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Was Sie über Visa wissen müssen

Urlaub planen, Reisepass
Für viele Länder der Welt müssen deutsche Urlauber kein Visum mehr beantragen, aber manchmal wird es kompliziert
Foto: Getty Images

Am Visum führt bei Reisen in fremde Länder manchmal kein Weg vorbei. Immer öfter gibt es die Einreisegenehmigungen nur elektronisch. Meist können Touristen sich das Visum selbst beschaffen. Notfalls gibt es auch Hilfe von Profis.

Wer einen deutschen Reisepass besitzt, hat Glück. Denn er kann laut dem aktuellen Passportindex, der 199 Länder verglichen hat, derzeit in 158 Länder visumfrei einreisen. Das ist ein ein Top-Wert. Nur Singapur bringt es noch auf ein Land mehr, auf 159. Am mühsamsten reist man mit Pässen aus Syrien (29), Pakistan, Irak (beide 26) und Afghanistan (22).

Pass sollte mindestens 6 Monate gültig sein

„Über die Jahre hinweg ist es etwas komplizierter geworden“, sagt Katrin Heinzel von der Visum-Agentur Servisum in Berlin. Wer als Tourist in ein ihm unbekanntes Land reist, tut gut daran, sich zunächst über die Visafrage zu informieren. Dann sollte der eigene Pass noch mindestens sechs Monate nach der Einreise gültig sein und wenigstens zwei freie Seite enthalten. Das ist eine gängige Voraussetzung für ein Visum. Außerdem kann ein Passfoto nötig sein.

Elektronische Visaanträge sind meist einfach gestellt

Viele Staaten haben die Visaerteilung digitalisiert. Das ist vor allem für jene Menschen eine gute Nachricht, die weit entfernt von Botschaft oder Konsulat ihres Reiselandes leben. Der elektronische Visumantrag ist im Regelfall einfach gestellt. Voraussetzung ist, dass man weiß, wie man Dateien hochlädt, meist ein Foto sowie eine Kopie der Seiten des Reisepasses mit den Angaben zur Person. Und in vielen Fällen sind Englischkenntnisse erforderlich. „Vor allem die ältere Generation tut sich da oft schwer“, sagt Heinzel.

Ist das Antragsformular ausgefüllt, wird eine Gebühr fällig, die meist per Kreditkarte bezahlt wird. Anschließend kommt per E-Mail die Bestätigung für das Visum, oft ein Papier zum Ausdrucken, auf dem ein Code vermerkt ist. Wird dieses Papier samt Code und Reisepass zum Beispiel nach der Ankunft auf einem Flughafen in Indien vorzeigt, dann sieht der Beamte auf seinem Bildschirm, dass der Besucher ein Visum hat. Damit steht dem Einreisestempel im Pass nichts mehr im Wege.

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Manche Visa sind nur Formsache

In anderen Ländern gibt es Möglichkeiten zur elektronischen Antragstellung, die aber später unvermeidlich zu einem Rendezvous mit einem Konsularbeamten einer Botschaft führen. Und dann gibt es Staaten, in denen das Visum nicht viel mehr als eine Art Eintrittsgebühr für das Land ist: Für Kenia beispielsweise kann man das Visum entweder online beantragen oder nach Ankunft auf dem Flughafen kaufen (Visa on arrival) – eine reine Formalie.

Einige Länder haben Visaantragsstellung an Agenturen übergeben

Noch etwas hat sich geändert. Früher ging man mit seinem Pass zur Konsularabteilung einer Botschaft, füllte ein Antragspapier aus und wartete dann auf den Stempel im Pass. Inzwischen haben auch viele große Reiseländer die Antragstellung für Visa an Vertragsunternehmen vergeben. Ohne ein elektronisch ausgefülltes Formular läuft hier nichts. Deutsche Touristen, die nach China reisen wollen, müssen sich zum Beispiel an eine offizielle Visaagentur wenden.

Eine Fülle von Visa-Agenturen steht auch in Deutschland bereit, um bei der Visabeschaffung zu helfen – für durchaus unterschiedliche Preise. Ihre Kunden sind vor allem Geschäftsleute, die möglichst sofort irgendwohin reisen müssen. Oder Kreuzfahrtreisende, für die gleich mehrere Visa besorgt werden müssen.

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Visa-Vorschriften ändern sich ständig

Anträge, die über Agenturen gestellt werden, werden gelegentlich schneller bearbeitet als andere, sagt Heinzel: „Schon deswegen, weil die von Agenturen ausgefüllten Formulare keine Fragen offenlassen.“ Außerdem habe man über lange Zeit Kontakte zu Botschaften und Konsulaten entwickelt. Wichtig ist stets, sich so gut wie möglich zu informieren. „Denn die Vorschriften ändern sich ständig.“