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Toben in der Natur

Die besten Tipps fürs Wandern mit Kindern

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Wandern mit Kind – das muss nicht in komplettem Stress endenFoto: Getty Images

Wandern in der Natur: Nicht nur Erwachsene genießen stundenlange Touren durch unberührte Landschaften – gerade für die Jüngsten in der Familie bietet ein solcher Ausflug eine schöne Möglichkeit, die Natur kennenzulernen und sich so richtig auszutoben. Was beim Wandern mit Kindern zu beachten ist.

Kühe, Klettern, Kraxe – Sommerurlaub in den Bergen ist für Eltern wie für Kinder ein echtes Abenteuer. Regionen wie beispielsweise die Gegend rund um den Salzburger Almenweg bieten Naturerlebnisse, an die sich Groß und Klein noch lange und gerne zurückerinnern werden.

Raus in die Natur – Tiere, Täler und viel Toben, solch tolle Erlebnisse begeistern vor allem die Kinder. Damit die Kids und auch die Eltern viel Spaß am Wandern haben, ist es wichtig, auf ein paar Kleinigkeiten zu achten.

Schuhe bis über den Knöchel

 Ob die Kleinen eine Wanderausrüstung brauchen, ist eine der zentralen Fragen. „Das Wichtigste“, sagt Thomas Wirnsperger, Tourismusdirektor in Großarl, „ist gut sitzendes Schuhwerk, über den Knöchel, damit die Kinder guten Halt auch auf unebenem Grund haben.“

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Und: Auch kleine Füße sollen in gepolsterten Socken stecken, die den Schweiß aufsaugen – sonst werden die Zehennägel schnell blau, und dann streiken die Kinder. Zudem sollte man ausreichend Wechselkleidung dabei haben. Am besten sind funktionelle Sachen, die schnell wieder trocknen, rät Wirnsperger.

Vorsicht auch vor Blasen an den Füßen – mit ihnen kann so ein Ausflug ins Grüne schnell beendet sein, denn auch kleine Bläschen können den Kinder schon weh tun und dann ist der Spaß vorbei.

Kopfbedeckung und Schuhwerk müssen sitzen

Ebenfalls unerlässlich – auch wenn es banal klingt: eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. „Mancher Weg führt durch den Wald, da braucht man eine Lage mehr, auch bei warmem Wetter“, sagt Stefan Kohlmaier, Sprecher der Vereinigung Österreichs Wanderdörfer. Doch häufig ist man auch ganz ohne Schutz auf einem Hochplateau unterwegs oder auf einem Weg, der komplett in der Sonne liegt. Und in der Höhe ist der Sonnenbrand schnell da.

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Nicht zu unterschätzen: Der Sonnenschutz auf dem Kopf
Foto: Getty Images

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Wer keine Lust hat, seine Sachen für mehrere Tage durch das Gebirge zu schleppen, ist mit der anderen Wandervariante gut bedient: einer Unterkunft, möglichst zentral zu vielen kindgerechten Wanderwegen gelegen.

Gelungene Motivation ist die halbe Miete

Wer vor den Kindern vom „Wandern“ spricht, erntet schnell lange Gesichter. Wandern klingt altbacken und nach wenig Spaß. Aber wenn der Ausflug beispielsweise als „Abenteuer in der Natur“ verkauft wird, sieht die ganze Sache schon ganz anders aus. Wenn Eltern dann noch geschickt spannende Etappenziele erwähnen, beispielsweise tolle Spielplätze, spannende Schlösser oder Picknickplätze, an denen eine ausgiebige Pause eingelegt wird, sind die Kleinen womöglich kaum mehr zu bremsen. Außerdem spielen Kids draußen auch gerne mit anderen Kindern, also ist es unter Umständen auch sinnvoll, sich mit anderen Familien zu solchen Ausflüge zu verabreden.

Wandern als Naturerlebnis

Zurück am schönen Salzburger Almenweg. Während die Eltern die Füße kühlen und die letzten Sonnenstrahlen genießen, entdecken die Kinder, wie ein Glas Milch frisch aus der Kuh schmeckt, spielen fangen, verstecken und schließen Freundschaft mit den anderen Kindern, die hier oben die Nacht verbringen. So, als wären sie nicht sechs Stunden und gute 700 Höhenmeter in der prallen Sonne gewandert.

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Der Salzburger Almenweg ist gut ausgeschildert – führt durch Wälder und Wiesen, vorbei an urigen Almen. Dort kann man Rast machen oder eben übernachten, in Stockbetten unter dem Dach, mit allen anderen Wanderern, die sich für diese Art der Tour entschieden haben.

Zähne werden draußen am Brunnen geputzt, auch für die Katzenwäsche muss das kalte Wasser herhalten. In manch anderer Hütte gibt es Duschen, auch die Toiletten sind etwas näher an den Schlafräumen. Doch den Kindern macht das nichts – und sobald sie unter dem warmen Federbett liegen, fängt das leise Schnarchen schnell an und ein erfolgreicher Wandertag geht zu Ende.

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