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Reisefieber statt Schüttelfrost!

Wie sich Urlauber vor Tropenkrankheiten schützen können

Abenteuerlust statt Chikungunya im Gepäck – Mückenschutz nicht vergessen
Abenteuerlust statt Chikungunya im Gepäck – Mückenschutz nicht vergessen Foto: Getty Images/iStockphoto
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Durch die Tempel Thailands, an die endlosen Strände von Mauritius oder auf Entdeckungstour in Brasilien – die Lust auf ferne Länder ist groß. Wer exotische Regionen entdeckt, sollte dabei aber nicht nur an Kamera, Sonnenhut und Reisepass denken, sondern auch an den eigenen Gesundheitsschutz. 

Denn: In tropischen und subtropischen Gebieten kommen Infektionserreger vor, mit denen wir uns hierzulande bisher nicht rumschlagen müssen – etwa das Chikungunya-Virus. Es wird durch bestimmte Stechmücken übertragen und kann unter anderem Fieber, Gelenkschmerzen und Hautausschläge verursachen. 

In diesem Jahr (Stand: September 2025) wurden weltweit rund 445.000 Krankheitsfälle (vermutete und bestätigte Chikungunya-Virusfälle) gemeldet, vor allem in Südamerika, Südostasien und den französischen Überseegebieten La Réunion und Mayotte. Auch in Europa wurden einige Fälle registriert – etwa in Frankreich, insbesondere in Provence-Alpes-Côte d’Azur sowie im Raum Bordeaux und entlang der Atlantikküste, und in Italien, vor allem in der Region um Verona und Modena. Das zeigt: Mit dem Klimawandel verändern sich auch die Lebensräume tropischer Mückenarten. 

Wer nicht im Schutzanzug am Strand sitzen möchte, lässt sich am besten vor der Reise medizinisch beraten – etwa zu vorbeugenden Maßnahmen
Wer nicht im Schutzanzug am Strand sitzen möchte, lässt sich am besten vor der Reise medizinisch beraten – etwa zu vorbeugenden Maßnahmen Foto: Bavarian Nordic

Wie man sich gezielt schützen kann und warum Aufklärung heute wichtiger denn je ist, erklärt Tropenmediziner Dr. Markus Frühwein: „Trotz gängiger Maßnahmen zum Mückenschutz lässt es sich im Urlaub nicht immer vermeiden, gestochen zu werden. Was sich jedoch verringern lässt, ist die Wahrscheinlichkeit, dabei krank zu werden.“ Denn wer vorbereitet startet, kann seinen Urlaub unbeschwert genießen. 

Darum ist Vorbereitung so wichtig 

Schon ein Mückenstich kann genügen, um sich anzustecken. Überträger sind vor allem tagaktive Mückenarten wie die Gelbfiebermücke und die Asiatische Tigermücke. Etwa drei Viertel der Infizierten entwickeln Symptome wie Fieber oder Gelenkschmerzen. Eine zielgerichtete Therapie gegen Chikungunya gibt es nicht.

„Plötzliches hohes Fieber, starke Gelenkschmerzen und Hautausschlag sind typische Symptome einer Chikungunya-Virus-Infektion. Oft verschwinden sie nach einigen Tagen von selbst. Die Gelenkschmerzen können aber auch über Monate anhalten und für Betroffene sehr belastend sein“, sagt Dr. Frühwein. 

Klein, gestreift, gefürchtet: Die Tigermücke ist mittlerweile auch in Südeuropa heimisch
Klein, gestreift, gefürchtet: Die Tigermücke ist mittlerweile auch in Südeuropa heimisch Foto: iStock/mammuth

Wie man das Risiko auf Reisen senken kann 

Das Virus tritt in vielen beliebten Reiseländern auf: Von weltweit 195 Staaten sind 119 mittlerweile vom Chikungunya-Virus betroffen – darunter viele Urlaubsziele in Lateinamerika, Afrika und Südostasien.

Wo kommt Chikungunya vor?
Das Chikungunya-Virus ist inzwischen weit verbreitet
Das Chikungunya-Virus ist inzwischen weit verbreitet Foto: WHO/Bavarian Nordic

Übrigens: Da die Mücken tagsüber aktiv sind, reicht ein Moskitonetz in der Nacht oft nicht aus. Deshalb ist es wichtig, sich auch am Tag ausreichend zu schützen.

„Den Stichen tagaktiver Mücken effektiv vorzubeugen, stellt eine Herausforderung dar. Sie sind klein und man bemerkt sie nicht gleich. Vor allem tagsüber müssen andere Maßnahmen ergriffen werden als das Moskitonetz zum Schlafen bei Nacht“, sagt Dr. Frühwein.

Wirksame Vorsorge muss nicht aufwändig sein – schon einfache Schritte können helfen.

Man sprüht und sprüht und wird doch gestochen: Insektenabwehrmittel bieten keinen nachhaltigen Schutz
Man sprüht und sprüht und wird doch gestochen: Insektenabwehrmittel bieten keinen nachhaltigen Schutz Foto: iStock/Zigres

Effektiver Schutz entsteht durch Kombination: 

  • Repellent: Insektenspray regelmäßig auf Haut und Kleidung auftragen. 
  • Kleidung: Helle, lange und lockere Stoffe bieten Schutz vor Stichen. Sie reflektieren Sonnenlicht, halten angenehm kühl – und machen Insekten schneller sichtbar.
  • Unterkunft: Auf Fliegengitter und Klimaanlage achten. 
  • Moskitonetz: Besonders sinnvoll bei Aufenthalten im Freien oder ohne Klimaanlage. 
  • Impfung: Für manche Personen kann eine Impfung sinnvoll sein – sofern medizinisch empfohlen und verfügbar. 

„Da Chikungunya in Risikoregionen meist in Ausbrüchen auftritt, lässt sich das Risiko schwer Vorhersagen. Um so wichtiger ist ein guter Schutz.“, erklärt Dr. Frühwein.

Wo gibt’s Beratung und aktuelle Informationen? 

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, sich vor einer Reise ärztlich beraten zu lassen, um individuell geeignete Schutzmaßnahmen zu besprechen. Anlaufstellen sind zum Beispiel: 

  • das Forum Reisen und Medizin – mit Online-Suche nach Postleitzahl oder Ort, 
  • das Centrum für Reisemedizin, das Impf- und Beratungsstellen in ganz Deutschland listet, 
  • die Tropeninstitute in zwölf deutschen Städten, die auf Reisemedizin spezialisiert sind. 

So gelingt es, gut informiert zu reisen und das Fernweh sicher zu stillen. Darum rät Dr. Frühwein: „Ich empfehle vor allem bei Reisen in tropische und subtropische Gebiete, sich rechtzeitig ärztlich beraten zu lassen. Die Aufklärung zu Chikungunya-Präventionsmaßnahmen wie Mückenschutz und Impfung ist sehr wichtig. Nur so kann die Reise ohne böse Überraschungen angegangen werden.“

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Die Inhalte dieser Seite sind ein Angebot des Werbepartners Bavarian Nordic. Die TRAVELBOOK-Redaktion war nicht beteiligt. Die Aussagen des zitierten Experten geben allein dessen Ansicht wieder.

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