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Travel Risk Map

Die gefährlichsten (und sichersten) Länder 2021 – auch Corona ist ein Faktor

Die Travel Risk Map zeigt, wo es auf der Welt am gefährlichsten ist und wo Reisende sich sicher wähnen dürfenFoto: Screenshot Travel Risk Map

Politische Unruhen, die Gefahr von Terroranschlägen und Naturkatastrophen, eine hohe Kriminalitätsrate und schlechte medizinische Versorgung bedeuten für Reisende ein schwer kalkulierbares Sicherheitsrisiko. Die interaktive Weltkarte „Travel Risk Map“ zeigt, wo auf der Welt Sie in 2021 besonders vorsichtig sein müssen – auch im Hinblick auf Corona.

Die Risiken für Reisende auf der ganzen Welt sind so hoch wie seit 2016 nicht mehr. Das zeigt die interaktive Travel Risk Map“, die jedes Jahr von dem Unternehmen SOS International und Control Risks herausgegeben wird.

2020 sorgte für düstere Aussichten: Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter auf Geschäftsreisen um 79 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kam die Umfrage unter mehr als 1400 Fachleuten mit Verantwortung für Geschäftsreisen. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet sogar, dass die Gesundheitsrisiken im Jahr 2021 weiter zunehmen werden.

Die Daten in der „Travel Risk Map“ setzen sich aus Analysen des aktuellen Jahres sowie Prognosen für das kommende Jahr zusammen. Dabei spielt die aktuelle politische Lage eine große Rolle, ebenso wie Faktoren wie Terrorgefahr, soziale Unruhen, Überfälle und Entführungen und Betrugsvergehen. In diesem Jahr wird zusätzlich Corona besondere Beachtung geschenkt. Das Ergebnis wird in fünf Risikostufen unterteilt: unerheblich (grün), gering (gelb), mittel (orange), hoch (hellrot) und extrem (dunkelrot). Die Einschätzungen richten sich in erster Linie an Geschäftsreisende und Unternehmen, aber auch für Urlauber und Reisende bietet die Weltkarte eine Orientierungshilfe.

Europa ist insgesamt sicher

„Unerheblich“ ist das Risiko laut der Reisesicherheits-Weltkarte besonders in Norwegen, Finnland, Dänemark, Island, Luxemburg, der Schweiz, Liechtenstein, Andorra und Slowenien sowie in Grönland, den karibischen Turks- und Caicosinseln und auf einigen kleinen Inselgruppe in Ozeanien wie den Cook-Inseln, Marshallinseln und Tuvalu. Das zeigt die hellgrüne Farbe auf der Karte im Abschnitt „Security“.

Ein geringes Sicherheitsrisiko gilt für ganz Europa – mit wenigen Ausnahmen im Osten des Kontinents wie etwa der Ukraine, dem Kosovo und der Grenzregion zwischen Serbien und Montenegro. Russland und die Türkei zählen auch nicht zu „low risk“-Staaten, das Risiko in diesen Ländern wurde mit „medium“ bewertet.

Auch in Nordamerika und Teilen Südamerikas wie etwa Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay ist das Sicherheitsrisiko laut den Experten gering. Das Gleiche gilt für Australien und Neuseeland sowie China, Japan, Thailand, Vietnam, Malaysia, Südkorea, den Oman und Usbekistan. In Afrika gelten unter anderem Marokko, Namibia, Botswana, Sambia und Ghana als Länder mit einem niedrigen Sicherheitsrisiko.

Wo es besonders unsicher ist

In vielen anderen Staaten Asiens, Afrikas und Südamerikas wird das Risiko als mittelgroß und hoch bewertet, in einigen Ländern sogar als extrem. Besonders gefährlich sind laut den Experten weiterhin unter anderem Syrien und Afghanistan, Libyen, Jemen und die Zentralafrikanische Republik. Neben diesen wurden auch folgende Staaten und Regionen als extrem und hochgefährlich markiert.

