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Zurück in die Urzeit

Der Dinosaurierpark im Naturparkzentrum Teufelsschlucht

Dinosaurierpark-Mitarbeiterin Christiane Giudici neben dem Tyranusaurus Rex
Dinosaurierpark-Mitarbeiterin Christiane Giudici neben dem Tyranusaurus RexFoto: dpa

Dinosaurier sind bereits seit 65 Millionen Jahren ausgestorben. Dennoch üben sie bis heute eine große Faszination aus. In einem Dino-Park in der Südeifel kann man in ihre Welt „zurückreisen“.

Der mächtige Tyrannosaurus Rex ist schon von weitem zu sehen. Mit aufgerissenem Maul thront der 14 Meter lange Saurier auf einer Felsmauer. Er ist das größte Modell im 2015 eröffneten Dinosaurierpark im Naturparkzentrum Teufelsschlucht in der Eifel.

Zur großen Dino-Familie gehören noch gut 100 weitere lebensgroße Modelle, allesamt aus glasfaserverstärktem Kunststoff. „Es ist eine Reise durch 420 Millionen Jahre Erdgeschichte“, sagt Bruno Zwank, Geschäftsführer der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH. Sie beginnt mit Lebewesen, die vor den Sauriern auf der Erde lebten: Amphibien und Rieseninsekten. Und führt über einen 1,5 Kilometer langen Weg durch die bunte Dino-Welt – vom kleinsten 50 Zentimeter großen Modell über den Flugsaurier bis hin zu einem der gefährlichsten fleischfressenden Dino, dem Tyrannosaurus Rex.

Der Allosaurus reckt den Besuchern sein riesiges Maul entgegen. Der Dinosaurier gehört zum neuen Park in der Südeifel.
Der Allosaurus reckt den Besuchern sein riesiges Maul entgegen. Der Dinosaurier gehört zum neuen Park in der Südeifel. Foto: dpa – Harald TittelFoto: dpa – Harald Tittel

Die Reise durch den „Erdzeitenpark“ endet bei der Eiszeit und den Mammuts. Wie viele verschiedene Arten von Dinosauriern bis zu deren Aussterben vor rund 65 Millionen Jahren auf der Erde lebten, ist nach seinen Angaben nicht bekannt. Man habe bislang Überreste von rund 2000 Arten gefunden. „Das ist aber sicherlich nur ein Mini-Anteil.“

Die Rekonstruktionen, die rund um Felsen, Hügel und Wiesen platziert sind, seien alle „wissenschaftlich korrekt“, sagt Sven Neumüller, Geschäftsführer der Modellbau-Firma Bernd Wolter Design GmbH aus dem niedersächsischen Rehburg-Loccum. Die Modelle würden nach Vorlagen von Wissenschaftlern gefertigt und verändert, falls neue Erkenntnisse das erforderlich machen.

Wenn der Dinosaurier-Park zu Ostern eröffnet, wartet schon dieser Kentrosaurus (r) auf die Gäste.
Wenn der Dinosaurier-Park zu Ostern eröffnet, wartet schon dieser Kentrosaurus (r) auf die Gäste. Foto: dpa – Harald TittelFoto: dpa – Harald Tittel

„Wenn man neue Knochen findet, kann es sein, dass wir ein Modell wegschmeißen, weil es nicht mehr korrekt ist“, sagt Neumüller. Vergleichbare deutsche Parks gibt es nach seinen Angaben nur noch in Rehburg-Loccumm (Niedersachsen; Stadtteil Münchehagen) sowie im sächsischen Bautzen.

Und was hat die Eifel mit Dinosauriern zu tun? „Mehr als man meint“, erklärt Zwank. Im Jahr 1904 habe man bei Hillesheim in der Eifel Überreste des „Eifelosaurus“ gefunden – von „einem Vorläufer der Dinosaurier“. Die Ur-Echse lebte vor rund 250 Millionen Jahren in der Eifel und ist auch als Modell im Park zu sehen.

Zu den mehr als 100 lebensgroßen Sauriermodellen im Dinosaurierpark zählen auch die Coelophysis-Modelle.
Zu den mehr als 100 lebensgroßen Sauriermodellen im Dinosaurierpark zählen auch die Coelophysis-Modelle. Foto: dpa – Harald TittelFoto: dpa – Harald Tittel

Zudem habe es in der Nähe der Teufelsschlucht einen weiteren Fund gegeben: Vor wenigen Jahren seien im Luxemburger Sandstein Überbleibsel des „Dilophosaurus“ gefunden worden. „Nicht viel, nur Zahn und Zehenknochen, aber eindeutig bestimmt“, sagt Zwank.

Jedes Jahr besuchen rund 150.000 Menschen das Naturparkzentrum Teufelsschlucht. „Wer durch diese wilde Schlucht wandert, hat ohnehin schon Erdgeschichte im Kopf“, ergänzt Zwank.

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