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Ein Urlaub ohne To-do-Liste

Warum wir im Urlaub plötzlich aufgehört haben, jeden Tag zu verplanen 

So schön: Einfach treiben lassen.
So schön: Einfach treiben lassen. Foto: AIDA

Viele Menschen dürften sich darüber einig sein, dass man eigentlich in den Urlaub fährt, um eine Pause vom Alltag einzulegen. Dennoch kann es schnell passieren, dass auch die „schönste Zeit des Jahres“ auf einmal ziemlich durchgetaktet aussieht. Dieses Mal hatten wir uns vorgenommen, es überhaupt nicht erst so weit kommen zu lassen. Dabei haben wir festgestellt, dass weniger Planung keineswegs bedeutet, weniger zu erleben. 

Sightseeing, Essenszeiten und eine lange To-do-Liste: So sahen unsere bisherigen Urlaube aus

Vorweg: Wir gehören nicht zu den Menschen, die ihren Urlaub mit einer Excel-Tabelle planen. Trotzdem stand bisher immer über allem das Ziel, freie Zeit möglichst effizient zu nutzen. Wenn wir schon in eine andere Stadt fahren, stand für uns fest, dass wir schließlich auch etwas davon sehen möchten. Die Vorgehensweise war klar: Wir haben im Vorfeld geschaut, welche Sehenswürdigkeiten sich lohnen, Restaurants herausgesucht und überlegt, was sich an welchen Tagen gut miteinander verbinden lässt. All das macht Spaß und gehört für uns zur Vorfreude dazu. Das Problem ist, dass auf diese Weise aus einem entspannten Urlaub manchmal schneller ein Programm wird, als man denkt.

Besonders deutlich wird das Ganze, wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat, während einer Reise mehrere Orte kennenzulernen. In einem solchen Fall reicht es nicht, ein Hotel zu buchen und irgendwann loszufahren. Unterkünfte, Weiterreise, Gepäck und Reservierungen müssen ebenfalls organisiert werden. So zeigt sich während der Planung oft, dass selbst spontane Tage plötzlich erstaunlich viel Vorbereitung brauchen.

Für unseren nächsten Urlaub hatten wir uns deshalb etwas (für uns) Ungewöhnliches vorgenommen: Wir wollen vieles einfach auf uns zukommen lassen. Neue Orte sehen, gut essen, etwas unternehmen und trotzdem nicht jeden Morgen darüber diskutieren, was wir bis zum Abend „unbedingt geschafft haben müssen“. Gar nicht so einfach für eine Familie, die es eigentlich gewohnt ist, während der Ferien nichts dem Zufall zu überlassen.

Perfekte Entspannungsmomente ohne To-do-Liste. Foto: AIDA
Perfekte Entspannungsmomente ohne To-do-Liste. Foto: AIDA

Mit dem Thema Kreuzfahrt hatten wir uns noch nicht wirklich viel beschäftigt

Nach ein paar Recherchen konnten wir uns irgendwann für die Idee begeistern, mehrere Reiseziele miteinander zu verbinden, ohne ständig in Eigenregie von einem Ort zum nächsten weiterreisen zu müssen. Während eines Familienrats fiel dann der Satz: „Wie wäre es mit einer Kreuzfahrt mit AIDA?“. Ehrlicherweise handelte es sich hierbei um eine Urlaubsform, über die wir vorher noch nie wirklich nachgedacht hatten.

Umso überraschender war es, dass der Gedanke erstaunlich gut zu dem passte, was wir suchten. Wir konnten unterwegs verschiedene Orte kennenlernen und mussten aber nicht alle paar Tage unsere Koffer packen oder die nächste Unterkunft beziehen. Vor allem mussten wir nicht ständig überlegen, wie wir am besten von A nach B kommen.

Wie sehr diese „Kleinigkeiten“ die Reise verändern würden, merkten wir erst unterwegs. Morgens aufzuwachen und zu wissen, dass draußen ein neuer Ort wartet, fühlte sich anders an, als mit gepacktem Koffer zum Bahnhof oder in Richtung Auto zu gehen. Unser Zimmer reiste einfach mit. Wie praktisch!

