Warnstufe Orange

Starke Unwetter auf Mallorca erwartet

Mallorca - Bucht von Alcudia
Auf Mallorca soll es in den kommenden Tagen teils heftige Unwetter geben (Archivbild)
Foto: dpa Picture Alliance

Mallorca bereitet sich auf starke Unwetter in den kommenden Tagen vor. Der spanische Wetterdienst warnte vor heftigen Sturmböen, Gewittern und Starkregen, auch Hagelschauer könnte es geben.

Für Dienstag und Mittwoch (10. und 11. September) hat der spanische Wetterdienst Aemet die Warnstufe Orange für die Insel ausgerufen. Das Unwetter soll Mallorca am Dienstag in den Mittagsstunden erreichen – laut der örtlichen „Mallorca Zeitung“ waren am Morgen bereits dunkle Wolken über dem Tramuntana-Gebirge im Nordwesten der Insel zu sehen.

Dominik Jung, Diplom-Meteorologe von wetter.net, bestätigt auf Nachfrage von TRAVELBOOK:

 

Der spanische Wetterdienst warnt vor „Schauern mit sintflutartiger Intensität“, örtlich sei es möglich, dass pro Stunde 60 Liter auf den Quadratmeter Niederschlag fallen. Zum Vergleich: Meteorologen sprechen von einem „normalen“ Dauerregen, wenn innerhalb von 24 Stunden 30 Liter oder mehr Niederschlag pro Quadratmeter fällt. Ab 20 Liter Wasser pro Stunde und Quadratmeter spricht man von Starkregen, bei mehr als 25 Litern von „heftigem Starkregen“.

Auf Mallorca kann der Niederschlag laut Aemte auch zum Teil auch als Hagel fallen. Die Windstärke werde zwischen 7 und 8 liegen, verbunden mit starkem Seegang und hohen Wellen. Laut „Mallorca Zeitung“ ist es nicht auszuschließen, dass Aemet die Wetterlage neu einschätzt und die Warnstufe von Orange auf Rot erhöht.

Menschen sollen zu Hause bleiben

Dem Bericht zufolge hat die Balearen-Regierung die Alarmbereitschaft ausgerufen und rief die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben und auf Aktivitäten im Freien zu verzichten. Laut Wetterexperte Jung bleibt das Wetter auf den Balearen die ganze Woche schlecht, bis zum Wochenende hin sind weitere Unwetter möglich. „Erst ab Sonntag wird es ruhiger.“

Im Oktober 2018 hatten heftige Unwetter auf Mallorca starke Überschwemmungen und Schäden angerichtet, 13 Menschen kamen dabei ums Leben.

 

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