Das größte kann 9500 Passagiere aufnehmen

Diese Kreuzfahrtschiffe stechen 2020 in See

Kreuzfahrtschiff „Mardi Gras“
Die „Mardi Gras“ wird mit 5200 Passagieren das größte Schiff der Carnival-Flotte.
Foto: Carnival Cruise Line/dpa-tmn

Mehr als zwei Dutzend neue Kreuzfahrtschiffe gehen im kommenden Jahr an den Start. Vom Megaliner für bis zu 9500 Passagiere bis zur Jacht ist alles dabei. Eine Übersicht.

Die Kreuzfahrtbranche boomt und boomt. Jahr für Jahr besteigen immer mehr Deutsche eines der riesigen Schiffe, um die Welt zu sehen. Aber nicht nur hierzulande erfreuen sich Reedereien an steigenden Kundenzahlen, in der ganzen Welt sind Kreuzfahrten extrem beliebt. Kein Wunder also, dass auch im kommenden Jahr immer mehr Schiffe unsere Ozeane befahren werden.

„MSC Virtuosa“ (MSC)

«MSC Virtuosa»

Viel Musik: Die „MSC Virtuosa“ fährt zunächst im westlichen Mittelmeer.
Foto: Foto: MSC Kreuzfahrten/dpa-tmn

Das vierte Schiff der sogenannten Meraviglia-Klasse wird seine erste Saison ab dem 8. November im westlichen Mittelmeer verbringen. Der Name geht laut Reederei auf die musikalische Virtuosität zurück. Das zeigt sich auch an Bord: zum Beispiel dadurch, dass die einzelnen Decks nach Musikinstrumenten benannt sind. Im Vergleich zu den Schwesterschiffen der „Virtuosa“ wird die Promenade im Schiffsinneren unter einem knapp 100 Meter langen LED-Himmel noch einmal verlängert.

„Mardi Gras“ (Carnival Cruise Line)

«Mardi Gras»

Eine Achterbahn soll eines der Highlights auf der neuen „Mardi Gras“ werden.
Foto: Foto: Carnival Cruise Line/dpa-tmn

Die „Mardi Gras“ wird mit 5200 Passagieren das größte Schiff der Flotte von Carnival Cruise Line sein. Als erstes US-Kreuzfahrtschiff wird es komplett mit Flüssiggas (LNG) angetrieben. Highlight an Bord ist eine Achterbahn. Die Auslieferung ist für Spätsommer 2020 geplant. Der Name „Mardi Gras“ hat Tradition bei Carnival, so hieß das erste Schiff des Unternehmens. Ihren Heimathafen wird der Neubau in Port Canaveral in Florida haben.

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„Odyssey of the Seas“ (Royal Caribbean International)

«Odyssey of the Seas»

27. Schiff der Royal-Caribbean-Flotte: Die „Odyssey of the Seas»“ wird baugleich zu ihrer Schwester Ovation of the Seas und feiert ihr Debüt im Herbst 2020.
Foto: Foto: Press Center Royal Caribbean/dpa-tmn

In der Meyer Werft wird derzeit das 27. Schiff der Royal-Caribbean-Flotte gebaut. Es soll im Herbst 2020 sein Debüt feiern und von den USA aus zu Kreuzfahrten aufbrechen – mit Platz für mehr als 4000 Passagiere.

„Fridtjof Nansen“ (Hurtigruten)

Hybrid-Expeditionsschiff

So soll die „Fridtjof Nansen“ von Hurtigruten einmal aussehen – insgesamt plant die Reederei drei neue hybridbetriebene Expeditionskreuzfahrtschiffe. Der nun angekündigte, noch namenlose Neubau soll 2021 fertig werden.
Foto: Hurtigruten

Wie das nahezu baugleiche Schwesterschiff „Roald Amundsen“ geht auch die „Fridtjof Nansen“ mit etwas Verspätung an den Start. Und wie das Schwesterschiff verfügt auch der Neubau über einen Hybridantrieb mit Akkupacks. Die ersten Reisen führen ab April von Hamburg aus an der norwegischen Küste entlang. Das Schiff für den Einsatz in polaren Gewässern hat 265 Kabinen.

