Die Heimatinsel von Cristiano Ronaldo

Warum sich ein Urlaub auf Madeira unbedingt lohnt

Madeira
Madeira ist ein Naturparadies und trägt nicht umsonst den Beinamen Blumeninsel.
Foto: Getty Images

Insel des ewigen Frühlings, Garten Europas: Madeira hat viele Beinamen. Zutreffend sind sie alle. Denn auch wenn die portugiesische Atlantikinsel nur 740 Quadratkilometer groß ist – sie bietet Abwechslung auf kleinstem Raum.

Innerhalb weniger Kilometer finden sich imposante Berge, farbenfrohe Gärten mit exotischen Blumen und schroffe Klippen. Bedingt durch den Golfstrom ist das Wetter ganzjährig mild. 2017 wurde zum dritten Mal in Folge bei den renommierten World Travel Awards als „bestes Inselreiseziel der Welt“ ausgezeichnet.

Die Vulkaninsel vor der Küste Westafrikas feiert ab diesem Jahr das 600. Jubiläum ihrer Entdeckung. Zwar wurde Madeira schon im 6. Jahrhundert vor Christus von den Phöniziern entdeckt. Doch 1418 landete der Portugiese Joao Goncalves Zarco nach einem Sturm auf Madeiras Nachbarinsel und nannte sie aus Dankbarkeit Porto Santo, Heiliger Hafen. Ein Jahr später nahm der Seefahrer dann auch die Hauptinsel Madeira für Portugal in Besitz.

Das beste All-Inclusive-Resort Europas ist …

Der König von Madeira

So lockt Madeira in diesem Jahr und 2019 mit zahlreichen Events, Ausstellungen und Volksfesten. Der berühmteste Sohn der Insel ist Cristiano Ronaldo. „Madeira kann jedem etwas bieten. Die Insel hat so viele wunderschöne Orte“, erklärt der Fußballprofi. „Das ganze Jahr herrscht ein angenehm mildes Klima, die Qualität der Hotels und Dienstleistungen ist enorm hoch, die Infrastruktur ausgezeichnet. Madeira ist zudem ein sehr sicheres Reiseziel.“ Nach Madeira kommen Wanderer, Taucher, Badegäste, Gourmets und Kulturbegeisterte.

Ronaldo ist quasi der König von Madeira. Und mit Sicherheit die beste und zudem noch globale Werbung für seine Heimatinsel. Das wird schon direkt bei der Ankunft klar: „Wir sind soeben auf dem Internationalen Flughafen Madeira – Cristiano Ronaldo gelandet“, sagt die Flugbegleiterin. Im vergangenen Jahr weihte der fünfmalige Weltfußballer den Flughafen in Funchal höchstpersönlich auf seinen eigenen Namen um. Bevor Urlauber zum Hotel aufbrechen, muss noch schnell das obligatorische Foto mit der weltberühmten Ronaldo-Büste am Flughafenausgang gemacht werden. Leider geriet sie derart daneben, dass der entstellte Bronzekopf viel Spott hervorrief.

Ronaldos Cousin Nuno Viveiros

Cristiano Ronaldos Cousin Nuno Viveiros leitet das CR7-Museum auf Madeira
Foto: dpa /  Manuel Meyer

Die wenigsten fliegen nach Madeira, um die Insel auf den Spuren Ronaldos kennenzulernen. „Doch viele Urlauber wurden erst auf Madeira aufmerksam, weil sie hörten, dass Ronaldo von hier stammt“, sagt Nuno Viveiros vom CR7-Museum. Ronaldos Namenskürzel und seine Rückennummer sind ein Touristen-Magnet. „Wir sind mittlerweile das am meisten besuchte Museum auf der Insel“, sagt Viveiros, der auch Ronalds Cousin ist. Bereits 250.000 Besucher haben sich dessen Pokal- und Trophäensammlung angeschaut. Fans können auch signierte Trikots und Fan-Post aus aller Welt bestaunen. Die Fußballschuhe des Profis sind in beleuchteten Vitrinen ausgestellt wie wertvolle Kunstwerke.

Gleich neben dem Museum befindet sich Ronaldos neues „Pestana CR7 Hotel“. Das Vier-Sterne-Haus gehört zu den modernsten und angesagtesten der Insel. Stylisch, toller Infinity-Pool. Die Rooftop-Bar bietet einen herrlichen Blick auf den Kreuzfahrthafen. Man muss es aber mögen, unter Ronaldo-Gemälden zu schlafen.

Die besten Tipps für Madeira

Die Hauptstadt Funchal

Doch Madeira ist viel mehr als ein Ronaldo-Themenpark. Ausgangspunkt jeder Madeira-Reise ist die Hauptstadt Funchal. Unbedingt angucken: den „Mercado dos Lavradores“. Die zweistöckige Markthalle im Herzen der Stadt ist vor allem eines: bunt. Es duftet nach Tausenden Blumen und exotischen Früchten. Souvenirjäger finden dort die traditionellen Korbwaren – das beliebteste Madeira-Mitbringsel.

