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Washington, D.C., Maryland & Virginia

Geschichte & Gerichte: Eine Gourmet-Reise an Amerikas schöne Ostküste

Virginia, Maryland & Washington sind vollgepackt mit spannender Geschichte, wie etwa das „Jefferson Memorial“ in D.C.
Foto: Brand USA

Washington ist nicht nur Politik, das Weiße Haus, Machtzentrum. Die Stadt hat viel mehr zu bieten: Tolle Museen, eine Spitzen-Gastro-Szene – und ein zauberhaftes Umland.

Na dann, guten Appetit: Wer zu Geschichte und Naturspektakeln ein paar extravagante Häppchen serviert haben möchte, ist in Washington, Virginia und Maryland genau richtig.

WASHINGTON, D.C. – die mächtigste Stadt der Welt

Washington, D.C. ist das Machtzentrum Amerikas. Der Distrikt, der seit 1800 Hauptstadt der Vereinigten Staaten ist, beheimatet heute der Sitz der US-Regierung. Politisch korrekt ist man hier bis in die Architektur: In der Hauptstadt der Vereinigten Staaten gibt es im Gegensatz zu New York oder Los Angeles keine Wolkenkratzer, da kein Gebäude höher sein darf als das Kapitol, der Sitz des US-Kongresses. Dafür gibt es historische Sehenswürdigkeiten en masse – und Top-Restaurants, für die Feinschmecker über den großen Teich fliegen.

Vor dem Kapitol werden die Präsidenten vereidigt

Die wichtigste Adresse der Stadt: 1600 Pennsylvania Avenue. Dort steht das Weiße Haus. (Beinahe) ebenso berühmt ist die „National Mall“. Was nach Shopping klingt, ist die Verbindung zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial, etwa 3,7 Kilometer lang und 500 Meter breit. Zwei historischer Orte: Auf den Stufen des Kapitols werden die US-Präsidenten vereidigt. Das tempelartige Monument des Lincoln Memorials wird von 36 dorischen Säulen umringt – denn zu Abraham Lincolns Amtszeit (1861 bis 1865) bestanden die USA aus 36 Staaten. Im Inneren thront die Lincoln-Statue aus weißem Marmor.

Unbedingt besuchen: Das „National Museum of African American History and Culture“. Im Hintergrund: das berühmte „Washington Monument“, das zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial steht
Foto: Shutterstock

Die Stadt ist voll mit Gratis-Museen

Nirgendwo lohnt sich ein Museums-Marathon mehr als in D.C.! Allein elf von insgesamt 17 Museen der Smithsonian Institution, einer Forschungs- und Bildungseinrichtung, sind an der „National Mall“ angesiedelt – der Eintritt ist überall frei. Must-Visit: das „National Museum of American History“. Es beschäftigt sich mit Gegenständen, die in politischer, sozialer, kultureller, wissenschaftlicher oder militärischer Hinsicht die amerikanische Gesellschaft beeinflusst haben. Ausgestellt sind das Ur-Modell der US-Flagge von 1813, der erste Nintendo-Gameboy, die roten Pailletten-Pumps der Dorothy aus dem Film „Der Zauberer von Oz“…

Das „Jefferson Memorial“ ist ein Denkmal zu Ehren des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson
Foto: Brand USA

Gleich 12 Sterneköche locken in die Hauptstadt

Nach dem Sightseeing kommt das kulinarische Vergnügen. Der Michelin Guide für Washington, D.C. präsentiert zwölf Sternerestaurants. Zwei von ihnen wurden mit zwei Sternen ausgezeichnet: die „Mini Bar“ und das „Pineapple & Pearls“. Um „Mid-Atlantic Küche“ vom Feinsten zu genießen, sollte man einen Tisch im „Rose’s Luxury“ reservieren – Barack Obama feierte hier seinen 54. Geburtstag. Enjoy your meal!

Für Natur-Liebhaber:

National Mall: Das Areal ist Teil eines Nationalparks und mit seinen Grünflächen wie gemacht für ein Picknick im Freien.

Tidal Basin: Das Wasserbecken liegt zwischen dem Potomac River und dem Washington Channel. Hier kann man Boote mieten oder zu einer kleinen Flusskreuzfahrt aufbrechen.

Kirschblüte: Das jährliche „National Cherry Blossom Festival“ findet im März/April statt. Wer zu der Zeit vor Ort ist, muss (!) am Tidal Basin, dem Stausee am Jefferson Memorial entlangspazieren. Dort blühen dann die berühmten Kirschbäume, die der Bürgermeister von Tokio 1912 der Stadt Washington überließ.

