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Neue Risk Map

In welche Länder Sie 2026 auf keinen Fall reisen sollten

Die Risiko-Weltkarte (Risk Map) des Analyseunternehmens A3M zeigt, in welchen Ländern Reisende im Jahr 2026 gefährdet sind – und wo nicht
Die Risiko-Weltkarte (Risk Map) des Analyseunternehmens A3M zeigt, in welchen Ländern Reisende im Jahr 2026 gefährdet sind – und wo nicht Foto: A3M
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9. Januar 2026, 17:52 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

In regelmäßigen Abständen veröffentlichen die Hamburger Krisenspezialisten von A3M eine Risikokarte mit einer datenbasierten Einschätzung der weltweiten Sicherheitslage in verschiedenen Kategorien. In den dort als Hochrisikogebiete eingestuften Ländern können demnach erhebliche Gefahren für Leib und Leben bestehen. Sie sollten daher Reisen dorthin in den kommenden Monaten nach Möglichkeit unbedingt vermeiden. TRAVELBOOK geht näher auf die aktuelle Lage ein.

Alle Infos zur Risk Map von A3M

Die Risk Map von A3M ist eine periodisch aktualisierte Sicherheitslandkarte, die den aktuellen Stand der Risikoeinschätzung abbildet. Um sie zu erstellen, nutzen die verantwortlichen Analysten Frühwarnsysteme und verschiedene andere Tools. Mit diesen können sie die weltweite Nachrichtenlage rund um die Uhr strukturiert erfassen und vertiefen. Die Informationen stammen aus rund 500 verschiedenen Quellen, darunter Nachrichtenagenturen sowie Reise- und Sicherheitshinweise von Außenministerien, wie auf der Website zu lesen ist. Aus dieser umfangreichen Datensammlung erstellt A3M eine Weltkarte, die das jeweilige Risiko eines Landes mit verschiedenen Farben darstellt.

Doch was genau macht Orte nun objektiv „gefährlich“? Wie näher auf der Website erklärt ist, basiert die Risikoeinschätzung auf den Faktoren Kriminalitätsrate, Häufigkeit von Demonstrationen und Unruhen sowie dem Risiko von Terrorismus und bewaffneten Konflikten. Daneben fließen Kriterien wie Ein- und Ausreisebestimmungen, Transportmöglichkeiten, Streiks, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Naturgefahren und Umweltaspekte in die Bewertung ein. Auch werden die Sicherheit im wirtschaftlichen Bereich sowie besondere Risiken für bestimmte Gruppen, darunter Personen mit kulturellen Besonderheiten, LSBTI-Personen und weibliche Reisende, berücksichtigt.

Erklärung der farblichen Kategorien

A3M verwendet für die Risiko-Weltkarte fünf Farben – Dunkelgrün, Hellgrün, Gelb, Orange und Rot –, um die Sicherheitssituation in verschiedenen Ländern darzustellen. Dabei wird nicht stets das ganze Land eingefärbt, sondern mitunter spezifische Regionen. Dies ermöglicht eine detaillierte Einschätzung der Risiken und soll Reisenden helfen, potenziell gefährliche Gebiete besser zu erkennen und informierte Entscheidungen zu treffen.

Dunkelgrün: sehr geringes Risiko

In dunkelgrün eingefärbte Länder sind laut Einschätzung von A3M Reisen ohne nennenswerte Einschränkungen möglich und mit sehr geringen Risiken verbunden. Dort sind Gewaltverbrechen gegen Reisende selten und auch mit Naturkatastrophen oder gesundheitlichen Gefahren ist kaum zu rechnen. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, sorgt ein zuverlässiges Gesundheitssystem für Sicherheit. Zudem sind Infrastruktur und Verkehrsanbindung auf hohem Niveau.

Hellgrün: geringes Risiko

Die Länder sind mit wenigen Einschränkungen zu besuchen. Unter Umständen ist jedoch mit milderen Risiken zu rechnen, über die Reisende sich im Vorfeld informieren können (zum Beispiel Streiks, Naturgefahren, Tropenkrankheiten oder Gewaltkriminalität).

Gelb: erhöhtes Risiko

Laut A3M kann man gelb eingefärbte Länder ohne größere Vorsichtsmaßnahmen bereisen. Vor Ort sei man jedoch erhöhten Risiken ausgesetzt. Diese könnten sich z. B. aus gesundheitlichen Problemen oder politischen Unruhen ergeben, es werden aber auch „besondere Risiken“ genannt. Vor einer Reise sollte man sich entsprechend informieren.

