Gar nicht mal so teuer

Abgelegene Design-Hütten mit Polarlicht-Abenteuer

Fordypningsrommet Fleinvær
Von diesen Hütten auf Stelzen kann man die Nordlichter aus dem Bett heraus bewundern
Foto: Pasi Aalto/ TYIN tegnestue / Rintala Eggersson.

Viele Menschen träumen davon, einmal im Leben Polarlichter zu sehen. In Norwegen kann man das jetzt sogar in Designer-Hütten tun, die auf Stelzen auf einer verlassenen Insel nördlich des Polarkreises stehen. Sauna-Haus inklusive.

Fordypningsrommet ist ebenso unaussprechbar wie abgelegen. Die Künstlersiedlung auf einer der 365 Fleinvær-Inseln in Norwegen nördlich des Polarkreises verspricht schroffe, atemberaubende Natur, Einsamkeit und die Möglichkeit sich komplett auf seine Arbeit zu konzentrieren. Der zungenbrecherische Name bedeutet übersetzt: „Raum für tiefere Studien.“ 2016 gründete der Komponist Håvard Lund die kleine Siedlung an einer zerklüfteten Bucht, um kreativen Menschen einen Rückzugsort zu geben.

Zugang zu der Insel hat man nur per Fähre von der norwegischen Stadt Bodø auf dem Festland. Zwei mal am Tag legt hier ein Schiff an. Läden oder andere kommerzielle Geschäfte gibt es auf der Insel nicht, sein Essen muss man selbst mitbringen.

Fordypningsrommet Fleinvær

Alle neun Hütten stehen auf einer Betonsäule, haben einen Blick aufs Meer
Foto: Pasi Aalto/ TYIN tegnestue / Rintala Eggersson.

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Mittlerweile dürfen aber auch Nicht-Künstler die Unterkünfte in Fordypningsrommet mieten. Die beeindrucktesten Gebäude der Siedlung sind neun Hütten, die die in Norwegen sehr bekannten Architekten Tyin Tegnestue und Sami Rintala entworfen haben:  In den Hütten befinden sich vier Schlafräume, eine Gemeinschaftsküche und -bad, ein Konzertraum und eine Sauna am Meer. Nicht jede Hütte besitzt ein eigenes Bad oder eine eigene Toilette – daher müssen Gäste mindestens drei Hütten angemietet werden, um sicher Zugang zu sanitären Einrichtungen zu haben. Laut der Website können in allen Unterkünften zusammen bis maximal 15 Menschen wohnen.

Fordypningsrommet Fleinvær

So sieht ein Schlafraum von innen aus
Foto: Pasi Aalto/ TYIN tegnestue / Rintala Eggersson

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Gar nicht mal so teuer

Als Künstler hat man die Möglichkeit, sich für eine der sechs „Artist in Residence“-Programme im Jahr zu bewerben – dann kann man für eine Woche kostenlos in einer der Hütten wohnen und arbeiten.

Wenn man diese extravagante Idylle komplett bucht und sich mit 14 anderen Menschen teilt, ist die Herberge weit billiger als man denkt: Reserviert man zum Beispiel kurzfristig alle neun Hütten vom 27. bis 29. Januar, zahlt man insgesamt 24.200 norwegische Kronen – umgerechnet 2.455 Euro. Auf 15 Personen verteilt wären das nur etwa 163 Euro pro Person. Nicht gerade teuer für drei Tage Aufenthalt in einer außergewöhnlichen Designer-Unterkunft. Noch dazu im nicht gerade preiswerten Norwegen.

Die Sauna der Siedlung wurde von norwegischen Architektur-Studenten entworfen
Foto: Pasi Aalto/ TYIN tegnestue / Rintala Eggersson.

Polarlichter lösen die Sonne ab

Wer weniger an der Abgeschiedenheit, sondern vor allem an den Nordlichtern interessiert ist, der kann diese ab dem späten August bewundern. Natürlich darf man aber nicht vergessen, dass man nördlich des Polarkreises, wie hier auf den Fleinvaer-Inseln, von Ende November bis Januar kaum oder gar kein Sonnenlicht mehr hat, dafür aber in der ständigen Dunkelheit umso klarer die Aurora und das Sternenlicht bewundern kann. Auf ihrer Website haben die Betreiber ein Zeitraffer-Video hochgeladen, auf dem das Lichtspiel ziemlich gut zu sehen ist.

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