Weltkarte zeigt Gefahren-Index

In diese Länder sollten Sie 2018 nicht reisen

Travel Risk Map
Die Travel Risk Map zeigt, in welchen Ländern es besonders sicher und unsicher ist
Foto: International SOS Control Risks

Eine instabile politische Lage, die Gefahr von Terroranschlägen oder eine hohe Kriminalitätsrate können für Urlauber ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko sein. Auch die medizinische Versorgung und die Straßenverhältnisse entscheiden mit darüber, wie sicher sich Reisende in einem Land fühlen und es tatsächlich auch sind. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren zeigt eine interaktive Risiken-Karte für das kommende Jahr auf, in welchen Staaten weltweit die Sicherheit von Reisenden am meisten bedroht ist.

Das zeigt die Travel Risk Map 2018, herausgegeben von den beiden Unternehmen SOS International und Control Risks. Demnach ist das Reisesicherheitsrisiko in Grönland, Island, Norwegen, Finnland, Dänemark, Luxemburg, Slowenien und der Schweiz „unerheblich“, symbolisiert durch die Farbe hellgrün auf der Karte (um diese Ansicht zu sehen, klicken Sie unter der Karte auf „Security“).

Der Report ist eine Kombination aus einer Analyse des aktuellen Jahres und einer Prognose für 2018. Dabei untersuchen Experten die aktuelle politische Lage und Faktoren wie Terrorgefahr, Überfälle und Betrugsvergehen. Auch Entführungen, die in manchen Regionen der Welt, etwa in Lateinamerika, eine Gefahr darstellen, fließen in die Bewertung mit ein. Anschließend wird das Ergebnis in fünf Risikostufen unterteilt: unerheblich, gering, mittel, hoch und extrem. Ein Klick auf das jeweilige Land verrät weitere Details und Hintergründe (in englischer Sprache).

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Island

Auch für alleinreisende Frauen ein sicheres Urlaubsland: Island
Foto: Getty Images

Zwar sind die Einschätzungen des jährlichen Reports in erster Linie für Unternehmen und Geschäftsreisende gedacht. Doch gleichzeitig bieten sie auch Urlaubern und Reisenden eine gute Orientierung bei der Wahl oder Beurteilung ihres Ziels.

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Europa insgesamt sicher

Nicht nur in den oben genannten neun europäischen Ländern, sondern nahezu überall in Europa ist das Reisen relativ sicher. So wird das Risiko für fast alle Staaten als gering eingestuft. Lediglich das Kosovo weist aufgrund von politischer Instabilität innerhalb Europas ein nur mittleres Sicherheitsrisiko auf.

Auch in Nordamerika, Teilen Südamerikas, China, Japan, Australien und Neuseeland besteht ein geringes Sicherheitsrisiko, ebenso wie in wenigen afrikanischen Staaten wie Marokko, Namibia und Botswana.

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Wo es besonders unsicher ist

In vielen anderen Staaten Asiens, Afrikas und Amerikas wird das Risiko als mittelgroß und gar hoch bewertet, und in einigen Ländern weltweit sogar als „extrem“. Zu den unsichersten Länder der Welt zählen demnach etwa Afghanistan, Syrien, Somalia, Mali und Jemen. Für diese Länder spricht auch das Auswärtige Amt eine Reisewarnung oder teilweise Reisewarnung aus. Das sind derzeit folgende Staaten und Regionen:

REISEWARNUNGEN

  • Syrien
  • Libyen
  • Afghanistan
  • Irak
  • Jemen
  • Somalia
  • Südsudan
  • Zentralafrikanische Republik

TEILREISEWARNUNGEN

  • Mauretanien
  • Libanon
  • Demokratische Republik Kongo
  • Ägypten
  • Burkina Faso
  • Nigeria
  • Ukraine
  • Kamerun
  • Japan
  • Philippinen
  • Algerien
  • Mali
  • Eritrea
  • Tschad
  • Israel
  • Palästinensische Gebiete
  • Pakistan
  • Niger

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Die Länder mit dem höchsten Gesundheitsrisiko

Nicht nur die Gefahr von Terroranschlägen oder eine instabile politische Lage können für Urlauber zur Gefahr werden, sondern auch Epidemien und eine schlechte medizinische Versorgung. Das  Gesundheitsrisiko für die einzelnen Länder lässt sich ebenfalls in der interaktiven Karte ablesen, als entsprechende Kartenebene muss „Medical“ gewählt werden.

Die größten gesundheitlichen Risiken bestehen der Analyse zufolge in Afrika, wo die medizinische Versorgung in einigen Ländern noch immer mangelhaft ist. Auch Irak, Syrien, und Afghanistan gehören zu den Ländern mit dem höchsten Gesundheitsrisiko, ebenso wie Nordkorea, Haiti und Guyana. Europa, Nordamerika und Australien werden in dieser Hinsicht als verhältnismäßig sicher eingestuft. In Ländern, die auf der Karte braun markiert sind, gilt, dass dort die Möglichkeit eines sich schnell entwickelnden Risikos besteht, vor allem außerhalb von Metropolen. In größeren Städten gelte jedoch ein hoher Standard bei der medizinischen Versorgung.

Sicherheit im Straßenverkehr

Ein weiterer Punkt, der von SOS International und Control Risks unter die Lupe genommen und in einer separat aufrufbaren Karte dargestellt wurde: die Sicherheit im Straßenverkehr (im Menü „Road Safety“ auswählen). Hieraus lässt sich zum Beispiel ablesen, wie die Qualität der Straßen im jeweiligen Land ist und ob dort Gesetze zum Schutz von Verkehrsteilnehmern gelten, wie etwa Anschnallpflicht, Geschwindigkeitsbegrenzung oder Alkoholverbot am Steuer.

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Das höchste Risiko im Straßenverkehr besteht demnach in einem Großteil der afrikanischen Staaten, in Saudi-Arabien, im Oman, in Kasachstan, Thailand und Vietnam sowie in der Dominikanischen Republik. Eher gefährlich ist es auch auf den Straßen Russlands, Chinas, der Mongolei, Malaysias und Myanmars, und auch in Brasilien, Bolivien, Paraguay, Ecuador, Guatemala, und einigen weiteren Staaten in Afrika und im Nahen Osten ist das Risiko hoch. In ganz Europa, in den nordamerikanischen Staaten und Australien brauchen Urlauber sich in dieser Hinsicht dagegen kaum Gedanken machen, hier ist das Risiko sehr gering bis gering.

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