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Urlaub in der Karibik

Reisetipps für Bonaire – Inselparadies für Taucher und Natur-Fans

Bonaire Sorobon Beach
Seichtes, türkisblaues Meer und feiner Sand: Am Sorobon Beach auf Bonaire kommt echtes Karibik-Feeleing aufFoto: Getty Images

Die Karibik-Insel Bonaire bietet das, wonach sich viele Urlauber sehnen: weiße Strände, erstklassige Tauchgebiete, viel Grün und ein beinahe ganzjähriges trockenes Klima.

Auf den Kleinen Antillen geht das Alphabet so: „A“ steht für Aruba, „B“ für Bonaire, „C“ für Curaçao. So liegt es nahe, dass die drei Inseln ABC-Inseln genannt werden. Bonaire ist die zweitgrößte – und ein wahres Paradies. Nur etwa 15.000 Menschen leben auf dem 288 Quadratkilometer großen Eiland im Karibischen Meer, das seit Auflösung der Niederländischen Antillen als „Besondere Gemeinde“ der Niederlande gilt und wie Trinidad und Tobago zu den „Inseln unter dem Winde“ zählt. TRAVELBOOK hat die besten Reisetipps für Bonaire.

Eroberer und Sklaven auf Bonaire

Ihren Namen verdankt die vor der Küste Venezuelas gelegene Karibik-Insel Bonaire den ersten Siedlern, die ihre neue Heimat „Bonay“ („Tiefes Land“) nannten. Das blieb nicht der einzige Name. Die Spanier, die 1499 auf der Insel ankamen, tauften sie und die anderen ABC-Inseln wenig respektvoll „Islas Inútiles“ – nutzlose Inseln. Vermutlich hatten sie mit Bodenschätzen gerechnet und wurden enttäuscht.

Auch „Islas Gigantes“, Inseln der Riesen, war einige Zeit lang ein geläufiger Name für die ABC-Inseln –die ursprünglichen Einwohner waren deutlich größer als die Eroberer, was den Inseln diesen Namen einbrachte. Ihre Größe brachte den Ureinwohnern allerdings wenig, denn bis 1515 wurden alle als Sklaven nach Hispaniola gebracht, auf der heute die Staaten Haiti und Dominikanische Republik liegen. Einige von ihnen durften später zurückkehren und Vieh züchten.

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Salz lockte die Niederländer auf die Insel

Nach den Spaniern, die die erste Siedlung Rincón gründeten und hauptsächlich mit Kriegsgefangenen und Verurteilten besiedelten, kamen 1633 die Niederländer nach Bonaire. Die günstige Lage lockte sie ebenso wie das Salz, das es dort gab. Sie bauten die Salinen aus und brachten das Salz als Konservierungsmittel, aber auch als Zutat für Delfter Keramik und Leerdamer Glas in die Niederlande. Den Niederländern folgten wieder die Spanier, später die Engländer, und 1816 wurde Bonaire endgültig niederländisch. Die Niederländischen Antillen sind heute Vergangenheit, aber Bonaire wurde zu der schon erwähnten „Besonderen Gemeinde“ der Niederlande.

Reisetipps: Strände und Tauchen auf Bonaire

Wer die Insel, die etwa 700 Kilometer von Grenada und 725 Kilometer von der Dominikanischen Republik entfernt ist, heute besucht, dem kommt der alte Name „Nutzlose Inseln“ sehr merkwürdig vor. Denn vor einem erstreckt sich ein Paradies mit einer Kakteenwüste im Süden, verlassenen Plantagen und grünen Hügeln. Nicht zu vergessen die herrlichen Strände wie 1000 Steps, Sorobon Beach der Lac Bay sowie die 86 spektakulären Tauchgebiete.

Sorobon Beach Bonaire
Sorobon BeachFoto: Getty Images
Lac Bay Bonaire
Lac BayFoto: dpa Picture Alliance

Der 1971 gegründete Bonaire Marine Park zum Beispiel zählt zu den besten Tauchgebieten der Welt. Strenge Schutzregeln sorgen dafür, dass die sensible Unterwasserwelt erhalten bleibt. Immerhin bringen Tauchtouristen der Insel viel Geld ein. Bekannte Tauchspots sind 1000 Steps im Norden, Angel City im Süden und das Wrack des Schmugglerschiffes Hilma Hooker, die 1984 mit 11.000 Kilogramm Marihuana an Bord am Hafen der Inselhauptstadt Kralendijk ankam und schließlich nahe der Salzminen und Atlantis Beach versenkt wurde.

Tauchen Bonaire
Die bunte Unterwasserwelt rund um Bonaire lockt viele Taucher anFoto: Getty Images

Salinen und Flamingos

Noch mehr Reisetipps für Bonaire gefällig? Der Süden mit den eindrucksvollen Kakteen ist das Gebiet, in dem die Salinen zu finden sind. Winzige Hütten erinnern daran, dass dort früher Sklaven hausten, die in den Salinen arbeiten mussten. Auch heute noch wird im Süden Bonaires Salz gewonnen. Diese Gebiete locken Flamingos an, die man zum Beispiel im Salzsee namens Gotomeer gut beobachten kann. Manchmal stehen sie zu Tausenden im flachen Wasser.

Salinen Bonaire
Salinen im Süden von BonaireFoto: dpa Picture Alliance
Flamingos Bonaire
Wer schon immer mal Flamingos aus nächster Nähe beobachten wollte, ist auf Bonaire richtigFoto: Getty Images

Bonaire hat auch wilde Küsten mit schroffen Felsen, zwischen denen es einige herrliche Sandbuchten gibt. Und wer unterwegs einen Esel trifft, der sollte sich nicht wundern. Denn überall auf der Insel gibt es wilde Esel. Viele davon, vor allem kranke oder verwaiste Tiere, wurden allerdings inzwischen ins Donkey Sanctuary nahe dem Flughafen Flamingo Airport gebracht. In der Station kann man sie täglich zwischen 10 und 17 Uhr besuchen.

Esel Bonaire
Eine Gruppe wilder Esel auf BonaireFoto: dpa Picture Alliance

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Reiseinfos für Bonaire

Reisezeit

Bonaire hat ein tropisches-trockenes Klima und ist daher ein beinahe ganzjähriges Urlaubsziel. Vorwiegend leichte Niederschlägen können in der Zeit zwischen Oktober und Januar auftreten, wobei der meiste Regen in den Monaten November bis Dezember fällt.

Die Temperaturen auf Bonaire bewegen sich das ganze Jahr über zwischen 30 und 33 Grad Celsius, die Wassertemperatur liegt ebenfalls ganzjährig zwischen badewannenwarmen 26 bis 29 Grad.

Anreise nach Bonaire

Flüge nach Bonaire gibt es beispielsweise mit KLM ab Frankfurt via Amsterdam und Aruba. Die Flugzeit beträgt inklusive Zwischenstopps etwa 14,5 Stunden. Direktflüge nach Bonaire gibt es derzeit nur von den USA, u. a. mit American Airlines, United oder Delta.

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Bonaire einen für den Zeitraum ihres Aufenthalts gültigen Reisepass. Ein Visum ist hingegen nicht erforderlich. Stets aktuelle Infos zu den Einreisebestimmungen finden sich auf der Webseite der Tourismusbehörde von Bonaire.

Aktuelle Corona-Lage auf Bonaire

Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande. Bonaire wie auch Aruba und Curaçao gelten seit dem 27. Juli als Hochrisikogebiete.

Lage von Bonaire

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(Text: Silke Böttcher)

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