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„World Voyager“ (Nicko)

Mit der „World Explorer“ ging im Sommer 2019 nach einigen Verzögerungen das erste Hochseekreuzfahrtschiff der Reederei Nicko an den Start. Nun kommt 2020 gleich der Nachfolger. 200 Passagiere sollen auf der „World Voyager“ Platz finden.

„Sea Cloud Spirit“ (Sea Cloud Cruises)

«Sea Cloud Spirit»

Segelschiff mit langer Geschichte: Die „Sea Cloud Spirit“ wurde schon 2008 als «Sea Cloud Hussar» auf Kiel gelegt. Dann ging jedoch die Werft insolvent.
Foto: Sea Cloud Cruises/dpa-tmn

Der Dreimast-Segler hat eine bewegte Geschichte hinter sich, wenn er im August 2020 zu seiner Jungfernfahrt aufbricht. 2008 als „Sea Cloud Hussar“ auf Kiel gelegt, ging die Werft kurz vor der Auslieferung insolvent. Erst im vergangenen Herbst bekam Sea Cloud wieder Zugriff auf den Rumpf. Erstmalig auf einem Segelschiff soll es einen Passagierlift geben. Von den 69 Außenkabinen sind 25 mit Balkonen versehen. Die Segelfläche ist mit rund 4100 Quadratmetern laut Reederei mehr als doppelt so groß wie bei der „Gorch Fock“. Der höchste Mast misst 57 Meter.

„Le Bellot“ und „Le Jacques Cartier“ (Ponant)

«Le Bellot» und «Le Jacques-Cartier»

„Le Bellot“ und „Le Jacques-Cartier“ schickt Ponant 2020 an den Start. Sie sind baugleich zu weiteren Schiffen, die bereits in Dienst gestellt wurden.
Foto: Ponant/dpa-tmn

Die beiden Schiffe bilden den Abschluss der Explorers-Baureihe, die insgesamt sechs Schiffe umfasst. Die 184 Passagiere der vor allem für wärmere Fahrgebiete vorgesehenen Schiffe finden an Bord unter anderem Unterwasserlounges, die schon von den Schwestern bekannt sind. Die „Le Bellot“ startet im April, die „Le Jacques Cartier“ im Juli zu ihrer Jungfernfahrt.

„Costa Firenze“ (Costa)

«Costa Firenze»

Für den chinesischen Markt hat Costa die „Costa Firenze“ konzipiert.
Foto: Costa Kreuzfahrten/dpa-tmn

Das zweite Kreuzfahrtschiff von Costa für den chinesischen Markt wird auch einen Monat im Mittelmeer unterwegs sein. Nach der Indienststellung der „Costa Firenze“ Anfang Oktober 2020 wird der maximal 5200 Passagiere fassende Neubau fünf Seereisen von Triest und Savona aus unternehmen. Am 2. November 2020 soll die 51-tägige Überfahrt nach Hongkong folgen. In Asien wird das Schiff dann mit chinesischen Gästen an Bord unterwegs sein.

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„Enchanted Princess“ (Princess Cruises)

«Enchanted Princess»

Verzauberte Prinzessin: Die „Enchanted Princess“ wird in der Fincantieri-Werft gebaut.
Foto: Princess Cruises/dpa-tmn

Das fünfte Kreuzfahrtschiff der sogenannten Royal-Klasse von Princess Cruises wird „Enchanted Princess“ heißen. Der Neubau mit Platz für 3660 Passagiere soll im Juni 2020 in Dienst gestellt werden. Das Schiff wird auf der Fincantieri-Werft in Italien gebaut. 2021 folgt nach der „Enchanted Princess“ (zu Deutsch: „Verzauberte Prinzessin“) noch ein sechstes Schiff der Royal-Klasse.

„Seven Seas Splendor“ (Regent Seven Seas Cruises)

«Regent Suite»

Highlight auf der „Seven Seas Splendor“ dürfte die 413 Quadratmeter große «Regent Suite» mit eigenem Spa-Bereich und einem Bett im Wert von 180.000 Euro sein.
Foto: Regent Seven Seas Cruises/dpa-tmn

Das neue Regent-Luxusschiff fährt in seiner Jungfernsaison 2020 in Europa, der Karibik und Nordamerika. Die Premierenfahrt führt im Februar von Barcelona nach Miami. Im Anschluss geht es durch den Panamakanal Richtung US-Westküste und später wieder zurück. Das Schwesterschiff der „Seven Seas Explorer“ fasst 750 Gäste, die ausschließlich in Suiten unterkommen. Highlight ist die 413 Quadratmeter große Regent Suite mit eigenem Spa-Bereich – und einem Bett im Wert von 180 000 Euro.

