Urlauber müssen aufpassen

Warum die Luft auf den Kanaren gerade besonders schlecht ist

Calima heißt ein Wetterphänomen auf den Kanarischen Inseln
Calima heißt ein Wetterphänomen auf den Kanarischen Inseln. Auf diesem Foto der Nasa von 2010 ist der Sahara-Sand über den Kanaren sehr gut zu erkennen.
Foto: Jeff Schmaltz, MODIS Rapid Response Team at NASA GSFC

Die Kanarischen Inseln gehören mit zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Vor allem in den Wintermonaten bieten sie eine gute Möglichkeit, wenn es in Deutschland kalt und nass ist, ein bisschen Sonne bei milden Temperaturen zu tanken. Aber aktuell bereitet vor allem das Wetter vielen Menschen dort Probleme.

Normalerweise gibt’s auch im Februar schönes Wetter auf den Kanarischen Inseln. Durchschnittlich hat der Monat sieben Regentage und die Temperaturen sinken nicht unter 14 Grad bei 7 Sonnenstunden täglich. Das klingt sehr angenehm im Vergleich zu dem Winter-Wetter, welches wir sonst in Deutschland erleben. Aber momentan müssen auch die Urlauber auf den Kanaren aufpassen, denn ein ganz bestimmtes Wetterphänomen kann unter Umständen sogar gefährlich sein.

Ungesunde Werte

Wetter-Experte Dominik Jung von „wetter.net“ auf TRAVELBOOK-Nachfrage: „ Der Sand kann sogar den Flugverkehr beeinträchtigen!“ Calima heißt das Wetterphänomen und ist in dieser Region keine Seltenheit. Aktuell kommt es vor allem auf Teneriffa und Gran Canaria zu „ungesunden“ Luftwerten, wie man beim „World Air Quality Index“ sehen kann.

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Wer besonders aufpassen muss

In den vergangenen wurde die Luft in den Städten Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria sogar als „gefährlich“ eingestuft, was dem schlechtesten Wert auf der Skala entspricht. Das berichtet die örtliche Zeitung „Teneriffa News“. Das Wetterphänomen sei besonders für Menschen mit einer Herzschwäche ungesund. Auch Menschen mit einer Kreislaufschwäche und Schwangere sollten sich am besten nicht länger als nötig im Freien aufhalten. Nach Angaben der Zeitung empfiehlt sogar die Regierung der Kanaren den Menschen vor Ort, viel zu trinken und sich viel im Schatten aufzuhalten.

 

Zum Glück klingt das Wetter-Phänomen Calima gerade schon ein bisschen ab. Jung zu TRAVELBOOK: „In ein bis zwei Tagen sollte es wieder besser werden.“

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