Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien

Skipisten und Unterkünfte im Preisvergleich

Ein Skifahrer springt vor einer imposanten Kulisse
Auch wer Skifahren liebt, kann beim Preis-Vergleich sparen
Foto: Getty Images

Für Wintersportfreunde kann sich das Vergleichen in der aktuellen Saison wieder richtig lohnen – denn die Preise für Übernachtung und Skipass variieren zum Teil deutlich. Während man in Deutschland vielerorts ziemlich günstig wegkommt, wird es in unseren Nachbarländern mitunter richtig teuer.

Die Ferienhaus-Suchmaschine Holidu hat einen großen Preisvergleich aufgestellt und den Durchschnittspreis pro Person und Tag zur Haupt- und Nebensaison in Skigebieten in Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien ermittelt. Heißt aber auch: Skigebiete in Ost-Europa wie z.B. Zakopane in Polen werden hier nicht berücksichtigt.

Gesucht wurde ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung für mindestens eine Person in bekannten Skigebieten im Zeitraum vom 28. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020 (Hauptsaison) und vom 21. März bis zum 29. März 2020 (Nebensaison). Ermittelt wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht. Die Preise für die Tages-Skipässe wurden auf den offiziellen Skigebiets-Websites recherchiert, wobei der Preis für einen Erwachsenen am Sonntag als Referenz herangezogen wurde. Dabei ergab sich: Besonders in Deutschland kann man im europäischen Vergleich noch wirklich günstig Ski fahren.

So günstig ist es in Deutschland

Im günstigsten deutschen Skigebiet, dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge, zahlt man durchschnittlich gerade einmal 40,70 Euro: 22 Euro für den Skipass und 18,70 für eine Unterkunft. Nicht viel teurer ist es im Gebiet Großer Arber, wo man insgesamt 52,80 Euro zahlt – 35 Euro entfallen dabei auf den Ski-Tagespass, 18,70 auf die Unterkunft. Am teuersten dagegen ist es hierzulande im Gebiet Spitzingsee -Tegernsee, wo der durchschnittliche Tagespreis bei 95 Euro liegt. Bei Anreise Mitte oder Ende März sinken die Kosten pro Tag und Person auf 74 Euro. Oberstdorf hat mit 50 Euro den teuersten Tages-Skipass in Deutschland. Zusammen mit einer Unterkunft liegt der Preis pro Person und Tag in Oberstdorf je nach Saison bei 92 bzw. bei 82 Euro.

Sehen Sie hier die Top Ten der günstigsten deutschen Skigebiete: 

1. Ochsenkopf: 40,70 Euro – Ski-Tagespass 22 Euro + Unterkunft 18,70 Euro
2. Großer Arber: 52,80, Euro – Ski-Tagespass 35 Euro + Unterkunft 17,80 Euro
3. Balderschwang: 60,70 Euro – Ski-Tagespass 34 Euro + Unterkunft 26,70 Euro
4. Willingen: 61,40 Euro – Ski-Tagespass 31 Euro + Unterkunft 30,40 Euro
5. Schwangau: 64,20 Euro – Ski-Tagespass 25 Euro + Unterkunft 39,20 Euro
6. Feldberg: 67,80 Euro – Ski-Tagespass 39 Euro + Unterkunft 28,80 Euro
7. Reit im Winkel: 68 Euro – Ski-Tagespass 29 Euro + Unterkunft 39 Euro
8. Schönau: 71 Euro – Ski-Tagespass 39 Euro + Unterkunft 32 Euro
9. Winterberg: 72,70 Euro – Ski-Tagespass 35 Euro + Unterkunft 37,70 Euro
10. Oberjoch: 75,20 Euro – Ski-Tagespass 38 Euro + Unterkunft 37,20 Euro

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Schweiz bis zu 60 Prozent teurer als Deutschland

In Vergleich mit unseren Nachbarn fällt auf, wie günstig Deutschland für Skifahrer ist: So bezahlt man in den teuersten Skigebieten in Österreich, nämlich Kühtai, Obergurgl-Hochgurgl und Kitzbühel, für einen Tages-Skipass und Unterkunft im Schnitt zwischen 155 und 162 Euro pro Urlauber und Tag – wohlgemerkt: in der Hauptsaison. Bei einer Anreise in der Nebensaison im März kann man allerdings im Schnitt auf diese Preise bis zu 35 Prozent sparen. Besonders günstig sind unsere Nachbarn in Werfenweng, hier kostet der Tagespass einen Erwachsenen in der Hochsaison nur 43 Euro.

Die Schweiz spielt dann bei den Preisen noch einmal in einer ganz eigenen Liga, hier bezahlt man zum Beispiel in Zermatt 182 Euro pro Tag und Urlauber, wobei allein 110 Euro auf die Unterkunft entfallen – in der Nebensaison können sich solche Preise im günstigsten Fall mal eben halbieren. Teuer wird es auch in Corvatsch Furtschellas: In der Hochsaison muss man pro Tag 176 Euro zahlen, in der Nebensaison dann nur noch 126 Euro. Der Skipass kostet hier 79 Euro. Deutlich günstiger wird es im Gebiet Brigels Waltensburg Andiast mit durchschnittlich 80 Euro pro Tag für Unterkunft plus Skipass.

Auch Frankreich, Italien und Spanien im Trend

Im beliebtesten französischen Skigebiet Chamonix ist es dann wieder etwas günstiger, bezahlt man aber im Schnitt immer noch 67 Euro für den Skipass „Mont Blanc Unlimited“ und 43 Euro für eine Unterkunft pro Nacht. Fast ebenso teuer ist es im Gebiet Les Trois Vallées, das dafür aber auch 600 Pistenkilometer umfasst – 104 Euro muss man hier in der Haupt-, 93 immer noch in der Nebensaison für Pass und Unterkunft durchschnittlich zahlen.

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In Italien muss man für einen Tag in Cortina d’Ampezzo mit etwa 167 Euro Tageskosten rechnen, wobei der Skipass mit 110 Euro angesetzt ist. Der März dagegen kann hier um bis zu 60 Prozent günstiger sein, dabei gilt er als schneereichster Monat. In Val Gardena (Grödnertal) ist man mit einem durchschnittlichen Tagespreis von 151 Euro für Unterkunft und Tages-Skipass dabei. Besonders günstig wird es mit 89 Euro pro Person und Tag für Unterkunft und Pass in der Haupt-, und 73 Euro in der Nebensaison in Folgaria im Trentino.

In Spanien liegen die Preise für eine Unterkunft in Valgrande Pajares, Valdezcaray und Alto Campo hingegen nur zwischen 18 und 26 Euro, wohingegen es in Baqueira Beret mit einem Preis von 136 Euro pro Person deutlich teurer wird als in anderen Skigebieten in Spanien und Andorra. Von den teuersten Skigebieten in Europa liegen sechs in der Schweiz, drei in Österreich und eines in Italien – die günstigsten 10 europäischen Gebiete finden sich dagegen allesamt in Frankreich, bei einem unglaublichen Durchschnittspreis von gerade einmal 38 Euro.

Die zehn günstigsten Skigebiete in Europa (liegen alle in Frankreich):

1. La Colmiane
2. Le Collet d’Allevard
3. Autrans – La Sure
4. Roubion les Buisses
5. Pelvoux/Vallouise
6. Réallon
7. Argelés-Gazost
8. Crévoux
9. Gresse en Vercors
10. Seyne