Laut Bundesregierung und RKI

Türkei bleibt Corona-Risikogebiet – was bedeutet die Einstufung für Urlauber?

Türkei leerer Strand
Die Türkei wird als Corona-Risikogebiet eingestuft – auf deutsche Urlauber muss sie damit weiterhin warten
Foto: Getty Images

Noch immer gelten 131 Länder weltweit als Corona-Risikogebiete. Darunter ist weiterhin auch die Türkei. TRAVELBOOK erklärt, was die Einstufung der Bundesregierung und des RKI bedeutet und welche anderen Länder weiterhin auf der Liste der Risikogebiete stehen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) zeigt auf einer neuen Liste, die regelmäßig aktualisiert wird, welche Länder aktuell Corona-Risikogebiete sind. Zu diesen Risikoländern gehört unter anderem die Türkei, genauso wie andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen. Darunter etwa Schweden, Ägypten, weite Teile der USA, Thailand und Marokko. Wer trotz Warnung hinfährt oder sich aktuell in einem der Risikogebiete aufhält, muss bei der Rückkehr nach Deutschland mit einer zweiwöchigen Quarantäne rechnen.

Urlaub in der Türkei für Deutsche vorerst nicht möglich

Die Türkei trifft die Einstufung als Risikogebiet hart. Das beliebte Urlaubsland der Deutschen hatte nach der Aufhebung der Reisewarnung für 27 europäische Länder darauf gehofft, bald wieder Urlauber aus Deutschland empfangen zu können.

https://www.travelbook.de/service/urlaubsbuchung/corona-europa-reisewarnung-urlaub-grenzen-regeln

Die Reisewarnung der Bundesregierung für rund 160 Länder außerhalb der EU besteht weiterhin bis zum 31. August, kann aber in der Zwischenzeit für einzelne Länder aufgehoben werden. Für Länder, die als Risikogebiete eingestuft werden, ist das jedoch eher undenkbar.

Auch interessant: Reisehinweis, Sicherheitshinweis und Reisewarnung – was sind die Unterschiede?

Was bedeutet die Einstufung als Risikogebiet?

Risikogebiete sind diejenigen Staaten, „in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht”, heißt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts. Welche Länder als Risikogebiete eingestuft werden, entscheiden das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheits- und das Bundesinnenministerium gemeinsam.

Dabei gibt es ein zweistufiges Bewertungssystem. Kriterium Nummer eins ist die Zahl der Neuinfizierungen. Hatte ein Staat oder eine Region innerhalb der letzten sieben Tage über 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner, gilt er oder sie als Risikogebiet. „In einem zweiten Schritt wird nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt”, schreibt das RKI. Dabei ist vor allem entscheidend, wie vor Ort mit der Pandemie umgegangen wird. Dazu das RKI: „Maßgeblich für die Bewertung sind insbesondere die Infektionszahlen und die Art des Ausbruchs (lokal begrenzt oder flächendeckend), Testkapazitäten sowie durchgeführte Tests pro Einwohner sowie in den Staaten ergriffene Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens (Hygienebestimmungen, Kontaktnachverfolgung etc.). Ebenso wird berücksichtigt, wenn keine verlässlichen Informationen für bestimmte Staaten vorliegen.”

Diese Länder gelten aktuell als Corona-Risikogebiete:

(Stand: 17. Juni 2020)

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Angola
  • Antigua und Barbuda
  • Äquatorialguinea
  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Bahamas
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Barbados
  • Belize
  • Benin
  • Bhutan
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegovina
  • Brasilien
  • Brunei
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Chile
  • Costa Rica
  • Côte d’Ivoire
  • Dominica
  • Dominikanische Republik
  • Dschibuti
  • Ecuador
  • El Salvador
  • Eritrea
  • Eswatini
  • Gabun
  • Gambia
  • Ghana
  • Grenada
  • Guatemala
  • Guinea
  • Guinea-Bissau
  • Guyana
  • Haiti
  • Honduras
  • Indien
  • Indonesien
  • Irak
  • Iran
  • Jamaika
  • Jemen
  • Kambodscha
  • Kamerun
  • Kasachstan
  • Katar
  • Kenia
  • Kirgisistan
  • Kolumbien
  • Komoren
  • Kongo DR
  • Kongo Rep
  • Korea (Demokratische Volksrepublik, Nordkorea)
  • Kosovo
  • Kuba
  • Kuwait
  • Laos
  • Lesotho
  • Libanon
  • Liberia
  • Libyen
  • Madagaskar
  • Malawi

  • Malaysia
  • Mali
  • Marokko
  • Mauretanien
  • Mexiko
  • Mongolei
  • Montenegro
  • Mosambik
  • Myanmar
  • Namibia
  • Nepal
  • Nicaragua
  • Niger
  • Nigeria
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Pakistan
  • Panama
  • Papua-Neuguinea
  • Paraguay
  • Peru
  • Philippinen
  • Republik Moldau
  • Russische Föderation
  • Saint Kitts und Nevis
  • Saint Lucia
  • Saint Vincent und die Grenadinen
  • Sambia
  • São Tomé und Príncipe
  • Saudi Arabien
  • Schweden
  • Senegal
  • Serbien
  • Sierra Leone
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Sri Lanka
  • Südafrika
  • Sudan
  • Südsudan
  • Surinam
  • Syrische Arabische Republik
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Thailand
  • Timor Leste (Osttimor)
  • Togo
  • Trinidad Tobago
  • Tschad
  • Türkei
  • Turkmenistan
  • Uganda
  • Ukraine
  • 29 Bundesstaaten beziehungsweise Territorien der USA
  • Usbekistan
  • Venezuela
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vietnam
  • Weißrussland
  • Zentralafrikanische Republik