25. August 2025, 6:22 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Italien ist das Land mit den weltweit meisten von der UNESCO gelisteten Welterbestätten. Eine davon ist das Castel del Monte im Süden des Landes.
Das Castel del Monte aus dem 13. Jahrhundert, etwa 60 Kilometer entfernt von Bari in Süditalien, hat die Form eines Achtecks und thront auf dem Gipfel eines Hügels. Die im Auftrag des Stauferkaisers Barbarossa (Friedrich II.) erbaute Burg zählt seit 1996 zum Welterbe der UNESCO und ist eine der herausragenden der Region Apulien. Seit 2001 ziert es die Rückseite der italienischen 1-Cent-Münze.
Warum hat das Castel del Monte die Form eines Oktogons?
Das Castel del Monte ist als Oktogon gebaut – ein architektonisch einzigartiges Weltkulturerbe aus Kalkstein. Die achteckige Burg ist 25 Meter hoch, die acht Türme heben sich um etwa einen Meter nach oben ab. Die Burg soll einer der Lieblingssitze von Friedrich II. gewesen sein.
Die Frage, warum sie als Achteck entstand, wird von Wissenschaftlern bis heute kontrovers diskutiert. Einige sagen, es symbolisiere die Macht des Stauferkaisers in Form der ebenfalls achteckigen Reichskrone, andere sehen es als eine architektonische Antwort Friedrichs auf die Cheopspyramide in Ägypten.
Im Innern des Castel del Monte fällt ein eigensinniges System von Gängen, Zimmern und Wendeltreppen auf. Bis heute weiß man nicht genau über die Systematik der Anordnung Bescheid.
Infos für Besucher
Laut der offiziellen Website ist das Castel del Monte zwischen dem 1. April und dem 30. September von 10:15 bis 19:45 Uhr für Besucher geöffnet, von Oktober bis März von 9 Uhr bis 18:30 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, über 65-Jährige und Menschen mit Behinderungen haben freien Zutritt.
Unkompliziert ist die Anreise mit dem eigenen Auto. Das Castel del Monte liegt in etwa auf halber Strecke zwischen dem Gargano und Bari. Alternativ geht es mit der Bahn bis Andria und vom Bahnhof aus mit der Buslinie 6 bis zur Burg.
Textmitarbeit: Jasch Zacharias