Orange: hohes Risiko

In orange markierten Ländern sind Reisen lediglich mit größeren Einschränkungen möglich und erfordern umfangreiche Vorkehrungen. Die Krisenspezialisten nennen unter anderem Gewaltkriminalität und Terrororganisationen als Risikofaktoren.

Rot: sehr hohes Risiko

Diese Länder lassen sich „nur mit erheblichen Einschränkungen oder gar nicht bereisen“, schreibt A3M. Die Experten raten dringend davon ab. Es sei dort mit Gefahren durch beispielsweise eine sehr angespannte politische Lage, Gewaltkriminalität und ein schlechtes Gesundheitssystem zu rechnen.

Die unsichersten Länder 2026 laut Risk Map

Die Karte zeigt Verschiebungen der Risikozonen gegenüber dem Vorjahr. In Lateinamerika sind die größten Verschlechterungen nicht mehr in Mexiko oder Haiti zu finden, sondern in Ecuador und Venezuela. In Afrika liegen die neuen Schwerpunktregionen vor allem an der Ostküste, etwa in Tansania und Mosambik. Gleichzeitig ist im Nahen Osten eine leichte Entspannung sichtbar, wobei die Analysten betonen, dass die Lage weiterhin angespannt ist. Insgesamt verlagern sich die Hotspots, während die extremen Problemländer unverändert kritisch bleiben.

Einige der weltweit unsichersten Regionen bleiben unverändert auf einem sehr hohen Risikoniveau. Dazu zählen Afghanistan, Syrien, der Südsudan, der Irak, Myanmar, die Zentralafrikanische Republik sowie große Teile der Ukraine. Die fortbestehenden Konflikte und strukturellen Krisen in diesen Regionen verhindern eine Verbesserung. Damit bestätigt die Risk Map für 2026, dass bestimmte globale Brennpunkte weiterhin zu den gefährlichsten Reisezielen zählen.

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Länder mit verschlechterten und verbesserten Sicherheitslagen

Während 2025 noch Bolivien, Haiti, Iran, Libanon und Mexiko als negative Beispiele genannt wurden, rücken in der Risk Map für 2026 Guinea-Bissau, Ecuador, Mosambik, Tansania und Venezuela in den Fokus. Auffällig ist dabei der regionale Wandel. So bleibt etwa Lateinamerika eine Risikozone, jedoch mit neuen Schwerpunkten. In Afrika haben sich nun besonders Staaten an der Ostküste destabilisiert.

Die neue Risikokarte liefert auch ermutigende Veränderungen. Während 2025 noch Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Kosovo und Moldau als Länder mit einer spürbaren Verbesserung der Sicherheitslage hervorgehoben wurden, zeigt die neue Risk Map ein deutlich verändertes Bild. Nun zählen Israel, Indien, Pakistan und Madagaskar zu den Staaten, deren Risikoentwicklung sich positiv entwickelt hat. Diese neue Auswahl signalisiert, dass sich die Lage in mehreren geopolitischen Spannungsgebieten überraschend entspannt hat, während frühere positive Trends – etwa im südamerikanischen und osteuropäischen Raum – nicht fortgeführt wurden.

Die sichersten Länder laut Risk Map

Bei den sichersten Ländern auf der Welt hat sich gegenüber der Risk Map für 2025 wenig geändert. Norwegen, Finnland, die Schweiz, Japan, Kanada, Island, Australien und Neuseeland bleiben beständig in der Kategorie „sehr geringes Risiko“, sie sind durchgängig dunkelgrün markiert. Betreffende Länder zeichnen sich durch eine sehr geringe Kriminalitätsrate und stabile politische Rahmenbedingungen aus, die Gesundheitsversorgung ist zuverlässig und die Infrastruktur funktioniert gut.

Deutschland als gering riskant bewertet

Deutschland ist als hellgrün eingestuft, also als Land mit geringem Risiko. Hier hat sich die Lage seit 2024 minimal geändert: Damals galt die Bundesrepublik noch als „sehr sicher“ (dunkelgrün), seit 2025 besteht laut der Risk Map ein „geringes Risiko“. Insgesamt zeigt der Großteil Europas nur minimale Veränderungen. Frankreich, Italien und Spanien waren und sind hellgrün, die Schweiz, Norwegen und Finnland sind weiterhin dunkelgrün dargestellt. Die Ukraine und Belarus sind nach wie vor stark erhöht bzw. sehr hoch risikobehaftet.

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