Auch Auswirkungen auf Tochtergesellschaften

Deutsche Tochter von Thomas Cook meldet Insolvenz an

Ein Flugzeug mit der Aufschrift Thomas Cook, eins mit Condor
Der Reisekonzern Thomas Cook ist pleite – auch die deutsche Tochter. Aufatmen dagegen bei Condor.
Foto: Getty Images

Zuerst ging der britische Reisekonzern Thomas Cook pleite – jetzt trifft es auch die deutsche Tochterfirma. Gute Nachrichten gibt es dagegen für die Fluggesellschaft Condor.

Am späten Sonntagabend war klar: Der britische Tourismus-Riese Thomas Cook ist pleite. Die Folgen sind dramatisch und bis in Detail noch gar nicht wirklich klar. Noch wochenlang wird die Branche weltweit mit den Auswirkungen zu tun haben.

Die Folge: Der reguläre Geschäftsbetrieb ist eingestellt, jeglicher Verkauf von Reisen aus dem Portfolio der Thomas Cook-Veranstalter ist gestoppt. Dazu zählen: Thomas Cook Signature, Neckermann Reisen, Bucher Reisen, Öger Tours und  Air Marin. Auf der Webseite heißt es: „Wir sind derzeit im Austausch mit dem Auswärtigen Amt, dem Reiseinsolvenzversicherer und weiteren Partnern, mit dem Ziel, eine geordnete Rückführung der Gäste zu ermöglichen.“

Was können Betroffene jetzt tun?

Was passiert jetzt mit den Urlaubern, die betroffen sind? „Wir sind derzeit im Austausch mit dem Auswärtigen Amt, dem Reiseinsolvenzversicherer und weiteren Partnern, mit dem Ziel, eine geordnete Rückführung der Gäste zu ermöglichen“, so die Informationen auf der Website. Betroffene können sich an den zuständigen Dienstleister Kaera wenden – Telefon: 06172/99761123.

Schon zu Beginn der Woche wurde bei Neckermann und auch bei Öger Tours der Betrieb gestoppt, jeglicher Verkauf von Reisen sei gestoppt, war auf den jeweiligen Internetseiten zu lesen.

Condor bekommt Kredit

Anders bei Condor: Die Airline führte ihr Flüge weiterhin durch – und das, obwohl die Muttergesellschaft Insolvenz eingereicht hat. Condor sei, so eine Pressemitteilung der Airline, seit vielen Jahren profitabel. Ralf Teckentrup, Vorsitzender der Geschäftsführung, sagte zu Beginn der Woche: „Wir konzentrieren uns auch weiterhin auf das, was wir am besten können: Unsere Gäste pünktlich und sicher in den Urlaub zu fliegen.“

Am späten Dienstagabend dann die gute Nachricht für Condor: Von der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung gab es die Zusage über eine Bürgschaft für einen Überbrückungskredit in Höhe von 380 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

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Trotzdem aber kann Condor Pauschalreisende nicht befördern. Auf der Webseite heißt es: „Die Insolvenz der Thomas Cook Group plc in London hat auch Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der deutschen Reiseveranstalter Thomas Cook, Neckermann, Oeger Tours, Air Marin und Bucher Reisen. Wie alle anderen Fluggesellschaften wurde auch Condor von diesen Reiseveranstaltern informiert, dass Reisende, die ihre Pauschalreise bei diesen Veranstaltern gebucht haben, bis einschließlich 26. September 2019 nicht befördert werden dürfen. Den Rückflug können Thomas Cook-Pauschalreisegäste wie geplant antreten.“

Thomas Cook ist pleite: Diese Rechte haben Urlauber jetzt

Bereits Anfang der Woche teilte Condor mit: „Wir dürfen Sie daher für Ihren Flug nicht annehmen, was uns außerordentlich leid tut.“ Das liegt daran, dass die Durchführung der Reise, z.B. Unterbringung im Hotel, nicht gewährleistet sei.