Bis zu 500 Euro Strafe!

Venedig will Touristen das Hinsetzen verbieten

Touristen sitzen auf den Stufen vom Piazetta dei Leoncini
Es könnte sein, dass in Zukunft nicht nur das Sitzen auf Stufen vor Venedigs Sehenswürdigkeiten verboten ist
Foto: Getty Images

Es könnte sein, dass Sie in Zukunft auf Venedigs öffentlichen Plätzen nur noch stehen dürfen. Diese neue Regelung will zumindest der Bürgermeister der Lagunenstadt durchsetzen – und es wäre nicht das erste Mal, dass Touristen mit speziellen Verboten in die Schranken gewiesen werden.

Ein ähnliches Verbot wurde bereits verhängt: Das Sitzen auf den Stufen vor Sehenswürdigkeiten wie der Markuskirche ist bereits untersagt.

https://www.travelbook.de/news/venedig-kampf-gegen-urlaubermassen

Gruppierungen seien gegen das Vorhaben

Die örtliche Fünf-Sterne-Bewegung und die Gruppo Aprile 25 sollen sich gegen das Vorhaben Brugnaros ausgesprochen haben. „Es gibt eine so lange Liste von Dingen, die in Venedig verboten sind, dass es gar nichts mehr gibt, was man noch machen darf. Um all diese Regelungen durchzusetzen, bräuchten wir zusätzliche 5000 Ordnungshüter“, habe Marco Gasparinetti von der Gruppo Aprile 25 angemerkt.

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Diese Verbote gelten bereits

In Venedig gibt es bereits zahlreiche Verbote, auf die im Sommer 2017 mit der Kampagne #EnjoyRespectVenezia aufmerksam gemacht worden war. Das Ratsmitglied Paola Mar hatte damals gegenüber der italienischen Zeitung „La Nuova“ betont, dass Touristen willkommen seien – solange sie die Regeln befolgen würden. Hier eine Übersicht der Verbote:

– Füße ins Wasser halten
– im Kanal schwimmen
– öffentliche Trunkenheit
– Essen auf Stufen oder beim Gehen auf der Straße
– zu lange Gehpausen auf Brücken
– Asche fallen lassen
– Fahrrad fahren
– auf Bänken stehen oder liegen
– Kunst ohne Erlaubnis
– Schlösser an Brücken befestigen
– auf Bäume oder Gebäude klettern
– in der Öffentlichkeit entkleiden
– Vögel füttern
– oben ohne oder in Bademode Sightseeing unternehmen
– zu viel Lärm verursachen (während der Mittagsruhe von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr und nachts)

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Verstöße ziehen Bußgelder von 25 bis 500 Euro nach sich. Jeden Sommer gibt es der Zeitung zufolge eine Gruppe, die sogenannten Engel des Anstandes, die die Touristen-Hotspots überwachen und darauf achten, dass die Touristen die Regeln befolgen.

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