Außerdem gibt es fangfrischen Fisch, darunter auch den Schwarzen Degenfisch, eine Spezialität der Insel. Der goldbraune Fisch lebt in rund 1000 Meter Tiefe. Erst wenn ihn die Fischer nach oben ziehen, färbt er sich durch den Druckverlust pechschwarz. Immer montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr, samstags von 7 bis 14 Uhr an der Rua Latino Coelho. Ganz in der Nähe startet die 15-minütige Seilbahnfahrt nach Monte , einem Städtchen hoch über Funchal. Tgl. 9.30 bis 17.45 Uhr, Hin- und Rückfahrt 16 Euro.

Funchal, Madeira

Blick über Madeiras schöne Hauptstadt Funchal
Foto: Getty Images

Am Fuße der Kirche Nossa Senhora do Monte reihen sich die Korbschlitten auf, in denen Touristen von Lenkern etwa zwei Kilometer abwärts Richtung Tal geschoben werden. Eine Mordsgaudi (ca. 25 Euro pro Person im Doppelsitzer). Durchatmen können Sie danach im Jardím Tropical Monte Palace . Der exotische Garten bietet Erholung zwischen farbenfrohen Blumen, Koi-Karpfen-Teichen und Kunst, täglich von 9.30 bis 18 Uhr .

Schwimmen im Lavapool

Ein echtes Erlebnis ist das Bad im Naturschwimmbad Piscinas Naturais in Porto Moniz . Das Schwimmbecken liegt zwischen Lavafelsen, den Boden des Beckens bildet unebener Naturstein. Gespeist wird der Lavapool aus dem Atlantik, bei Wellengang spritzt Schwimmern die Gischt über die Mauer hinweg direkt ins Gesicht. Ganzjährig geöffnet, Eintritt 1,50 Euro.

Levada-Wanderungen

Rund 2000 Kilometer Wanderwege durchziehen die Insel, immer an den „Levada“ genannten Bewässerungsgräben entlang. Die Wege führen durch dichte Wälder, vorbei an Wasserfällen und zu atemberaubenden Aussichtspunkten.

Selbst für Wander-Muffel gibt es kurze, einfache Spazierwege, an deren Ziel Sie durch einen sensationellen Ausblick belohnt werden, zum Beispiel von Ribeiro Frio (1,5 km) zum Aussichtspunkt Balcões (dt. Balkone). Am Ziel angekommen, blickt man etliche hundert Meter in die Tiefe eines üppig grünen Tals. Wenn Ihnen dabei schwindelig wird, schauen Sie geradeaus – direkt auf die höchsten Berge der Insel, darunter den Gipfel des Pico Ruivo (1861 m).

Levadas, Madeira

Entlang der Levadas, schmalen Wegen, die an alten Bewässerungskanälen entlanglaufen, führt der Wanderweg von Queimadas durch den Naturpark zum Caldeirao Verde – mit spektakulären Ausblicken
Foto: Getty Images

Über den Wolken

Die Hochebene Paul da Serra liegt etwa 1400 bis 1500 Meter hoch und ist oft sehr windig und neblig. Dort oben gibt es nur wenig Bäume. Die Landschaft erinnert an die schottischen Highlands, die Stille ist beeindruckend. Menschen trifft man entlang der Straßen selten, nur weidende Kuhherden. Ein perfektes Ausflugsziel, um richtig zur Ruhe zu kommen.

Der karge Osten

Nahezu unberührt ist der Ostzipfel von Madeira, die Landzunge Ponta de São Lourenço. Dort bricht sich die Brandung an schroffen Klippen, es gibt wenig Vegetation und ein schier endlos langer Weg führt durch rotbraunes Gestein. Die Landschaft bietet einen unwirklichen Kontrast zum grünen Rest der Insel und gibt gleichzeitig den Blick auf den Atlantik und faszinierende Gesteinsformationen frei.

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Für Schwindelfreie

Für Mutige lohnt sich ein Besuch des Cabo Girão in der Nähe der Ortschaft Câmara de Lobos. Fast senkrecht fällt dort die Klippe zum Meer hinab – 580 Meter in die Tiefe! Damit ist das Kap eines der höchsten Europas. Wer sich traut, in den Abgrund zu spähen, entdeckt in der Tiefe terrassenförmig angelegte Felder im Gestein.

Essen und Trinken

Auch Madeiras Küche ist eine Entdeckung. „Wenige kommen mit hohen gastronomischen Erwartungen“, räumt Mario Jardim Fernandes ein, der Urlaubern Köstlichkeiten auf seiner Finca Faja dos Padres auftischt. „Doch die meisten geben hinterher das Essen als einen der Gründe an, nach Madeira zurückkommen zu wollen“, sagt er. Die Finca mit Restaurant und Ferienwohnungen war bis vor kurzem nur per Boot erreichbar. 300 Meter hohe Steilklippen isolierten die Langzunge, bis 2016 ein Gondel-Lift installiert wurde. Das Restaurant ist inselweit für seinen frischen Fisch und die Napfmuscheln bekannt. Dazu das Nationalgetränk „Poncha“ probieren, eine Mischung aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronensaft. Prost!

 

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