Nach Uluru-Kletter-Verbot

Australiens Indigene fordern Schließung von weiteren heiligen Bergen

Mount Beerwah in Australien
Mount Beerwah ist ein den Aborigines heiliger Berg in Australien
Foto: Getty Images

Beim Uluru soll nicht Schluss sein: Auch die Ureinwohner von Australiens Sunshine Coast wollen jetzt einen heiligen Berg für Besucher sperren lassen. Der Staat reagiert bisher jedoch auf das Gesuch eher verhalten.

„Ich bin dagegen, dass Menschen auf diesen Berg klettern“, sagte Jinibara-Sprecher Ken Murphy „7News“. „Für uns ist das ein heiliger Ort, und das wird er immer sein. Ich würde es gerne sehen, dass er für immer gesperrt wird.“ Die Chancen dafür stehen laut „The Courier-Mail“ aktuell allerdings schlecht – demnach sagte Annastacia Palaszczuk, Premier des Bundesstaates Queensland dem Blatt: „Während die rechtmäßigen Besitzer des Landes (die Ureinwohner, Anm. d. Red.) Bedenken geäußert und vorgeschlagen haben, den Berg für Kletterer zu schließen, hat unser Department keine Pläne, so etwas zu tun.“

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Weitere Verbote gefordert

Man berate sich aber regelmäßig mit den Ureinwohnern, um kulturell wichtige Stätten entsprechend zu schützen. Laut Ken Murphy kämpften die Jinibara, genau wie die Anangu vor ihnen, bereits seit Jahrzehnten für eine Schließung des Mount Beerwah, der zur Kette der sogenannten Glasshouse Mountains gehört. „Es ist ein Mutter-Berg, ein heiliger Ort. Immer wieder sieht man Kletterer, die Löcher in sie bohren und ihr Narben zufügen.“

Auch die Kabi Kabi-Aborigines fordern im Zuge des Uluru-Erfolges, der für sie heilige Berg Mount Coolum möge nun ebenfalls geschlossen werden. Das Kletter-Verbot für Australiens bekanntesten Berg, den Uluru oder Ayers Rock, war am 26. Oktober 2019 inkraft getreten – exakt 34. Jahre, nachdem Australien das Gebiet, auf dem er steht, den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben hatte.

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