Experte rät

Darum sollten Sie Ihre Bordkarte immer auch als Ausdruck dabei haben

Mobile Bordkarten für das Smartphone sind praktisch und mittlerweile gängig - doch sie werden nicht an allen Airports akzeptiert.
Mobile Bordkarten für das Smartphone sind praktisch und mittlerweile gängig - doch sie werden nicht an allen Airports akzeptiert
Foto: Getty Images

Nicht an jedem Flughafen werden digitale Bordkarten auf dem Smartphone akzeptiert. Mit einem ausgedruckten Ticket ist man daher immer auf der sicheren Seite.

Viele Flugpassagiere sind mit mobilen Bordkarten auf dem Smartphone unterwegs. Doch die papierlose Variante kann ihre Tücken haben – manchmal reicht sie am Flughafen nicht aus.

So ist es zum Beispiel am Airport in Marrakesch und an weiteren Flughäfen in Marokko (Agadir, Essaouira, Fès, Nador, Oujda, Rabat und Tanger) nicht möglich, ohne eine von der Airline abgezeichnete und ausgedruckte Bordkarte durch die Sicherheitskontrolle zu gelangen. Passagiere, die mit Handgepäck reisen und eigentlich nicht mehr zum Schalter der Airline müssten, werden kurz vor der Kontrolle mit Schildern darauf hingewiesen.

In den AGB der irischen Billigairline Ryanair werden zudem die griechischen Flughäfen Kefalonia und Volos genannt, bei denen man zuvor online eingecheckt und eine Bordkarte ausgedruckt haben muss. Berechtigt für mobile Bordkarten seien ansonsten alle EU- und EWR-Bürger mit einem entsprechenden gültigen Reisepass oder Personalausweis.

Gebühr kann fällig werden

„Mein Tipp ist generell, die Bordkarte für jeden Flug ausgedruckt mitzunehmen“, sagt der Luftfahrtexperte Cord Schellenberg aus Hamburg. Lediglich dann, wenn man mit einer Fluggesellschaft reise, die Bordkarten am Schalter noch einmal kostenlos ausdruckt, könne man darauf verzichten. Das ist nicht immer der Fall. Bei Billigfliegern müssen Fluggäste in der Regel vorab einchecken. Für das nachträgliche Drucken der Bordkarte am Flughafen wird oft eine Gebühr kassiert.

Was Sie über die mobile Bordkarte wissen sollten

Weitere Gründe

Die selbst ausgedruckte Bordkarte spart im Zweifelsfall nicht nur ärgerliche Extrakosten. Flugreisende sind damit auch auf der sicheren Seite, wenn der Handyakku leer ist oder sich die entsprechende App nicht öffnen lässt.

Schellenberg rät zudem besonders Familien zu Bordkarten auf Papier. Das Boarding sei einfacher, wenn jeder seine eigene Bordkarte in der Hand halte. „Das vermeidet Aufregung am Gate.“ Denn bei der Mobilvariante muss meist das Smartphone weitergereicht werden.