Meteorologen warnen

Griechenland von Mittelmeer-Hurrikan bedroht!

Medicane bedroht Süditalien
Hurrikans entstehen sehr selten über dem Mittelmeer – ein Medicane ist eine Ausnahme (Symbolbild)
Foto: Getty Images

Achtung: Im Mittelmeer entwickelt sich bis Freitag ein sogenannter „Medicane“. Vor allem in Griechenland müssen sich Einheimische und Reisende auf sintflutartige Regenfälle einstellen, die Situation könnte sogar lebensgefährlich werden, warnen Meteorologen.

Wie Meteorologe Paul Heger bei Wetter.com berichtet, bildet sich über dem Mittelmeer aktuell ein mediterraner Hurrikan, ein sogenannter „Medicane“. Derzeit befinde sich der Wirbelsturm zwischen Italien und Griechenland und werde voraussichtlich in der Nacht zu Freitag auf die Halbinsel Peloponnes im Süden des griechischen Festlandes treffen.

Der Wetter-Experte warnt: „Bitte Vorsicht, wenn man hier unterwegs ist – das wird wirklich brandgefährlich!“ Der Sturm werde demnach mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über das Land wehen. Das Problem seien aber vor allem die Regenmengen. Erdrutsche und Überflutungen könnten nur einige der verheerenden Folgen sein.

Besonders hart wird es Griechenland treffen

Diese Wetterlage sei sogar lebensgefährlich, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net auf Nachfrage von TRAVELBOOK sagt. „Die Lage erinnert an die Unwetter vor zwei Jahren auf Mallorca mit mehreren Opfern. „Diesmal könne es ähnlich heftig werden, was die Unwetterausmaße angeht. „Man rechnet mit mehr als 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, da kann es regional zu starken Überflutungen kommen.

Auch an der Küste müsse man aufpassen und sich bestenfalls von dieser fernhalten, weil es sehr hohe Wellen geben werde. Besonders hart werde es die bei Urlaubern beliebten Ionischen Inseln treffen, zu denen etwa Korfu, Kefalonia und Zakynthos zählen. Voraussichtlich am Freitagabend wird die Lage sich Jung zufolge wieder beruhigen.

 

Wie entsteht ein Medicane?

Medicanes sind relativ selten, können aber schlimme Schäden anrichten. Im November 2017 traf ein Medicane Griechenland und verursachte dort schwere Überschwemmungen, 15 Menschen starben.

 

Hurrikans bilden sich über dem Mittelmeer nur selten, da es dort eigentlich zu trocken ist und tropische Stürme zum „Wachsen“ kondensierte Luftfeuchtigkeit benötigen. Wenn das Meer allerdings stark aufgeheizt ist, kann in der Region ein sehr starkes Tiefdruckgebiet entstehen.

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