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Venedig darf künftig Eintrittsgeld von Touristen verlangen

Markusplatz, Venedig
Venedig kämpft seit langem gegen die Touristenmassen. Nun will die Stadt Eintritt kassieren.
Foto: Getty Images

Tagestouristen, die in Venedig über den Markusplatz oder über die Rialtobrücke schlendern wollen, sollen künftig Geld bezahlen. Venedigs Kommunalregierung will Eintritt für die Lagunenstadt verlangen.

Die Maßnahme soll nur Tagestouristen betreffen. Hotelgäste zahlen bislang eine Ortstaxe. Zu zahlen wäre der neue Betrag möglicherweise über die Verkehrsmittel wie Busse oder Kreuzfahrtschiffe, die die Reisenden in die Stadt bringen.

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Geld soll für die Reinigung der Stadt genutzt werden

Es würden jetzt ausgewogene Regeln geprüft, die „diejenigen schützen, die in unserer Gegend wohnen, studieren oder arbeiten“, twitterte Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro. Das Geld soll vor allem für die Reinigung der Stadt genutzt werden. Der Hotelverband Federalberghi erklärte, es sei gerecht, wenn nicht nur Hotelgäste die „Rechnung zahlen“. „Unsere Städte sind Museen: Und wie in Museen ist es richtig, eine Eintrittskarte zu kaufen“, sagte Verbandspräsident Bernabò Bocca der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Venedig besuchen nach verschiedenen Schätzungen pro Jahr zwischen 20 und 30 Millionen Menschen. Vor allem die Tagestouristen mit eigener Verpflegung werden kritisch gesehen, weil sie weder in der Stadt essen noch sonstige Beiträge bezahlen.

Venedig verbannt Touristen aus bestimmten Stadtteilen

Andere Städte wollen Venedigs Vorbild folgen

Auch in anderen italienischen Touristenstädten wurde der Ruf nach einer Lösung nach venezianischem Vorbild laut. Der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, sagte der Zeitung „La Repubblica“, er unterstütze solch eine Initiative. „Man braucht ein nationales Gesetz, das für jede Kunststadt gilt.“

 

 

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