Wie schön, wenn Zimmer und Gepäck einfach mitreisen! Foto: AIDA
Wie schön, wenn Zimmer und Gepäck einfach mitreisen! Foto: AIDA

Worauf haben wir Lust? Einfach spontan entscheiden!

Normalerweise hätten wir uns vermutlich schon vor der Reise angesehen, welches Museum wir wann besuchen und welches Café wir unbedingt auf unsere Must-See-Liste setzen würden. Diesmal versuchten wir, genau das nicht zu tun.

Natürlich gab es Tage, an denen wir wussten, was wir sehen wollten. An anderen gingen wir aber einfach los und ließen uns treiben. Wir liefen durch unbekannte Straßen, blieben irgendwo für einen Kaffee sitzen oder entschieden uns spontan für eine Sehenswürdigkeit.

Anfangs fühlte sich das tatsächlich ein bisschen ungewohnt an. Wenn man es gewohnt ist, seine Zeit zu planen, kann man zwischendurch schon den Eindruck bekommen, man hätte „irgendwie etwas vergessen“. Wir bemerkten allerdings, dass wir uns schnell an unsere neue Form von Urlaub gewöhnt hatten. Wenn uns ein Ort gefiel, blieben wir eben länger. Wenn nicht, gingen wir weiter. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen.

Zurück an Bord war der Tag noch lange nicht vorbei

Nachdem wir einen neuen Ort erkundet hatten, mussten wir uns nicht in einem neuen Hotelzimmer in einer anderen Stadt einrichten. Wir kamen zurück an Bord, unsere Kabine war eine Art „Basis“, und da wir unsere Koffer nicht wieder auspacken mussten, hatten wir genug Zeit, um zu überlegen, wonach uns gerade war.

Manchmal zog es uns noch zum Sport oder in die Sauna. An anderen Tagen griffen wir zu unserem Lieblingsbuch oder suchten an Bord einen Platz, an dem wir einfach nur entspannten. Danach aßen wir in einem der Restaurants zu Abend und probierten verschiedene Gerichte aus. Zum Abschluss dann noch ein Drink draußen mit Blick aufs Wasser.

Keine Pläne, aber unendlich viele Eindrücke. So kann der Tag ausklingen. Foto: AIDA
Keine Pläne, aber unendlich viele Eindrücke. So kann der Tag ausklingen. Foto: AIDA

Ein Urlaub mit einer ganz besonderen Erkenntnis

Dass sich ein Urlaub dieser Art für uns gut anfühlte, bemerkten wir direkt. Allerdings fiel uns erst nach einigen Tagen auf, dass wir keineswegs weniger, sondern einfach nur „anders“ erlebten. Neben den Orten, die wir besuchten, hatten wir plötzlich noch Zeit, uns auch an die kleinen Dinge zu erinnern, zum Beispiel an ein Gespräch, bei dem niemand auf die Uhr schaute, ein besonders leckeres Gericht oder einfach an einen Moment, bei dem man eine Weile gemeinsam aufs Meer schaute. Wahrscheinlich sind genau diese ungeplanten Momente der Grund dafür, weshalb wir uns noch lange an diesen Urlaub erinnern werden, und warum wir den Faktor „Zeit“ mittlerweile anders definieren.

Natürlich reservieren wir immer noch einen Tisch, wenn wir in einem bestimmten Restaurant essen wollen. Auch vor einem anstehenden Städtetrip werden wir uns weiterhin über Sehenswürdigkeiten informieren. Wir planen nach wie vor gern. Gleichzeitig haben wir während unserer Reise mit AIDA gesehen, was wir vorher falsch gemacht haben. Früher entstand aus dem Wunsch, freie Zeit besonders gut zu nutzen, oft eine Art von Druck. Heute wissen wir, dass es durchaus Luxus ist, sich nicht selbst um alles kümmern zu müssen. Rückblickend erinnern wir uns nicht daran, wie viele Programmpunkte wir an einem bestimmten Tag geschafft haben, wissen aber sehr wohl, wie es sich angefühlt hat, gerade nirgendwo anders als „genau hier“ sein zu müssen.

ist es normal, dass man mit dir die Zeit vergisst?

Mehr Informationen im Reisebüro oder auf aida.de

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