Corona-Lage in Frankreich

Die Corona-Lage in Frankreich – Infos für Urlauber

Mittlerweile müssen in den meisten französischen Städten, wie hier auf der berühmten Brücke Pont Neuf in Paris, auch im Freien Masken getragen werden
Mittlerweile müssen in den meisten französischen Städten, wie hier auf der berühmten Brücke Pont Neuf in Paris, auch im Freien Masken getragen werden
Foto: Getty Images

In Frankreich wird die Corona-Lage zunehmend ernster, viele Départments sind nun „rote Zonen“. Für welche Regionen aktuell eine Reisewarnung gilt und ob Urlaub am Mittelmeer, in der Provence oder in Marseille oder Paris noch möglich ist –  TRAVELBOOK berichtet.

Frankreich wurde von der Corona-Pandemie bisher schwer getroffen. Den Expertinnen und Experten macht derzeit vor allem Sorge, dass sich besonders viele junge Menschen mit dem Virus infizieren, aber keine oder kaum Symptome haben. Diese könnten dann wiederum ältere Menschen anstecken.

8577 Menschen infizierten sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus, das ist der zweitgrößte Zuwachs seit Beginn der Krise in dem Land. Die französische Regierung hat mittlerweile 28 der 100 französischen Verwaltungsbezirke als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Sie gelten nun als „rote Zonen“, in denen das Virus „aktiv zirkuliert“.

Reisewarnung ausgeweitet

Bereits bestehende Reisewarnungen für Teile von Frankreich wurden nun nochmals ausgeweitet. Demnach wird nun wegen der hohen Infektionszahlen auch vor Reisen nach Korsika sowie in die Regionen Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d’Azur, Auvergne-Rhônes-Alpes, Occitanie und Nouvelle-Aquitaine gewarnt. Zuvor galten wegen der gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen bereits Reisewarnungen für die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur an der Mittelmeerküste.

Was Sie bei der Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet beachten sollten, lesen Sie hier. 

 

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Aktuelle Corona-Maßnahmen in Frankreich

Maskenpflicht

In Frankreich gilt an vielen Orten Maskenpflicht. Alle, die älter als elf Jahre sind, müssen in Flugzeugen, Zügen, Bussen, Bahnhöfen, Flughäfen, Bushaltestellen, Taxis und Sammeltaxis Masken tragen. Außerdem gilt Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, die öffentlich zugänglich sind. Dazu gehören: Museen, Banken, Geschäfte, überdachte Märkte und Sehenswürdigkeiten.

Mittlerweile gilt in fast allen französischen Städten die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung sogar im Freien an öffentlichen Orten, wie TRAVELBOOK berichtete. Die Pflicht gilt überall, außer beim Joggen und Radfahren.

 

Grundsätzlich sind die Beschränkungen je nach Stadt und Region unterschiedlich, deswegen empfiehlt das Auswärtige Amt, auf örtliche Hinweise (Aushänge o.ä.) zu achten. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro bis hin zu 3700 Euro rechnen.

Wichtig: Gesichtsvisiere gelten in Frankreich nicht als Mund-Nasen-Schutz.

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Beschränkungen von öffentlichen Orten

Wieder geöffnet haben Gastronomiebetriebe, allerdings nur, wenn sie einen Sicherheitsabstand von einem Meter gewährleisten können. Auch Museen dürfen teilweise wieder öffnen, allerdings müssen oft Eintrittskarten vorab für bestimmte Zeitslots gebucht werden. Parks, Gärten, Seen, Strände und Gewässer sind zwar wieder zugänglich, es muss jedoch weiterhin der Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Immer noch geschlossen sind Konzertsäle, Vergnügungsparks und Diskotheken. Auch Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern sind bis September 2020 landesweit nicht erlaubt.