24. Juli 2025, 10:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Marokko übt schon seit Jahrtausenden eine besondere Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt aus. Zu den naturgegebenen Sehenswürdigkeiten von Marokko zählen die Herkulesgrotten und das Kap Spartel, das Europa von Afrika trennt. TRAVELBOOK verrät, was es dort zu entdecken gibt.
Das marokkanische Vorgebirge Kap Spartel unweit der Stadt Tanger gilt als der nordwestlichste Punkt des afrikanischen Kontinents. Das Kap erreicht eine Höhe von bis zu 300 Metern über dem Meeresspiegel und bildet den Eingang zur Straße von Gibraltar, jener Meerenge, die Afrika von Europa, genauer von Spanien, trennt. Zahlreiche Handelsschiffe, aber auch viele private Boote, Kreuzfahrt- und Segelschiffe fahren täglich am Kap Spartel mit seinem viereckigen Leuchtturm vorbei. Somit zählt Kap Spartel zu den meistfrequentierten Sehenswürdigkeiten von Marokko.
Kap Spartel bietet einen berauschenden Ausblick auf die viel befahrene Meerenge von Gibraltar und die Bucht von Tanger. Viele Touristen setzen sich ganz entspannt in die kleinen Lokale und genießen ein Getränk, während sie die vorbeifahrenden Schiffe beobachten.
Herkulesgrotten
Rund fünf Kilometer vom Kap Spartel entfernt befinden sich die legendären Herkulesgrotten. Sie werden zu den besonders beachtenswerten Sehenswürdigkeiten von Marokko gezählt und gehören zu den wichtigsten Ausflugszielen von Marokkoreisenden.
Einer Legende nach soll sich der beinahe unbezwingbare Antikenheld und Halbgott Herakles (im allgemeinen Sprachgebrauch besser bekannt als Herkules) in den Kalksteingrotten ausgeruht haben, nachdem er Afrika von Europa getrennt hatte. Ein Teil der Höhlen wird vom Atlantik geflutet, während in einem höher gelegenen Teil findige Einheimische Souvenirstände aufgebaut haben, um Bekleidung und Ziergegenstände an die Touristen zu verkaufen.
Riesen-Tunnel soll Spanien und Marokko verbinden
Ceuta – die spanische Exklave in Afrika
Tanger – die weiße Hafenstadt
Etwa 15 Kilometer vom Kap Spartel entfernt liegt die Hafenstadt Tanger – eine der interessantesten Metropolen in Marokko. Ihre Mauern erzählen von einer mehr als 1000-jährigen Geschichte, und auch von einem rasanten Wandel zur heute drittgrößten Stadt des Landes.
Der griechischen Mythologie zufolge soll Tanger vom Riesen Antaios gegründet worden sein. Historisch belegt ist die Gründung der Stadt im 5. Jahrhundert v. Chr. durch die Karthager. Seit Jahrzehnten gilt Tanger als eines der Zentren der Populärliteratur, das Bestsellerautoren wie Tennessee Williams oder Truman Capote eine faszinierende Heimat geboten hat.
In den vergangenen Jahren ist Tanger zahlreichen Modernisierungen unterworfen gewesen. Die Erneuerungsmaßnahmen konnten den berühmten Sehenswürdigkeiten von Marokko, etwa der Altstadt mit ihren vielen Souks, Handwerksbetrieben und Geschäften, allerdings nichts anhaben.