26. November 2025, 11:25 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Urlaub in den USA könnte für viele Naturfreunde künftig ein deutlich teureres Vergnügen werden: Die Regierung unter Donald Trump führt drastische Preiserhöhungen für den Eintritt zu amerikanischen Nationalparks ein – besonders Touristen aus dem Ausland trifft es hart. Was sich für Reisende jetzt ändert.
Das US-Innenministerium hat laut einem Bericht von BILD angekündigt, dass der Jahrespass für alle Nationalparks zum Jahreswechsel künftig 250 US-Dollar kosten wird. Bislang lag der Preis bei 80 Dollar. Die neue Regelung betrifft weiterhin bis zu vier Personen pro Pass – das Ticket wird also deutlich teurer, bleibt aber in der Handhabung gleich. Umgerechnet sind das etwa 217 Euro.
Hohe Zusatzgebühr für Ausländer in beliebten Parks
Besonders empfindlich trifft die Änderung ausländische Besucher. Wer keinen Jahrespass besitzt und lediglich einen der elf beliebtesten Parks besichtigen möchte – etwa den Yellowstone-, Yosemite- oder Joshua-Tree-Nationalpark –, muss neben der regulären Eintrittsgebühr von 15 bis 20 Dollar künftig eine zusätzliche Abgabe zahlen. Das US-Innenministerium teilte mit: „Nicht-Einwohner zahlen zusätzlich zum regulären Eintrittspreis eine Gebühr von 100 US-Dollar pro Person für den Eintritt.“
Die Entscheidung ist Teil eines politischen Kurses, den Präsident Trump bereits im Sommer per Dekret vorbereitet hatte. Damit wolle man sicherstellen, dass US-Steuerzahler bevorzugt von den staatlich finanzierten Einrichtungen profitieren. Das Ministerium erklärte: „Diese Maßnahmen gewährleisten, dass die US-Steuerzahler, die das Nationalparksystem bereits unterstützen, weiterhin erschwinglichen Zugang genießen können.“ Präsident Trump unterstrich: „America first“ gelte „damit auch für die Nationalparks“.
Bereits im Februar hatte die Trump-Regierung nahezu 1000 Mitarbeiter der Nationalparkbehörde entlassen, um Kosten zu senken. Mit den erhöhten Eintrittsgeldern sollen nun gezielt Investitionen in die Infrastruktur erfolgen – etwa durch neue Zufahrten für Motorräder.
Nationalparks beliebter denn je
Trotz oder gerade wegen ihrer atemberaubenden Natur erfreuen sich die US-Nationalparks großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr wurden laut US-Innenministerium rund 332 Millionen Besuche verzeichnet – ein neuer Rekord.
Die 11 meistbesuchten Nationalaparks in den USA:
- Great Smoky Mountains National Park (Tennessee/North Carolina)
- Grand Canyon National Park (Arizona)
- Yellowstone National Park (Wyoming)
- Yosemite National Park (Kalifornien)
- Zion National Park (Utah)
- Rocky Mountain National Park (Colorado)
- Acadia National Park (Maine)
- Olympic National Park (Washington)
- Glacier National Park (Montana)
- Grand Teton National Park (Wyoming)
- Arches National Park (Utah)