MARYLAND – Strandparadies mit Bergpanorama

Das benachbarte Maryland an der Ostküste gehört zu den eher kleineren US-Bundesstaaten. Klein, aber fein! Die Extreme liegen hier nahe beieinander: Auf der einen Seite die Berge der Appalachen, auf der anderen beschauliche Fischerdörfer und weitläufige Sandstrände. Dazu Nationalparks mit dichten Wäldern, historische Schätze, Museen, Seemannskultur, Gerichte, die nach Meer schmecken, der berühmte Indian Summer, die Hauptstadt Annapolis und die Metropole Baltimore.

Ein beliebtes Foto-Motiv bei allen Maryland-Fans: Die „Loys Station Covered Bridge“, eine überdachte Brücke bei Thurmont
Foto: Brand USA

Eine Stadt für Geschichtsinteressierte

Das „Maryland State House“ in Annapolis mit seiner Kuppel (angucken!), 1773 im gregorianischen Stil erbaut, wirkt, als sei es vom Kapitol in Washington, D.C. inspiriert worden. Es muss jedoch umgekehrt gewesen sein, denn der Regierungssitz von Maryland ist zwanzig Jahre älter.

Wer vom State Circle hinunter zum City Dock flaniert, passiert Shops, Restaurants, Galerien, Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte der Region mit ihrem bedeutenden Seehafen dokumentiert das „Maritime Museum“.

Nicht mal 30 Meilen entfernt liegt Baltimore mit seiner Küsten-Skyline aus wunderschönen alten Gebäuden und modernen Wolkenkratzern. Am Inner Harbour und drum herum wird’s spannend – Wassertaxi nehmen, dann geht’s flott und bequem voran. Einen Stopp wert ist das „National Aquarium“, das etwa 850.000 Liter Wasser fasst, knapp 20.000 Tiere beherbergt und zudem einen tropischen Regenwald. Ebenfalls einen Halt einlegen sollte man am „American Visionary Art Museum“. Es zeigt über 4.000 außergewöhnliche Werke aus gewöhnlichen Gegenständen von gewöhnlichen Menschen. Achtung, die Fußmatte am Eingang besteht aus 1.500 Zahnbürsten!

Den Hafen von Marylands Metropole Baltimore am South River gibt es schon seit 1649
Foto: Brand USA

Für Nicht-Historiker gibt es viel für den Hunger

Hunger? Lokale Spezialitäten hat die Chesapeake Bay zu bieten. Und zwar Blaukrabben, „blue crabs“. Traditionell werden sie gedämpft, mit Bier und der Gewürzmischung „Old Bay“ zubereitet. Eine der besten Krabbenbuden in Maryland ist „Jimmy Cantler’s Riverside Inn“ in Annapolis. Gourmets, die von den Krabben nicht genug kriegen können, haben die Möglichkeit, ein „All you can eat“-Package zu bestellen.

Die Chesapeake Bay ist bekannt für ihre Krabben-Gerichte, die man zum Beispiel hier im „St.-Michael-Crab Claw“-Restaurant genießen kann
Foto: Brand USA

Highlight? Auf einem Segel- oder Motorboot die südwärts zum Atlantik verlaufende Bucht und ihre Zuflüsse erkunden. Einen zweistündigen „TrySail“-Kurs belegen. Zum 1879 erbauten Leuchtturm „Hooper Strait“ schippern und Handwerkern beim traditionellen Bootsbau zugucken. Oder an einem der traumhaften Sandstrände sonnenbaden.

Für Natur-Liebhaber:

Chesapeake Country Scenic Byway: Ins Auto steigen und auf der knapp 140 Kilometer langen Strecke abwechslungsreiche Landschaften bestaunen, historische Städtchen besuchen, Vögel beobachten…

Appalachian Trail: Ein Teil des etwa 3.500 Kilometer langen Fernwanderwegs windet sich auch durch Maryland. Eine Hiking-Tour lässt sich übrigens wunderbar mit Wildwasser-Rafting auf dem Youghiogheny River verbinden.

Assateague Island: Die unbewohnte Insel, die sowohl in Maryland als auch in Virginia liegt, verzaubert mit idyllischen Buchten, Dünen, Sandstränden und Pinienwäldern. Ein Ausflug dorthin lohnt sich auch noch aus einem anderen Grund: Es gibt insgesamt über 300 wildlebende Assateague-Ponys auf der Insel.

