29. April 2026, 12:57 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Michael Jackson zählt zu den größten Stars aller Zeiten. Doch neben seiner Musik bleibt auch ein Ort untrennbar mit ihm verbunden: die Neverland Ranch. Was wurde aus dem einstigen Märchenanwesen?
Fast zwei Jahrzehnte lebte Michael Jackson (*1958, † 2009) auf der Neverland-Ranch in Kalifornien. 1988 kaufte der Musiker das rund 1000 Hektar große Anwesen im Santa Ynez Valley nahe Santa Barbara. Der Name war dabei Programm. „Neverland“, auf Deutsch „Nimmerland“, geht auf die fiktive Insel aus der Peter-Pan-Geschichte von James M. Barrie zurück. Mit der Ranch wollte sich Jackson, der bereits seit seinem fünften Lebensjahr auf der Bühne stand, vermutlich auch selbst ein Stück Kindheit zurückholen.
Michael Jacksons Neverland Ranch
Das Anwesen, das nur über einen Privatweg erreichbar ist, diente dem „King of Pop“ unter anderem als Wohnsitz. In 22 Gebäuden waren Gästehäuser, Personalunterkünfte und Ausstellungsräume untergebracht. Hinter den weltberühmten Toren verbarg sich jedoch weit mehr als eine luxuriöse Behausung: ein eigener Freizeitpark mit Kettenkarussell, Riesenrad, Autoscooter und Achterbahn.
Die Attraktionen waren dabei nicht öffentlich zugänglich, sondern ausgewählten Gästen vorbehalten, die Jackson persönlich einlud, darunter vorwiegend kranke oder sozial benachteiligte Familien, die Neverland kostenlos besuchen konnten.
Ob Lama, Schimpanse oder Ratten, wer Michael Jackson verfolgte, weiß, dass er schon seit seiner Kindheit eine große Liebe zu Tieren pflegte. Und auch auf der Neverland Ranch fand sich dafür der passende Raum, denn auf dem Anwesen gab es einen eigenen Tierpark, in dem Berichten zufolge Tiger, Elefanten, Krokodile und Giraffen lebten.
Auf dem streng abgeschirmten Gelände soll es außerdem mehrere Seen, ein Kino, Basketball und Tennisplätze sowie einen eigenen Bahnhof mit Strecke durch den Park gegeben haben. Interessant: Aufgrund der enormen Größe des Areals soll sogar eine eigene Feuerwache Teil des Anwesens gewesen sein, um bei Bedarf möglichst schnell einzugreifen.
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Was wurde aus Neverland?
Ein Jahr vor seinem Tod im Jahr 2009 gab Michael Jackson die Neverland Ranch schließlich auf. Bereits 2008 hatte er die Kontrolle über das Anwesen abgegeben, um eine drohende Zwangsversteigerung zu verhindern. Grund dafür sollen vor allem finanzielle Schwierigkeiten gewesen sein. Die Instandhaltung des riesigen Areals soll jährlich mehrere Millionen US-Dollar gekostet haben, hinzu kamen hohe Ausgaben für juristische Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit den gegen den Musiker erhobenen Missbrauchsvorwürfen.
Neverland verlor für den Michael Jackson damit zunehmend an Bedeutung. In den Jahren danach stand das Areal immer wieder zum Verkauf, lange jedoch ohne Erfolg. Erst 2020 fand sich ein Käufer. Die Ranch wurde für rund 22 Millionen US-Dollar verkauft und in „Sycamore Valley Ranch“ umbenannt.
Dreharbeiten zum Kinofilm
In der Folge ließ der neue Besitzer, der US-Unternehmer Ron Burkle, Teile des Anwesens erneuern. So sollen laut „Daily Mail“ unter anderem Fahrgeschäfte instand gesetzt, Blumenanlagen neu bepflanzt und der Bahnhof restauriert worden sein.
Auch in den darauffolgenden Jahren wurde weiter auf dem Gelände gearbeitet. So diente die Ranch laut BILD als Drehort für das Michael-Jackson-Biopic „Michael“, das seit April 2026 in den deutschen Kinos läuft. Im fertigen Film ist das Anwesen nach bisherigen Informationen nicht zu sehen. Ob die Aufnahmen später verwendet werden, ist offen. Einblicke in das Innere bleiben damit weiterhin rar. Für die Öffentlichkeit ist die ehemalige Neverland Ranch bis heute nicht zugänglich.