Weihnachten nach Hause

Auf diesen Bahnstrecken sollten Sie unbedingt einen Platz reservieren

Besonders auf langen Heimreisen im ICE will niemand gerne stehen
Besonders auf langen Fahrten will im ICE niemand gern stehen
Foto: Getty Images

Zahlreiche Zugverbindungen innerhalb Deutschlands sind um Weihnachten herum schon jetzt voll ausgelastet. Tickets gibt es entweder gar nicht mehr, oder eine Sitzplatzreservierung wird dringend empfohlen. TRAVELBOOK weiß, welche Strecken besonders betroffen sind.

Wer auf bahn.de oder in der App nach Zugfahrten kurz vor Weihnachten sucht, wird oft unterhalb der Verbindung ein Warndreieck sehen. Ist das Symbol grau markiert, bedeutet dies: „Nur noch wenige Plätze frei. Wir empfehlen eine Sitzplatzreservierung“. Ist es rot umrandet, heißt das: „Außergewöhnlich hohes Reisendenaufkommen, eine Mitfahrt kann nicht garantiert werden. Bitte wählen Sie eine andere Verbindung.“ Diese Züge können dann auch nicht mehr gebucht werden.

 

Auf diesem Screenshot für die Strecke Berlin bis Köln am 22.12. sieht man zwei Verbindungen mit einem grauen Ausrufezeichen (diese sind noch buchbar) sowie eine Verbindung, die schon komplett ausgebucht ist

Auf diesem Screenshot für die Strecke Berlin bis Köln am 22.12. sieht man zwei Verbindungen mit einem grauen Ausrufezeichen (diese sind noch buchbar) sowie eine Verbindung, die schon komplett ausgebucht ist. (Stand: 17.12., 15:45 Uhr)
Foto: Screenshot bahn.de /Deutsche Bahn

Damit wolle man, so ein Sprecher der Deutschen Bahn, verhindern, dass Reisende möglicherweise den Zug verlassen müssen oder gar nicht erst zusteigen können. Das könne nämlich tatsächlich passieren, wenn die Auslastungsgrenze erreicht wurde.

Achtung: Wie TRAVELBOOK selbst testete, ist es bei mehreren Verbindungen, bei denen eine Sitzplatzreservierung empfohlen wird, eben das gar nicht mehr möglich. Kommt man zu dem entsprechenden Abschnitt in der Buchung kommt ein Warnhinweis, dass es keine Sitzplätze mehr gebe. Ein Sprecher wies zwar daraufhin, dass dies nur ein vorübergehender Fehler sei, jedoch gab es dieses Problem bei einigen Verbindungen über mehr als 24 Stunden hinweg. Das Risiko, dass diese Strecken stark überlastet sein werden, ist also höher.

Auch interessant: Gepäck im Zug vergessen? So bekommen Sie es zurück!

Obwohl in dieser Verbindung (im oberen Bild mit einem grauen Ausrufezeichen gekennzeichnet) eigentlich eine Reservierung empfohlen wird, sind alle Plätze bereits ausgebucht

Obwohl in dieser Verbindung (im oberen Bild mit einem grauen Ausrufezeichen gekennzeichnet) eigentlich eine Reservierung empfohlen wird, sind alle Plätze bereits ausgebucht
Foto: Screenshot bahn.de / Deutsche Bahn

Wann und wo sollten Sie einen Sitzplatz reservieren?

Besonders voll wird es dieses Jahr am 21. oder 22. Dezember, da der Heiligabend auf einen Montag fällt und dementsprechend viele Reisende bereits am Freitag oder Samstag Richtung Heimat fahren. Schlechte Karten haben dann vor allem jene, die auf den „Hauptverkehrsachsen“ fahren wollen. Eine Sprecherin der Deutschen Bahnbestätigte, dass vor allem folgende Strecken stark nachgefragt sind: Hamburg – Berlin, Berlin – München, Hamburg – Stuttgart und Köln – Frankfurt.

Alles in allem sei die Situation in diesem Jahr aber im Vergleich zu 2017 entspannter, da es wegen des Wochenendes diesmal drei Anreisetage gibt und Reisende gut ausweichen können.

Auch interessant: Wie viel Gepäck darf ich eigentlich mit in die Bahn nehmen?

Welche Tipps gibt es?

Wenn es möglich ist, sollten Reisende auf den 23. oder sogar den 24. Dezember ausweichen. Dort ist die Situation entspannter. Zudem empfiehlt die Deutsche Bahn Verbindungen am frühen Morgen oder späten Abend, da diese meistens auch weniger ausgelastet sind. Eine weitere Möglichkeit: Wenn man in der elektronischen Reiseauskunft das Häkchen „Schnelle Verbindung bevorzugen“ herausnimmt, werden zum Beispiel neben ICE auch verstärkt Intercity-Züge angezeigt oder eine andere Streckenführung angeboten.

Auf „gut Glück“ zu fahren, macht an Weihnachten übrigens im Vergleich zu anderen Tagen wenig Sinn. Während man sonst oft das Glück hat, dass Reisende ihre Sitzplatzreservierung verfallen lassen, passiert das zur Weihnachtszeit fast nie. „An Weihnachten fährt wirklich jeder“, so ein DB-Sprecher. Na dann, gute Fahrt!