VIRGINIA – hier ist der beste Wein der USA zuhause

Die Chesapeake Bay teilt sich Virginia mit Maryland. Die Tidewater Region, die Küstengegend, zu der die Hauptstadt Richmond, Newport News, Norfolk und Virginia Beach gehören, gilt als einer der geschichtsträchtigsten Teile Virginias. Piedmont, das Plateauland östlich der Appalachen, ist vor allem für das Städtchen Charlottesville bekannt, wo einige frühere US-Präsidenten ihre Spuren hinterließen, und für seine Weinberge. Danach folgen die Blue Ridge Mountains und das Cumberland-Plateau. Aber der Reihe nach…

Virginia ist berühmt für den Weinanbau! Seit 1967 produziert Gianni Zonin auf seinem Weingut „Barboursville Vineyards“ köstlichen Wein
Foto: Brand USA

Historie, Strand und Leckereien

George Washington, der erste US-Präsident (1789 bis 1797), wurde am 22. Februar 1732 auf dem Gutshof Wakefield in Pope Creek geboren. Das „George Washington Birthplace National Monument“ ist ein Nachbau der früheren Tabakfarm und heute ein Museum mit über 1.000 Ausstellungsstücken. In Richtung Süden trifft man auf die Hafenstadt Newport News, wo Geschichtsfans gleich zwei Anlaufadressen haben: das Virginia War Museum mit einer Ausstellung zur Militärgeschichte der USA sowie das Mariner’s Museum, das größte Seefahrtsmuseum von Virginia.

Leichtere Kost steht – im wahrsten Sinne des Wortes – im nahe gelegenen Virginia Beach bereit. Da dehnt sich zum einen ein 45 (!) Kilometer langer Sandstrand aus, zum anderen ist der Ort für seine Austern vom Lynnhaven River bekannt, die zu den besten der Welt zählen. Alle, die ihr Wissen über die edlen Meerestiere verfeinern, eine Austernfarm besuchen, selbst ernten und anschließend schlemmen möchten, können sich bei „Pleasure House Oysters“ zu einer Tour anmelden. Ansonsten empfiehlt sich das „Commune“. In diesem stylishen Restaurant stehen – tataaaa! – die Pleasure House Oysters auf der Karte.

Bei der „Pleasure House Oysters“-Tour kann man seine Austern selbst ernten und dann frisch verzehren 
Foto: Brand USA

Charlottesville – ein Mekka für Kunst- und Wein-Liebhaber

Next stop: Charlottesville. Im Schatten der Blue Ridge Mountains ruht dieses vornehme Städtchen! Vor der Stadtgrenze ragt auf einer Anhöhe die „Plantage Monticello“ aus einem Waldstück heraus. In den Hügeln rund um Charlottesville sind romantische Weingüter eingebettet. „Jefferson Vineyards“ und „Keswicks Vineyards“, heißt es, stellen die besten Weine Virginias her. Ob Chardonnay, Viognier oder Petit Verdot – sie passen hervorragend zur regionalen Seafood-Küche, wie Austern, Krabben– oder Virginia Ham, Amerikas bekanntesten Schinken.

Kostprobe gefällig? Im „Jefferson Vineyards“ kann man die besten Weiß- und Rotweine der Gegend kosten
Foto: Brand USA

Für Natur-Liebhaber:

Blue Ridge Mountains: Die von John Denver besungenen Berge thronen zum Teil im „Shenandoah“-Nationalpark. Wälder, Flüsse, Wasserfälle, Höhlen – die perfekte Umgebung zum Wandern und Reiten. Und ja, auch Schwarz- und Waschbären sind hier zu Hause.

First Landing State Park: Eine Naturschönheit am Cape Henry, die auf über 1.100 Hektar sämtliche Outdoor-Aktivitäten ermöglicht: Schwimmen, Wandern, Fahrradfahren, Bootfahren, Fischen. Auch Camping ist erlaubt.

Sunset Dolphin Kayak Tour: Sonnenuntergang, zwei Stunden Paddeln im Kayak entlang der Chesapeake Bay und die Chance, Große Tümmler zu sehen – why not?

Gigantischer Blick in die wunderschöne Natur: Am „McAfee Knob“ hat man eine freie 270-Grad-Sicht über die Blue Ridge Mountains
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Orientierung verloren? Hier finden Sie unsere Hot Spots aus dem Artikel in  der Karte:

Fernweh? Lassen Sie sich in diesem Video noch mehr verzaubern:


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