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Extrem hohes Sicherheitsrisiko:

  • Teile des Irak
  • Teile der Ukraine
  • Gaza Streifen
  • Östliche Teile von Ägypten
  • Mali
  • Südsudan
  • Teile von Nigeria
  • Teile der Demokratische Republik Kongo

Hohes Sicherheitsrisiko:

  • Teile Mexikos
  • Teile Guatemalas
  • El Salvador
  • Honduras
  • Teile Panamas
  • Teile Kolumbiens
  • Grenzregion zwischen Ecuador und Kolumbien
  • Venezuela
  • Haiti
  • Teile Perus
  • Algerien
  • Grenzgebiete von Tunesien
  • Teile Mauretaniens
  • Teile Ägyptens
  • Teile Malis
  • Burkina Fasos
  • Grenzgebiete der Elfenbeinküste
  • Teile Nigers
  • Teils Tschads
  • Nigeria
  • Grenzgebiet des Kamerun
  • Demokratische Republik Kongo
  • Kleiner Teil der Republik Kongo
  • Grenzregion von Mosambik und Tansania
  • Teile Madagaskars
  • Teile Kenias
  • Grenzregionen Äthiopiens
  • Grenzgebiet zwischen Eritrea und Äthiopien
  • Grenzgebiet zwischen Eritrea und Sudan
  • Teile des Sudans
  • Grenzgebiet zwischen Libanon und Syrien
  • Teile der Türkei
  • Grenzgebiet zwischen Armenien und Aserbaidschan
  • Grenzgebiet zwischen Georgien und Russland
  • Teile Georgiens
  • Pakistan
  • Grenzgebiet zwischen Iran und Pakistan
  • Teile Tadschikistans
  • Teile Kirgisistans
  • Teile Indiens
  • Grenzregion zwischen Indien und Nepal
  • Teile Myanmars
  • Teile des Südens Thailands
  • Teile der Philippinen
  • Papua-Neuguinea
  • Südliche Teile der Philippinen
  • Papua-Neuguinea
  • Der indonesische Teil der Insel Papua

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Das sind die Länder mit dem höchsten Corona-Gesundheitsrisiko

In diesem Jahr wurde der Einfluss von Corona auf die Sicherheit vor Ort als neues Kriterium mit einbezogen. Länder werden hier in fünf Risikolevel eingestuft, von „sehr niedrig“ bis „sehr hoch“. Die Karte wird laut International SOS täglich aktualisiert. Bei der Länderbewertung werden die Corona-Fallzahlen im 14-tägigen gleitenden Durchschnitt mit einbezogen, aber auch das Risikoumfeld in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit, Reisebeschränkungen im jeweiligen Inland sowie Beschränkungen für Auslandsreisen und vorhandene Maßnahmen gegen Corona und ihre Wirksamkeit werden beurteilt. Unter dem Button „Medical” zeigt die Karte, welche Länder ein niedriges bis sehr hohes Risiko für die Gesundheit mit sich bringen. Auch für Covid-19 gibt es einen eigenen Button, der die Lage bewertet.

Weltweit ist nur ein Land mit „sehr hoch“ beurteilt: Georgien. „Sehr niedrig“ ist der Einfluss von Corona in Neuseeland, Nicaragua und Tansania. Die meisten Länder um den Globus sind mit „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ eingestuft. Generell am besten versorgt und am wenigsten durch die Pandemie gefährdet sind Reisende in Kanada, Mittelamerika und  Australien sowie einzelnen Ländern in Südamerika, Afrika und Asien.

Laut der „Travel Risk Map“ ist man während Corona in Europa in Irland, der Slowakei, Norwegen, Finnland und Lettland am besten aufgehoben. Die anderen europäischen Länder werden hier mit „medium“ bewertet, in Österreich, Rumänien, der Ukraine und dem Kosovo ist das Risiko in diesem Bereich sogar „high“. Diese Einstufung haben außerdem noch Russland, Aserbaidschan, Afghanistan, Algerien, Libyen, die Zentralafrikanische Republik, Irak, Syrien und Jordanien.