„Celebrity Apex“ (Celebrity Cruises)

«Celebrity Apex»

Die „Celebrity Apex“ wird als Schwesterschiff der „Celebrity Edge“ gebaut.
Foto: Press Center Celebrity Cruises/dpa-tmn

Die „Celebrity Apex“ ist ein Schwesterschiff der „Celebrity Edge“. Das Schiff für 2910 Passagiere bei Doppelbelegung wird ab April 2020 zunächst im Mittelmeer und dann ab Herbst ab Fort Lauderdale in der Karibik kreuzen.

Global Class 1 (Dream Cruises)

Global Class von Dream Cruises

Eine Maximalbelegung von 9500 Passagieren nennt die Werft für das noch namenlose Schiff der Global Class von Dream Cruises. Fahren wird es vor allem mit asiatischen Gästen.
Foto: MV Werften Wismar GmbH/dpa-tmn

Zwar wird das noch namenlose neue Schiff von Dream Cruises bei den MV Werften in Deutschland gebaut, doch es ist ausschließlich für den asiatischen Markt vorgesehen. Dennoch sind die Zahlen rund um das Schiff beeindruckend: 342 Meter Länge und 5000 Passagiere bei Doppelbelegung. Als Maximalbelegung nennt die Werft sogar 9500 Passagiere. Es wird 2500 Kabinen an Bord geben, 20 Decks haben und sogar Sprach- und Gesichtserkennung wird zum Einsatz kommen. Dass ein solcher Koloss Wasserrutschen und einen Vergnügungspark hat, versteht sich fast schon von selbst.

„Crystal Endeavor“ (Crystal Cruises)

«Crystal Endeavor»

Helikopter und U-Boote hat die „Crystal Endeavor“ an Bord.
Foto: Crystal Cruises/dpa-tmn

Das zweite derzeit bei den MV Werften in Bau befindliche Schiff ist in Sachen Größe genau das Gegenteil: Gerade einmal 200 Passagiere sollen auf dem neuen Expeditionsschiff Platz finden. Helikopter und U-Booten gehören zur Ausstattung. Sechs Gourmet-Restaurants sind geplant.

„Iona“ (P&O Cruises)

«Iona»

Nach einer schottischen Insel benannt: Die «Iona» setzt auf LNG-Antrieb.
Foto: P&O Cruises/dpa-tmn

Ähnlich wie die Schwesterreedereien Aida Cruises oder Costa setzt auch P&O bei seinen Neubauten auf LNG. Das nach einer schottischen Insel benannte Schiff soll im Frühjahr zu seiner Jungfernfahrt nach Norwegen aufbrechen. Gebaut wird es derzeit auf der Meyer Werft in Papenburg.

„Scarlet Lady“ (Virgin Voyages)

«Scarlet Lady»

Richard Branson steigt mit der „Scarlet Lady“ ins Kreuzfahrtgeschäft ein.
Foto: Virgin Voyages/dpa-tmn

Mit der „Scarlet Lady“, die derzeit bei Fincantieri gebaut wird, steigt der Milliardär Richard Branson ins Kreuzfahrtgeschäft ein. Der Name soll an eines der ersten Flugzeuge der Airline Virgin Atlantic erinnern. Die bis zu 2700 Passagiere an Bord reisen von Miami aus in die Karibik.

„Silver Moon“ und „Silver Origin“ (Silversea Cruises)

«Silver Moon»

Platz für 596 Passagiere bietet die „Silver Moon“.
Foto: Foto: Silversea Cruises/dpa-tmn

Im August 2020 soll die „Silver Moon“, ein Schwesterschiff der „Silver Muse“, ausgeliefert werden. Sie bietet Platz für 596 Passagiere. Speziell für die Galapagos-Inseln gebaut wird derzeit die „Silver Origin“, die 100 Passagiere beherbergen kann.

