25. Juli 2025, 15:36 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Der malerisch am Rand der Alpen gelegene Lago Maggiore ist ein beliebtes Reiseziel – auch wegen seiner kleinen Inseln. Davon gibt es jetzt noch eine weitere zu entdecken.
Im Lago Maggiore hat diesen Sommer die kleine Seefestung Castelli di Cannero für Touristen geöffnet. Sie liegt auf einem winzigen Eiland in Höhe der Gemeinde Cannero Riviera am Westufer des Sees und ist seit dem 28. Juni wieder begehbar. „Ein über ein Jahrzehnt dauerndes Projekt, das der Gemeinschaft einen Ort von außergewöhnlicher historischer, architektonischer und landschaftlicher Bedeutung zurückgibt“, heißt es auf der offiziellen Website der Borromäischen Inseln.
Audioguides erzählen beim Rundgang, wie im Mittelalter die Mazzarditi-Brüder von der Burg aus die Dorfbewohner auspressten, wie Ludovico Borromeo um 1520 eine neue Festung als Bollwerk gegen die vordringenden Schweizer baute und wie Königin Victoria 1879 von der pittoresken Ruine schwärmte, die zwischenzeitlich Zitrusplantage und Kaninchenstall war.
Castelli di Cannero gehören gleicher Adelsfamilie
Die kleine Festungsinsel gehört den Angaben nach zu den Ländereien der Adelsfamilie Borromeo am Lago Maggiore – ebenso wie die für ihre Gärten berühmten Eilande Isola Bella und Isola Madre. Besucher der Inseln zahlen, inklusive der Fährfahrt dorthin, einen Eintrittspreis von 25 Euro, Kinder ermäßigt.
Der See liegt mit einem Großteil seiner Fläche im Norden Italiens, konkret im Piemont (Westufer) und in der Lombardei (Ostufer). Der nördlichste Teil zählt zum Schweizer Kanton Tessin. Die nächstgelegene Metropole ist Mailand.
Übersetzt bedeutet Lago Maggiore übrigens „Größerer See“. Tatsächlich ist er nach dem Gardasee aber nur der zweitgrößte unter den Seen in Norditalien. Mit seinen 212,5 Quadratkilometern ist er aber dennoch recht beachtlich. Und ein echter Geheimtipp. In Sachen landschaftliche Vielfalt und mediterranem Charme kann der Lago Maggiore durchaus mit dem Gardasee mithalten – ist dabei in der Hauptsaison aber weitaus weniger überlaufen als dieser. Und damit auch bei den Hotelpreisen deutlich günstiger. Vorausgesetzt, man urlaubt am italienischen und nicht am Schweizer Teil des Sees.
Mit Material von dpa