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Auf den Kleinen Antillen

Anguilla – die Karibikinsel der Promis

Traumstrand auf Anguilla
33 Traumstrände findet man auf Anguilla – das lockt natürlich auch zahlreiche Promis anFoto: Getty Images

Für Backpacker ist die Insel zu teuer, für Promis nicht. Schon Sharon Stone, Claudia Schiffer, Dustin Hoffman und Janet Jackson waren auf Anguilla. Auch die Queen höchstpersönlich ließ sich einen Besuch der karibischen Insel nicht nehmen. Eine Ortsbegehung.

Königin Elizabeth II. kam nicht wegen der 33 weißen Puderzuckerstrände. Sie reiste als Staatsoberhaupt zur Visite auf ihre Insel Anguilla. Beim Empfang für Ihre Majestät hatte der damalige Chiefminister Emile Gumbs große Mühe, wenigstens 30 Inselbewohner zur offiziellen Begrüßung mit der Queen zu bewegen. Das war im Jahr 1994.

Auch heute noch schätzen die meisten Anguillaner ihre Queen und Besuche von Promis wie Quincy Jones, Shaquille O’Neal und Denzel Washington – denn die sind gut für das Image. Um Autogramme bitten die Bewohner selten. Janet Jackson wurde schon ohne Bodyguard im Supermarkt gesichtet.

Küste auf Anguilla
Beschaulich geht es auf Anguilla zu. Vor allem gutbetuchte Urlauber zieht es auf die Karibik-InselFoto: Getty Images

Die meisten Hotels und Edelvillen liegen im reicheren Westen der gerade mal 16 Kilometer langen und 5 Kilometer breiten Insel. Im Osten leben mehr Einheimische. Dort gibt es auch mehr Supermärkte, Rum-Bars und Kirchen. Faszinierende Strände gibt es auf Anguilla indes überall. Daneben bietet die Koralleninsel viel Buschwerk, ein paar Feuerbäume, Nadelhölzer, Muschelkalk und Felsen. In Gärten sprießen Bougainvillea, Hibiskus, Oleander. Es gibt keine Papageien, dafür Möwen und Kolibris.

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Little Bay, Anguilla
Anguilla bietet wunderschöne Strände, dazu zählt auch Little Bay Foto: Getty Images

Das Heritage Museum des Historikers Colville Petty in East End zeigt Zeugnisse von Anguillas unblutiger Revolution. 1967 verjagten die Einwohner die Polizisten des ungeliebten, dominanten Nachbarn St. Kitts, ebenfalls britisch. „Das hat unsere Menschen zusätzlich stolz gemacht“, sagt Petty.

1969 lächelte die Welt über Großbritanniens Invasion in Anguilla. Wie es auf dem Eiland wirklich zuging, war in London damals wohl unbekannt. Die Inselbewohner begrüßten die Soldaten freundlich, wollten unter der Krone bleiben, aber weg von St. Kitts. Das haben sie erreicht. Dann halfen die Briten beim Schul- und Straßenbau.

Brexit könnte Anguilla schaden

Heute kämpft die kleine Insel mit vielen Problemen, der Hurrikan „Irma“ zerstörte Häuser. Die unterstützte Anguilla mit Finanzmitteln beim Wiederaufbau – und nun droht der Brexit. Was aus Anguilla wird, ist unklar. Viele Insulaner befürchten, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU auch dem Tourismus schaden wird, zumal viele Urlauber dann von St. Martin kommend, wo der nördliche Teil französisch und der südliche niederländisch ist, Grenzkontrollen erwarten würden.

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Anreise: Mit Air France und KLM über Paris oder Amsterdam nach St. Martin. Von dort weiter mit dem Flugzeug oder mit der Fähre.

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