In London gekürt

Diese deutsche Metropole ist „Europa-Stadt des Jahres“

Menschen vor einer Tram in Leipzig
Leipzig konnte bei der Wahl zur „European City Of The Year 2019“ unter anderem mit seinem Tram-Netz punkten
Foto: Getty Images

Ihr lebendiges Straßenleben, das herausragende Tram-System und das nachhaltige Stadtentwicklungskonzept überzeugten die Jury-Mitglieder der Londoner Academy of Urbanism davon, dass eine Stadt im Osten Deutschlands den Titel „Europäische Stadt des Jahres 2019” verdient.

Das Thema der Preisverleihung lautete in diesem Jahr „Post-Industrial”. Nach diesem Motto zeichnete die Jury Städte aus, die sich nach dem Zusammenbruch ihrer einst dominierenden Industrie zu interessanten Orten entwickelten. Vor der Wende war Leipzig ein wichtiger Standort für den Maschinenbau und das Verlagswesen. Südlich der Stadt wurde Brankohle abgebaut, und es gab eine starke Chemie- und Energiegewinnungsindustrie.

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Knapp vor Nantes und Zürich

Leipzig lieferte sich bei der Auszeichnung zur Europäischen Stadt des Jahres zuerst ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der französischen Stadt Nantes und Zürich in der Schweiz. Dass die sächsische Stadt dennoch gewann, begründete Akademie-Präsident David Rudlin folgendermaßen: „Leipzig ist ein Traum für Stadtentwickler: lebendige Straßen, ein nachhaltiges, fantastisches Tram-System und viele kreative Menschen. Man sich kaum vorstellen, dass die Stadt vor gar nicht so langer Zeit am Boden war, nachdem sie ihre wichtigsten Industriezweige verloren hatte, und wie dramatisch sie sich davon erholen konnte.”

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Als unabhängiges Experten-Netzwerk für die gebaute Umwelt kürt die Londoner Academy of Urbanism jedes Jahr die Europäische Stadt des Jahres. Dabei legt sie soziale, wirtschaftliche und Umweltkriterien an. 2018 gewann das nordspanische Bilbao, 2017 die dänische Hauptstadt Kopenhagen die Auszeichnung.

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