«Silver Origin»

Die „Silver Origin“ wird speziell für die Galapogos-Inseln gebaut.
Foto: Foto: Silversea Cruises/dpa-tmn

„Spirit of Adventure“ (Saga Cruises)

«Spirit of Adventure»

Zweiter Neubau von Saga Cruises: 995 Passagiere sollen auf der „Spirit of Adventure“ Platz finden.
Foto: Saga Cruises/dpa-tmn

Der zweite Neubau des britischen Unternehmens wird derzeit von der Meyer Werft in Papenburg gebaut. 995 Passagiere finden auf dem Schiff Platz, das sich vor allem an Passagiere über 50 richtet.

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„National Geographic Endurance“ (Lindblad Expeditions)

«National Geographic Endurance»

Die „National Geographic Endurance“ ist benannt nach dem Schiff des berühmten Seefahrers Ernest Shackleton.
Foto: Lindblad Expeditions/dpa-tmn

Benannt nach dem Schiff des berühmten Seefahrers Ernest Shackleton bietet das Expeditionsschiff Platz für 126 Passagiere.

Ritz Carlton

Ritz Carlton

Die Hotelkette Ritz Carlton stellt in den kommenden Jahren drei Jachten in Dienst – die erste noch namenlose im Februar 2020.
Foto: Ritz-Carlton Yacht Collection/dpa-tmn

Vom Hotel aufs Wasser – die Hotelkette Ritz Carlton stellt in den kommenden Jahren drei Jachten in Dienst, die erste noch namenlose im Februar 2020. Sie soll bis zu 298 Passagiere fassen. Durch die geringe Größe sind auch Liegeplätze direkt in vielen Stadthäfen möglich. Geplant sind sieben- bis zehntägige Reisen, die miteinander kombiniert werden können.

„Ocean Victory“ (Albatros Expeditions)

«Ocean Victory»

Die „Ocean Victory“ wird ein Schwesterschiff der „Greg Mortimer“. 
Foto: Sunstone Ships Inc./dpa-tmn

Die Auslieferung des Expeditionsschiffs mit 80 Kabinen ist für Herbst 2020 geplant.

„Ultramarine“ (Quark Expeditions)

«Ultramarine»

Fast ausschließlich in der Arktis und Antarktis wird die «Ultramarine» fahren.
Foto: Foto: Quark Expeditions/dpa-tmn

Fast ausschließlich für Fahrten in der Arktis und Antarktis ist das neue Expeditionsschiff des US-Anbieters Quark Expeditions ausgelegt. Besonderheit an Bord sind zwei Helikopter. Start ist in der Saison 2020/21 in der Antarktis.

Ecoship“ (Peace Boat)

Es könnte ein Blick in die Zukunft der Kreuzfahrt sein, angetrieben unter anderem mit Wind- und Sonnenenergie: Die aus Japan stammende NGO Peace Boat will im April 2020 ihr Ecoship an den Start bringen. Der Name ist dabei Programm. Klassische Kreuzfahrten wird es allerdings nicht geben, stattdessen Bildungs- und Forschungsreisen.

„Coral Geographer“ (Coral Expeditions)

«Coral Geographer»

120 Passagiere fasst die „Coral Geographer“ – und fährt vor allem rund um Australien. Sie ist ein Schwesterschiff zur „Coral Adventurer“.
Foto: Coral Expeditions/dpa-tmn

Ganz am Ende des Jahres 2020 soll die „Coral Geographer“ an den Start gehen, ein 120 Passagiere fassendes Expeditionsschiff – das fünfte der australischen Reederei, das vor allem in den dortigen Gewässern fahren wird.

Umweltschutz beim Reisen

Eine Kreuzfahrt gehört, genau wie das Fliegen, zu den besonders umweltschädlichen Reisearten. Das zeigt auch das Kreuzfahrt-Ranking des Deutschen Naturschutzbundes NABU, bei dem regelmäßig etliche Schiffe durchfallen. Am besten man informiert sich vorab, wie sehr das anvisierte Schiff die Umwelt schädigt und wägt dann ab, ob man damit reisen möchte.