Ausnahmezustand

Urlauber sollen Hauptstadt der Malediven meiden

Malé aus der Luft
Wegen politischer Unruhen herrscht auf den Malediven der Ausnahmezustand. Reisende halten sich besser von der Hauptstadt Malé fern
Foto: Getty Images

Die Malediven gelten als das Urlaubsparadies schlechthin, doch jetzt gefährden Unruhen das Inselleben. Das Auswärtige Amt rät Reisenden zu besonderer Vorsicht.

„Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der angespannten politischen Lage wird Reisenden empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und von nicht notwendigen Reisen nach Malé derzeit abzusehen“, hieß es auf der Website des Auswärtigen Amtes. China und Indien rieten allgemein von Reisen in das Urlaubsparadies im Indischen Ozean ab.

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15 Tage Ausnahmezustand

Der Präsident des südasiatischen Inselstaates, Abdulla Yameen, hatte am Montag (5. Februar) wegen Unruhen in Malé einen Ausnahmezustand für 15 Tage ausgerufen. Dieser erlaubt es den Sicherheitskräften, strenger gegen Oppositionelle vorzugehen. Der langjährige Präsident Abdul Gayoom und zwei Richter des Obersten Gerichts wurden festgenommen.

In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Regierung versichert der Tourismus- und Reisebranche, dass alle mit dem Tourismus in Verbindung stehenden Unternehmen vollumfänglich in Betrieb sind und dass die Situation auf den Malediven stabil bleibt.“ Der Ausnahmezustand bringe keine Reiseeinschränkungen auf die Malediven oder innerhalb der Malediven mit sich. Alle internationalen Flughäfen, inklusive dem Velana International Airport sowie alle Inlandsflughäfen, Inselresorts, Hotels, Pensionen, Touristenschiffe (Safariboote) und Häfen seien vollständig in Betrieb. „Internationale und inländische Flüge, der Transport per Wasserflugzeug sowie alle anderen Transportmittel sind ebenfalls in Betrieb.“ Die öffentliche Sicherheit seien von höchster Bedeutung, und die Regierung gewährleiste die Sicherheit in der Destination.

Eine künstliche Lagune auf Malé

Eine künstliche Lagune auf Malé
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Aufenthalt in der Hauptstadt ist nicht erforderlich

Das Gericht hatte am vergangenen Donnerstag (1. Februar) die Freilassung von acht inhaftierten Oppositionspolitikern und eine Wiederaufnahme der Verfahren gegen sie sowie den Ex-Präsidenten Mohamed Nasheed angeordnet. Dieser hatte nach seiner umstrittenen Verurteilung zu 13 Jahren Haft im Jahr 2016 Asyl in Großbritannien gewährt bekommen.

Das Gericht entschied zudem auf Wiedereinsetzung von zwölf Parlamentsabgeordneten – womit die Opposition die Mehrheit hätte. Die Regierung weigerte sich bislang, die Entscheidung umzusetzen.

Die Malediven sind als Luxus-Urlaubsziel beliebt. Weil man in der Regel direkt vom Flughafen zu den Resorts fahren könne, sei ein Aufenthalt in der Hauptstadt nicht erforderlich, hieß es vom Auswärtigen Amt.

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