„Big Nude Boat“ sticht Februar 2018 wieder in See

Der FKK-Kreuzer schippert bald wieder durch die Karibik

FKK-Kreuzfahrtschiff
Mit sich selbst eins werden: Ein Ziel, das sowohl Yoga- als auch die FKK-Fans haben
Foto: Bare Necessities Tour & Travels / Shelly Stazis

Einem Volkslied zufolge ist eine Seefahrt lustig und schön – diese hier ist aber vor allem eines: nackt. Anfang Februar 2018 sticht das „Big Nude Boat“ wieder in See – und mit ihm fast 3000 FFK-Fans, die die Karibik zehn Tage lang ganz ohne Kleidung bereisen.

Ein Gefühl von Freiheit. Mit diesen Worten beschreiben manche Urlauber das Gefühl an Bord eines Kreuzfahrtschiffs zu sein und auf das schier unendlich wirkende Meer zu schauen. Mit einem Freiheitsgefühl lässt sich aber auch das beschreiben, was ab dem 2. Februar 2018 rund 2800 Menschen in den USA tun: nackt durch die Karibik cruisen – natürlich nur dann, wenn man gerne unbekleidet unter Gleichgesinnten ist, alle anderen dürften bei dem Gedanken eher Scham verspüren.

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Weitere Stopps des „Big Nude Boat“ sind in Amber Cown in der Dominikanischen Republik, Curacao, Bonaire und Aruba geplant. Anschließend geht es zurück nach Miami. Die Kosten für die FKK-Kreuzfahrt fangen bei 1099 Dollar pro Person in einer Innenkabine an, und gehen hoch bis etwa 6999 Dollar pro Person in einer Penthouse Suite (hier die komplette Preisübersicht).

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FKK an einigen Orten tabu

Gepäck dürfte während dieser Kreuzfahrt mit dem „Big Nude Boat“ verhältnismäßig wenig an Bord sein, denn was die Gäste während der zehntägigen Tour so gut wie nicht brauchen werden, ist: Kleidung. Laut Veranstalter Bare Necessities Tour & Travel, der seit 1991 FKK-Reisen anbietet, auf seiner , ist FKK grundsätzlich zwar keine Pflicht, sondern optional. Doch lassen Fotos und Videos erkennen, dass Textilanhänger – logischerweise – deutlich in der Minderheit sind: Ob beim Sonnenbaden, Roulette spielen oder beim Yoga, ob Männlein, ob Weiblein, alle frönen genüsslich der Freikörperkultur.

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An einigen Orten ist FKK jedoch tabu: im Haupt-Restaurant an Bord der Carnival Victory sowie im Hafen. Zwar wird auch eine unbekleidete Masseurin in einem Werbevideo gezeigt (siehe ganz unten), doch normalerweise tragen auch die knapp 1000 Besatzungsmitglieder Kleidung.

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Dass es sich dabei aber nur um eine reine FKK-Kreuzfahrt, nicht aber etwa um Anrücherigeres wie eine Swinger-Veranstaltung handelt, kennzeichen die Veranstalter auf ihrer Webseite. Dort heißt es, dass Nacktsein innerhalb einer Gruppe keine sexuelle Aktivität darstelle.

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Vielmehr glaubt Nancy Tiemann, die Vorsitzende des Unternehmens, daran, dass Menschen, die ihre Kleidung in der Öffentlichkeit ablegen, es schaffen, „sie selbst zu sein, so wie sie wirklich sind, anstatt so, wie sie glauben, dass andere sie gerne hätten“. Aus eigener Erfahrung berichtet Tiemann weiter, dass sie durch das Nacktsein begonnen habe, sich selbst zu akzeptieren, mit allen Schwachstellen.

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FKK-Kreuzfahrt auch in Europa

Neben dem „Big Nude Boat“ bietet der Veranstalter auch FKK-Trips auf einem Segelschiff an.

Auch in Europa gibt es ähnliche Angebote. Auf der Royal Clipper geht es ab dem 9. Juni 2018 von Rom los, das Schiff macht auf der zweiwöchigen FKK-Kreufahrt dann weitere Stopps in Italien sowie in Frankreich und Spanien. Die Preise beginnen ab 4399 Euro pro Person.

Sehen Sie hier das Video, mit dem das Unternehmen für seine Nackt-Kreuzfahrt wirbt: