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Verkeimte Toiletten, schlechtes Internet, Unpünktlichkeit

ADAC-Test deckt Mängel bei der Deutschen Bahn auf

Deutsche Bahn Test
Der ADAC hat die Deutsche Bahn getestet und das Augenmerk dabei u. a. auf die Pünktlichkeit der Züge und den Zustand der Bordtoiletten gerichtet Foto: dpa Picture Alliance

Keime in den Sanitärräumen, unzureichendes WLAN und unpünktliche Züge – zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt ein Test, den der ADAC bei der Deutschen Bahn durchgeführt hat. Lob gab es aber auch.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) wollte es ganz genau wissen und hat die Qualität von Bahnreisen auf Fernstrecken unter die Lupe genommen. So hat der ADAC, dessen Herz bekanntlich mehr für Autos als für Züge schlägt, seine Tester im vergangenen Sommer 30-mal durch Deutschland fahren lassen. Getestet wurden auf den Fahrten insgesamt fünf Kategorien: Information und Pünktlichkeit, Zustand und Hygiene der sanitären Einrichtungen, Sitz- und Reisekomfort, Personal sowie Handynetz und WLAN. Was bei den Testfahrten im Einzelnen heraus gekommen ist, hat der ADAC am Donnerstag (18. November) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Auffällige Keimbelastung in Zügen

Beim Thema Hygiene etwa sieht der ADAC deutlichen Verbesserungsbedarf: In zwölf Zügen (43 Prozent) gab es eine auffällige Keimbelastung, neun Proben waren sogar potenziell gesundheitsgefährdend. Zwar waren die Toiletten optisch sauber, Türklinken und Toilettenbrillen aber dennoch keimbelastet. Außerdem war in zwei Zügen die barrierefreie Toilette dauerhaft gesperrt.

Deutsche Bahn Test Hygiene
Quelle: ADAC

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ADAC: »Nicht einmal die Hälfte der Züge war pünktlich

Pünktlich waren im Test nicht einmal die Hälfte der Züge (43 Prozent der Züge, also insgesamt zwölf). Sieben hatten maximal sechs Minuten Verspätung, weitere sechs blieben unter 16 Minuten. „Aber bei drei Verbindungen waren die Verspätungen teils sehr viel größer. 92 Minuten nach der eigentlichen Ankunftszeit kam der Zug mit der größten Verspätung an“, schreibt der ADAC. Zwei der ursprünglich 30 geplanten Fahrten konnten die ADAC Tester erst gar nicht antreten, da die Züge gänzlich ausgefallen waren.

Als „gut“ hingegen bewertet der Automobilclub den Bereich „Information“. Alternative Verbindungen seien rechtzeitig angekündigt worden, bei Gleiswechsel oder Verspätungen hätten die Passagiere E-Mails oder Push-Nachrichten erhalten. Lediglich in einem Zug hätte es keine Durchsagen gegeben.

WLAN-Empfang nicht in allen Zügen

Als „durchwachsen“ bezeichnet der ADAC die Ergebnisse in puncto WLAN-Empfang: Fünf Züge (18 Prozent) hatten gar kein WLAN und nur bei knapp der Hälfte der Fahrten hatten die Tester immer guten Empfang. Das Testurteil „gut“ gab es bereits ab 2 Mbit pro Sekunde. Streaming sei mit einer solchen Bandbreite allerdings schlecht möglich, befanden die Tester. Die Handynetz-Qualität hingegen war in vier von zehn Zügen durchwegs gut.

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Gute Noten für Sitz- und Reisekomfort

Gute Noten gab es hingegen in der Kategorie „Sitz- und Reisekomfort“, die die Unterkategorien „Sitzplatzreservierung“, „Ausstattung und Sauberkeit“ sowie das „gastronomische Angebot“ beinhaltet. 19 Züge erhielten hier eine sehr gute Bewertung. Der pandemiebedingte freie Nachbarsitzplatz bei Reservierungen sei im Test immer freigehalten worden und die Unterstützung für Rollstuhlfahrer durch die Bahn auf jeder Fahrt gegeben gewesen. Beim Thema „Gesonderte Ruhe- und Handybereiche“ stellten die Tester allerdings fest, dass diese in der 2. Klasse in IC-Zügen nicht vorhanden waren. Auch auf ein gastronomisches Angebot könnten sich Reisende nicht immer verlassen.

Deutsche Bahn Test
Quelle: ADAC

Lob für Zugbegleiter*innen

Lob fanden die ADAC-Tester dagegen für die Zugbegleiter*innen, „die kompetent und fast immer schnell in den Zügen zu finden waren. Bei den 30 Fahrten konnten die Tester 27-mal die Bestnoten vergeben“, heißt es in der ADAC-Pressemitteilung.

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