Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
StartseiteZieleLänder

Diese Weltkarte zeigt Risiko-Länder für Urlauber 2023

Globaler Sicherheitsüberblick

Weltkarte zeigt die Länder mit dem größten Risiko für Reisende 2023

Risk Map von A3M
Die aktuelle Risk Map von A3M zeigt die Risiko-Länder 2023 auf einer WeltkarteFoto: A3M Global Monitoring

Wo sind Reisende besonders gefährdet, überfallen, verschleppt oder – ohne echte Gesetzesgrundlage – festgenommen zu werden? Wo drohen Naturkatastrophen von schwerem Ausmaß? In einer übersichtlichen Weltkarte geben die Krisenspezialisten von A3M über die Risiko-Länder 2023 Auskunft. TRAVELBOOK fasst zusammen.

Die A3M Global Monitoring GmbH mit Standorten in Tübingen, Hamburg und Berlin nutzt verschiedene Werkzeuge (u. a. Frühwarnsysteme) und überwacht konstant die globale Nachrichtenlage zum Ziel des weltweiten Krisenmanagements. An den gesammelten und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellten Informationen orientieren sich etwa Reiseanbieter. In einer aktuellen Weltkarte zeigen die Experten farblich auf, in welchen Risiko-Ländern 2023 Reisende besonderen Gefahren ausgesetzt sind.

Auch interessant: 7 Dinge, die mich auf meiner ersten Thailand-Reise überrascht haben

Weltkarte über Risiko-Länder 2023

Erklärung der farblichen Kategorien

Die Sicherheitssituation in den verschiedenen Ländern ist auf der Weltkarte mit insgesamt vier verschiedenen Farbtönen dargestellt. In einer Pressemitteilung von AM3 ist nachzulesen, wie genau diese zu deuten sind.

  • Dunkelgrün: sehr geringes Risiko
    Reisen in diese Länder seien ohne Einschränkungen möglich und „grundsätzlich mit sehr geringen Risiken verbunden“. Es komme allenfalls selten zu Gewaltkriminalität gegen Reisende. Weiterhin sei mit Gefahren durch Naturkatastrophen oder für die eigene Gesundheit nicht zu rechnen, und falls doch, das Gesundheitssystem zuverlässig. Auch Infrastruktur und Transportmöglichkeiten seien von hohem Standard.
  • Hellgrün: geringes Risiko
    Die Länder seien mit allenfalls wenig Einschränkungen zu bereisen. In verschiedenen landspezifischen Kategorien sei unter Umständen mit gewissen Risiken zu rechnen, über die Reisende sich im Vorfeld informieren könnten (z. B. Streiks, Naturgefahren, Tropenkrankheiten oder Gewaltkriminalität).
  • Gelb: erhöhtes Risiko
    Reisende könnten das Land AM3 zufolge ohne weitreichende Vorkehrungen bereisen, seien vor Ort jedoch einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Diese könnten etwa aus gesundheitlichen Problemen oder politischen Unruhen resultieren, es werden aber auch „Spezialrisiken“ erwähnt. Vor einer Reise in gelb markierte Länder sollte man sich anhand von Lagebeschreibungen und Verhaltensanweisungen über die konkreten Risiken vor Ort informieren.
  • Orange: hohes Risiko
    In orange dargestellte Länder seien Reisen nur mit größeren Einschränkungen möglich und erforderten umfangreiche Vorkehrungen. Die Krisenspezialisten nennen die Gefahr von u. a. Gewaltkriminalität sowie Terroristenorganisationen und empfehlen ein Sicherheitskonzept, sollte sich ein Aufenthalt nicht vermeiden lassen.
  • Rot: sehr hohes Risiko
    Diese Länder lassen sich „nur mit erheblichen Einschränkungen oder gar nicht bereisen“. Die Experten raten dringend davon ab, es zu probieren. Es sei dort mit Gefahren durch beispielsweise eine sehr angespannte politische Lage, Gewaltkriminalität und ein schlechtes Gesundheitssystem zu rechnen.

Auch interessant: Die gefährlichsten (und sichersten) Länder 2023

Folgen der Unruhen im Iran und des Ukraine-Kriegs

Wie die Risk Map zeigt, setzen sich Reisende im Iran dem größten Risiko aus – eine logische Konsequenz aus den Protesten gegen das Regime und gewaltsamen Festnahmen im Land. Ebenso hatte der Ukraine-Krieg in den vergangenen Monaten Folgen für die Sicherheitsverteilung auf der Welt. In Russland bestehe „ein erhöhtes Risiko, etwa durch die Gefahr von Willkür, Festnahmen und Beschuss im Grenzgebiet“. So ist es in der begleitenden Pressemitteilung nachzulesen.

Weißrussland ist (noch) als „gelb“ eingestuft, gehört demnach nicht zu den absoluten Risiko-Ländern 2023, solange es nicht in den Krieg „hineingezogen“ wurde. Ebenso der Kosovo hat laut der Risk Map Sicherheitsstufe Gelb. Doch auch hier könne es jederzeit zu einer Änderung kommen, da Konsequenzen aus dem Konflikt mit Serbien nicht abzusehen sind.

Auch interessant: Ich bin zum ersten Mal 1. Klasse in der Bahn gefahren – mein Fazit

Die humanitäre Lage in Myanmar hat sich zum Ende des Jahres 2022 wieder zugespitzt. Im Nordwesten des asiatischen Landes herrscht seit dem Militärputsch 2020 Chaos, oppositionelles Verhalten und Proteste werden gewaltsam niedergeschlagen, es werden auch Hinrichtungen vorgenommen.

Wo sich die Sicherheitslage noch verschlechtert hat

Weiterhin hat ein Anstieg an Kriminalität die Situation in mehreren süd- und mittelamerikanischen Ländern verschlechtert, darunter der Süden Kolumbiens, Gebiete in Peru und im Nordosten Nicaraguas.

Verbesserung in Äthiopien und im Südosten der Türkei

Mit dem Friedensabkommen zwischen der Regierung und aufständischen Truppen, das im November 2022 unterzeichnet wurde, habe sich den Experten zufolge die Lage in Äthiopien beruhigt – zumindest bis auf Weiteres. Ebenso stellen sie auf der Weltkarte der Risiko-Länder 2023 eine Verbesserung der Lage in den türkischen Regionen Mardin und Diyarbakir dar. Etwaige Zwischenfälle aufgrund der anstehenden Wahlen bleiben jedoch abzuwarten, heißt es in der Pressemitteilung.

Wo Sie besonders sicher sind

Deutschland, die Schweiz, Slowenien, Norwegen und Finnland stechen in Dunkelgrün hervor und zählen somit zu den sichersten Ländern der Weltkarte, ebenso Kanada. Immer noch ein geringes Risiko besteht der Darstellung zufolge in beispielsweise Polen, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden. Weiterhin sind unter anderem Marokko und der Oman sowie die USA und Alaska in Hellgrün dargestellt.

Auf der Webseite von A3M gibt es die gesamte Weltkarte zum Vergrößern und Downloaden.

Themen

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für