In der Karibik

Dieses Boot serviert Pizza to go in der Karibik

Pizza Pi ist eine Karibik-Attraktion für Pizza-Liebhaber!
Foto: Array

Zwei junge Amerikaner erfüllten sich einen Lebenstraum und eröffneten in einer karibischen Bucht eine Pizzeria auf einem Boot. Eine außergewöhnliche Idee, die so gut ankommt, dass Urlauber über 20 Dollar für eine Pizza zahlen – und diese dann in Paddelbooten essen. TRAVELBOOK erzählt, wie es zu dem Konzept von „Pizza Pi“ kam.

Pizza macht das Leben schöner! Egal wo, egal wann. Das dachten sich auch Tara und Sasha Bouis, als sie ihre Jobs an den Nagel hängten, um in der Karibik eine schwimmende Pizzeria zu eröffnen. Ein Pizza-Boot? Ja genau, Sie haben ganz richtig gelesen! Das junge Pärchen nahm seine Ersparnisse und machte aus einem alten Boot eine schwimmende Pizzeria. Aber fangen wir mal von vorne an!

Tara arbeitete zunächst als Lehrerin in Indiana, Sasha als Programmierer in New York. Unabhängig voneinander wurden die jungen Amerikaner von Sonne, Strand und Meer aus ihren Büros in die Tropen gelockt, wo sie sich kennen lernten. Kurze Zeit später fingen sie an auf einem Schiff zu arbeiten. Sie als Köchin, er als Kapitän.

Alles auf eine Karte

Als die beiden an einem ihrer freien Tage mit dem Boot draußen waren, den Sonnenuntergang genossen und das Leben fast perfekt erschien, fehlte nur eins – Pizza. Doch es war klar, dass ihnen kein Lieferservice die Pizza auf das Boot bringen würde.  Also träumten Tara und Sasha davon, wie es wäre, eine schwimmende Pizzeria zu eröffnen. Das Boot sollte Pizza Pi heißen.

Gesagt, getan! Ein Jahr Planung und unzählige „How to“-YouTube-Videos später, kündigten beide ihre Jobs erneut und kauften mit ihrem Ersparten ein altes Boot. Obwohl die Termiten das Innere fast komplett zerfressen hatten, war der Rumpf noch in Takt und die Motivation der jungen Pizza-Liebhaber groß. „Die größte Herausforderung war es den Ofen auf das Boot zu kriegen“, gestehen sie auf ihrer Website. Doch nach zwei Jahren harter Arbeit schwamm Pizza π (Pi) schließlich im türkis-blauen Wasser der Karibik und war „Open for Business“!

Das Pizza Pi Boot an der Anlegerstelle in St. Thomas.

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Neben der voll ausgestatteten Küche, gibt es einen Schlafbereich, denn Tara und Sasha haben zu Renovierungszeiten auf ihrem Boot gewohnt. „Das kann ich niemandem empfehlen,“ sagte Tara in einem Interview mit Bloomberg. Nach der Eröffnung zogen die Beiden dann auch zurück auf’s Festland.

Pizza auf dem Paddelboot

Verankert ist Pizza Pi bis heute im Christmas Cove, östlich des Inselortes St. Thomas. Gebacken wird nur auf hoher See. Pizza-Liebhaber können sich ihre Pizza dann entweder am Boot abholen, oder auf ihr eigenes Boot liefern lassen.

Schneiden sollte man auf dem Pizza-Boot nur vorsichtig! Wenn mal eine Welle kommt, kann schonmal ein Messer fliegen.

Mittlerweile haben die Gründer Tara und Sasha das Boot an ein amerikanisches Ehepaar verkauft. Heather Samelson und ihr Mann Brian sind im Ruhestand und vor drei Jahren nach St. Thomas gezogen. „Wir leben immer noch hin und wieder in den Staaten. Da mein Mann und ich allerdings schon zu Zeiten unserer Jobs sehr frei in unserer zeitlichen Planung waren, haben wir schon immer gerne und oft Zeit in St. Thomas verbracht,“ erzählt Heather im Interview mit TRAVELBOOK.

Ihre Tochter Becca habe als Aushilfe bei Tara und Sasha gejobbt und ihren Eltern von der schwimmenden Pizzeria erzählt. „So haben wir von Pizza Pi mitbekommen und waren sofort begeistert. Das mussten wir sehen!“, so Heather.

Ja, die Pizza ist SO gut!

Ob das Geschäft läuft? Und wie! Pizza Pi wurde auf Tripadvisor in kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Restaurants in St. Thomas gerankt. Liegt das an der Attraktion selbst, oder ist die Pizza so gut? „Die Pizza ist SO gut!“, sagt Heather lachend. „Wir kommen aus der New Jersey Gegend. Wenn es eins gibt, was wir können, dann ist es Pizza!“ Wenn die Pizzen nicht an Boote in der Nähe oder Veranstaltungen an Land geliefert werden, gehen sie direkt über den Tresen ins Paddelboot. Dafür paddeln täglich Urlauber und Anwohner extra zum Christmas Cove.

Auf Paddelbooten, statt an Tischen essen hier die Gäste ihre Pizza.

Was der Spaß kostet, steht zwar nicht auf der Website, die neue Besitzerin verrät es  TRAELBOOK aber trotzdem: „In der Regel kosten die Pizzen zwischen 20 und 30 Dollar.“ Ganz schön teuer für eine Pizza – allerdings definitiv ein Highlight für jeden Pizza-Gourmet.