Wenn's draußen dunkel wird

Darum wird beim Start im Flieger das Licht ausgemacht

Im Flugzeug dreht sich fast alles um die Sicherheit. Zum Beispiel wird bei Start und Landung das Licht ausgestellt. TRAVELBOOK erklärt, warum das so ist.

Bei Start und Landung ist das Licht abgedunkelt im Flieger
Bei Start und Landung ist das Licht abgedunkelt im Flieger
Foto: Getty Images

Jeder, der schon mal nachts oder im Dunkeln geflogen ist, kennt das: Kurz vor dem Start oder der Landung macht jemand das Licht im Flieger aus. Aber warum ist das so?

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Deshalb ist es während nächtlicher Starts und Landungen auch in der Flugzeugkabine dunkel. Die Crew an Bord dimmt das Licht oder schaltet es vollständig aus. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln erklärt: „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.“ Die Kabinenbeleuchtung wird an die äußere Umgebung angepasst. So können sich die Augen der Passagiere und der Crew an die Dunkelheit gewöhnen. Im Ernstfall kann man sich dann schneller orientieren. Das bringt – so die theoretische Überlegung – wertvolle Zeit, sollte das Flugzeug evakuiert werden müssen.

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Licht aus auch in der Küche

Vor dem Abheben oder Aufsetzen wird das Licht also einige Minuten ausgeknipst. Das erledigt ein Mitglied der Kabinencrew, meist der Leitende Flugbegleiter, erklärt das Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig. Die Beleuchtung an den Decken, in der Küche und in den Waschräumen erlischt. Auch Leselampen werden ausgeschaltet. Das Licht zum Lesen können Passagiere aber stets wieder einschalten.

Nach dem Start wird die Kabinenbeleuchtung in der Regel dann wieder hochgefahren, wenn sich die Crew von ihren Plätzen erheben darf.

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Es gibt noch weitere Regeln, die besonders bei Start und Landung befolgt werden müssen. Warum wir uns anschnallen müssen, ist klar: Damit im Falle von Turbulenzen sich niemand verletzt. Aber warum müssen die Fensterblenden immer offen sein? TRAVELBOOK fragte bei Luftfahrtexperte Heinrich Grossbongardt nach.

Darum müssen Fensterblenden geöffnet sein

„Im Falle eines unerwarteten Zwischenfalls oder gar eines Unfalls müssen einerseits die Flugbegleiter ungehindert nach draußen schauen können, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen“, erklärt Grossbongardt. „Zum anderen müssen auch Rettungskräfte dank der geöffneten Fensterläden die Situation im Flugzeug blitzschnell erfassen.“

Alles dreht sich also ums Thema Sicherheit, damit sich die Passagiere auch wohl und eben sicher fühlen.

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