Wir machen alles, was in unserer Macht steht, um die Fluggesellschaft am Laufen zu halten – aber wir werden dafür die Unterstützung der Regierung brauchen.“ Schließlich wisse man nicht, wie lange die Flugzeuge noch am Boden bleiben müssten. Er bat also um Staatshilfen, genauer um einen Kredit.

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Die britische Regierung  lehnte allerdings einen ersten Hilfskredit-Antrag von rund 573 Millionen Euro ab. Die Zeitung „Financial Times“ zitierte einen Insider, der erklärte, dass die Airline nicht ausreichend gezeigt habe, dass andere Optionen ausgeschöpft worden seien.

Vor einer Woche gab die Fluggesellschaft bekannt, dass mehr als 3100 Jobs wegen den Folgen der Pandemie gestrichen werden. Insgesamt arbeiten mehr als 70.000 Menschen in 35 Ländern für die verschiedenen Virgin-Firmen.

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