Nach Erdbeben

Rinjani-Vulkan auf Lombok wird ein Jahr für Besucher gesperrt

Rinjani Lombok
Blick auf den Kratersee des Mount Rinjani. Der Vulkan im Norden von Lombok darf nach den schweren Erdbeben im Sommer 2018 vorerst nicht mehr bestiegen werden
Foto: Picture Alliance

Auf Lombok wird der Mount Rinjani nach mehreren schweren Erdbeben mindestens ein Jahr für Besucher gesperrt. Medienberichten zufolge seien die Trekking-Routen durch die Beben so stark beschädigt worden, dass sie für Wanderer zu gefährlich seien.

Der 3726 Meter hohe Gunung Rinjani zählt zu den beliebtesten Touristen-Attraktionen auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok. Jährlich besteigen den Vulkan im Norden Lomboks rund 100.000 Touristen aus aller Welt. In einer mehrtägigen Rettungsaktion konnten die Wanderer von Bergführern jedoch glücklicherweise in Sicherheit gebracht werden. Nun soll der Mount Rinjani für mindestens ein Jahr für Besucher geschlossen bleiben.

Für Lombok habe die Schließung des Vulkans auch wirtschaftliche Folgen, berichtet das Schweizer Reisenachrichtenportal „Travelnews“. Die Leidtragenden seien vor allem die lokalen Bergführer, deren Haupteinnahmequelle bislang die Trekkingtouren auf den Rinjani waren. Laut Travelnews würden jetzt offenbar alternative touristische Angebote im Rinjani-Nationalpark geprüft.

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Auswärtiges Amt rät immer noch von Reisen nach Lombok ab

Nach den schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok sollten Touristen die Entwicklung dort in den lokalen Medien verfolgen und Anweisungen der Behörden unbedingt folgen. Insbesondere an Berghängen und Flüssen gelte besondere Vorsicht, beschädigte Gebäude, Brücken und Straßen sollten möglichst gemieden werden. Das rät das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für das asiatische Land. Als Grund nennt das Amt in seinen aktualisierten Reisehinweisen für das asiatische Land die noch nicht absehbaren Schäden und die beeinträchtigte Infrastruktur. Es sei weiterhin mit Nachbeben zu rechnen.

Nähere Informationen finden sich auch auf der Webseite der deutschen Botschaft in Jakarta.

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Auf ausreichend Geld und ggf. Medikamente achten

Reisende sollten sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen

Menschen mit Indonesien-Reiseplänen rät das Auswärtige Amt dringend, sich in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums einzutragen. Diese dient dazu, dass sich deutsche Auslandsvertretungen in Ausnahmesituationen schnell mit Reisenden in Verbindung setzen können. Die elektronische Registrierung ist eine freiwillige Maßnahme und online möglich.

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