Reise- und Sicherheitshinweise

Was Urlauber auf Lombok und Bali nach den Erdbeben beachten sollten

Touristen in Bangsal, Lombok
Nach dem Erdbeben wurden Hunderte Touristen von den Gili-Inseln nach Lombok gebracht, von wo sie nun in die Heimat zurückreisen sollen
Foto: Getty Images

Schon wieder wurde die indonesische Ferieninsel Lombok von mehreren Erdbeben erschüttert. Indonesien-Reisende sollten sich über die Situation vor Ort auf dem Laufenden halten und die Behördenanweisungen befolgen.

Nach den schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Lombok sollten Touristen die Entwicklung dort in den lokalen Medien verfolgen und Anweisungen der Behörden unbedingt folgen. Das rät das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für das asiatische Land. Als Grund nennt das Amt in seinen aktualisierten Reisehinweisen für das asiatische Land die noch nicht absehbaren Schäden und die beeinträchtigte Infrastruktur. Es sei weiterhin mit Nachbeben zu rechnen.

Die indonesischen Behörden evakuierten Menschen von den drei Gili-Inseln. Auch Reiseveranstalter Tui evakuierte seine deutschen Gäste in der Region Lombok sowie den Inseln Gili Trawangan und Gili Meno. Kunden, die bis einschließlich 31. August eine Reise dorthin geplant haben, können gebührenfrei umbuchen oder stornieren, teilte das Unternehmen mit.

Touristen in dem betroffenen Gebiet sollten die Entwicklung in den lokalen Medien verfolgen und Anweisungen der Behörden unbedingt folgen, rät das AA weiter. Sie sollten an Berghängen und Flüssen besondere Vorsicht walten lassen, beschädigte Gebäude, Brücken und Straßen möglichst meiden.

Nähere Informationen finden sich auch auf der Webseite der deutschen Botschaft in Jakarta.

Auf ausreichend Geld und ggf. Medikamente achten

Reisende sollten sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen

Menschen mit Indonesien-Reiseplänen rät das Auswärtige Amt dringend, sich in die Krisenvorsorgeliste des Ministeriums einzutragen. Diese dient dazu, dass sich deutsche Auslandsvertretungen in Ausnahmesituationen schnell mit Reisenden in Verbindung setzen können. Die elektronische Registrierung ist eine freiwillige Maßnahme und online möglich.

Bei einem Beben der Stärke 6,9 waren vor zwei Wochen mehr als 480 Menschen getötet worden. Es gab außerdem zahlreiche Verletzte. Seitdem kam es immer wieder zu Nachbeben auf der beliebten Ferieninsel.

Update: Am vergangenen Sonntag kam es laut der US-Erdbebenwarte (USGS) zu insgesamt neun Nachbeben auf Lombok – alle mit einer Stärke zwischen mindestens 4,9 und höchstens 6,9. Auch in der Nacht zu Montag bebte die Erde erneut im Osten der Insel mit einer Stärke von 5,2.

Einheimische gaben an, dass die Erschütterungen auf ganz Lombok und auf der Nachbarinsel Bali zu spüren gewesen seien. Es sollen wieder zahlreiche Gebäude beschädigt worden sein, Berichte über weitere Todesfälle oder Verletzte liegen derzeit noch nicht vor.

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Hunderte Urlauber von den Gili-Inseln in Sicherheit gebracht

Von den kleineren Gili-Inseln wurden mehrere hundert Urlauber mit Booten in Sicherheit gebracht, zunächst nach Lombok. Von dort aus wollten die meisten die Insel dann mit dem Flugzeug Richtung Heimat verlassen. Es gab auch Urlauber, die innerhalb einer einzigen Woche gleich zwei schwere Beben miterlebten.

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Die Beben waren auch auf der bekannteren Nachbarinsel Bali zu spüren. Dort rannten Urlauber in Panik aus ihren Hotels. Philipp Hauptmann lebt seit über einem Jahr auf Bali und berichtet TRAVELBOOK nach dem ersten schweren Beben auf Lombok, man habe dort zwar die Erschütterung mitbekommen, jedoch seien inzwischen bis auf geringe Häuserschäden kaum mehr Folgen sichtbar. Die Panik der Flüchtenden sei auf der Insel bekannt. „Alle versuchen natürlich jetzt dort wegzukommen“, so Hauptmann.

Vulkanologe warnt: Es könnte ein großer Ausbruch auf Bali drohen

Die beiden beliebten indonesischen Urlaubsinseln Bali und Lombok liegen knapp zwei Bootsstunden voneinander entfernt. Die kleineren Gili-Inseln, auf denen vor allem Taucher Urlaub machen, sind von der Westküste Lomboks in weniger als einer halben Stunde zu erreichen.

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Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einem der von Erdbeben und Vulkanausbrüchen am stärksten betroffenen Gebiete der Erde.

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