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Berühmtes Bauwerk in Athen

Herzstück der Akropolis erstmals seit 50 Jahren ohne Baugerüst

Akropolis ohne Baugerüst
Die Präsidentengarde geht an dem wieder gerüstfreien Parthenon-Tempel auf dem Akropolis-Hügel in Athen vorbei, nachdem die Restaurierungsarbeiten, die Teile des antiken Monuments jahrzehntelang verdeckt hatten, beendet wurden Foto: picture alliance/dpa/AP | Yorgos Karahalis
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TRAVELBOOK Redaktion

15. Oktober 2025, 17:09 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Ein Blick auf die Akropolis in Athen offenbart ein seltenes Bild – denn das Herzstück der antiken Stätte, der Parthenon-Tempel, steht erstmals seit einem halben Jahrhundert ohne Baugerüste da. Doch wer diesen außergewöhnlichen Anblick genießen möchte, sollte sich beeilen: Die Gerüste bleiben nicht lange verschwunden.

Seit 1975 laufen die umfassenden Restaurierungsarbeiten auf dem Akropolis-Hügel. Nun bietet sich Besuchern laut einem Bericht von BILD zum ersten Mal seit Beginn des Projekts ein ungetrübter Blick auf den berühmten Tempel. „Zum ersten Mal seit Beginn des Restaurierungsprogramms im Jahr 1975 steht der Tempel jetzt gänzlich ohne Gerüste da“, sagt Architektin und Bauingenieurin Rozalia Christodoulopoulou, die am Erhalt der Bauwerke beteiligt ist.

Die Akropolis, die hoch über Athen thront, zählt zu den bedeutendsten Bauensembles der Antike. Der Parthenon – ein Tempel zu Ehren der Göttin Athene – ist ihr bekanntestes Wahrzeichen. Jährlich besuchen rund 4,5 Millionen Menschen das UNESCO-Weltkulturerbe, das als Symbol für antike Baukunst gilt.

Bröckelnde Steine und rostende Eisenklammern

Die jahrzehntelange Restaurierung war dringend notwendig. Frühere Eingriffe hatten den Bauwerken, auch dem Erechteion-Tempel, dem Nike-Tempels und den monumentalen Torhallen, teilweise mehr geschadet als geholfen. In den 1930er-Jahren versuchte man beispielsweise, das Mauerwerk mit Eisenklammern zu stabilisieren. Doch eindringende Feuchtigkeit ließ diese rosten, wodurch der wertvolle Marmor beschädigt wurde. Bei den aktuellen Arbeiten wurden daher rostfreie Klammern aus Titan verwendet.

Zudem glich die Arbeit der Archäologinnen und Archäologen einem monumentalen Puzzle. Sie trugen Tausende Fragmente aus Marmor zusammen, identifizierten deren ursprünglichen Platz und integrierten sie wieder ins Mauerwerk.

Endgültige Fertigstellung für 2026 geplant

Auch wenn der Parthenon nun erstmals komplett ohne Gerüst ist, ist das Projekt noch nicht ganz abgeschlossen: Mitte November sollen die Arbeiten dort weitergehen.

Kulturministerin Lina Mendoni kündigt an, dass die Baugerüste im Frühjahr 2026 vollständig verschwinden sollen. Das Ziel: ein dauerhaft freier Blick auf eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der Menschheit – ohne Stangen, Planen oder Gitter.

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