Keine Touristen wegen Corona-Pandemie

Venedig verschiebt Eintrittsgeld um ein Jahr

Venedig
Das Eintrittsgeld für Tagestouristen in Venedig soll nun doch erst ab Sommer 2021 kommen
Foto: Getty Images

Eigentlich sollten Tagestouristen in Venedig ab 1. Juli 2020 Eintritt zahlen – mindestens drei Euro waren angedacht. Nun kommt es doch anders. Grund dafür ist die Corona-Pandemie.

Die geplante Eintrittsgebühr für Tagestouristen in Venedig wird um ein Jahr verschoben. Nun soll sie doch erst ab 1. Juli 2021 in Kraft treten. Das gab die Stadtregierung bekannt. Venedigs Bürgermeister teilte laut der italienischen Nachrichtenseite „Repubblica“ mit, dass eine Einführung aktuell nicht angemessen sei. Deswegen wolle man die Eintrittsgebühr für Touristen erst ab nächstem Sommer einführen.

Mehrfach verschoben

In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Fotos, die den sonst von Menschen völlig überrannten Markusplatz leer zeigten oder Kanäle zeigten, in denen man zum ersten Mal seit Jahrzehnten den Boden sehen konnte.

„Vielleicht wird jetzt jemand die Bedeutung des Tourismus verstehen“, sagte Bürgermeister Luigi Brugnaro angesichts der massiven Umsatzeinbußen, die Venedig derzeit wegen der fehlenden Urlauber hat. Zwar habe es „sicherlich  negative Aspekte wie Überfüllung, Unhöflichkeit“ gegeben, er hoffe aber dennoch, dass nach der Krise der Tourismus wie zuvor zurückkehre.

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Die Gebühr für Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere soll, wenn sie dann kommt, an Hochzeiten sechs bis acht Euro betragen, an weniger frequentierten Tagen drei Euro. Die Gebühr war schon mehrfach verschoben worden.