Enge Sitzreihen und wenig Platz können die Stimmung im Flugzeug schnell kippen lassen. Dann werden störende Mitreisende schnell mal zum Ärgernis. Eine neue Umfrage zeigt nun, welche Verhaltensweisen an Bord besonders nerven – und bei welchen Angewohnheiten sich viele strengere Regeln im Flugzeug wünschen.
Unangenehme Gerüche sorgen für den größten Ärger
Wer stark riechende Speisen mit ins Flugzeug bringt, sorgt am häufigsten für Unmut. Das geht aus einer Befragung von „Booking.com“ unter 1000 Flugreisenden hervor. Vier von zehn Befragten (40 Prozent) fühlen sich grundsätzlich von intensiv riechendem Essen gestört.
Besonders unbeliebt sind geruchsintensive Käse- und Wurstwaren, die 46 Prozent der Befragten als störend empfinden. Dahinter folgen Speisen mit viel Knoblauch (42 Prozent). Ebenfalls kritisch gesehen werden belegte Brote mit Fisch oder Leberwurst (30 Prozent), Currywurst (27 Prozent) sowie hart gekochte Eier (16 Prozent).
Technik-Störfaktoren im Flugzeug
Viele Reisende sehen moderne Technik als Grund dafür, dass Flüge heute störender wahrgenommen werden als früher. Fast jeder Zweite (49 Prozent) räumt ein, sich im Flugzeug ähnlich zu verhalten wie in den eigenen vier Wänden.
Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) spricht sich deshalb für strengere Regeln bei Smartphones, Tablets und anderen Geräten aus. Besonders störend finden Passagiere es, wenn Videos oder Musik ohne Kopfhörer abgespielt werden. Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat für die Nutzung von Handys und Tablets bereits eine ausdrückliche Kopfhörerpflicht eingeführt.
Auch Aufnahmen von Mitreisenden ohne deren Einverständnis stoßen auf Ablehnung. 44 Prozent fühlen sich gestört, wenn andere Passagiere fotografiert oder gefilmt werden. Gleichzeitig würden 68 Prozent spezielle Ruhezonen auf Flügen begrüßen.
Die zehn größten Ärgernisse an Bord
Nach den Ergebnissen der Umfrage nerven Fluggäste diese Verhaltensweisen besonders:
Stark riechendes Essen mit an Bord bringen (40 Prozent)
Sich über andere lehnen, um Fotos zu machen oder aus dem Fenster zu filmen (39 Prozent)
Videos ansehen oder Musik hören ohne Kopfhörer (32 Prozent)
In Social-Media-Fotos oder -Videos anderer Passagiere zu sehen sein (26 Prozent)
Nägel lackieren, schneiden oder feilen (26 Prozent)
Barfuß an Bord (26 Prozent)
Im Gang auf und ab gehen (23 Prozent)
Während des Fluges Aufnahmen für soziale Netzwerke machen (23 Prozent)
Wenn Mitreisende mit ihrem Verhalten auffallen, würden 49 Prozent der Befragten das Problem höflich ansprechen. Nur 14 Prozent würden störendes Verhalten kommentarlos akzeptieren.
Rund elf Prozent reagieren dagegen lieber nonverbal. Dazu zählen missbilligende Blicke, hörbares Seufzen oder ein demonstratives Schnalzen mit der Zunge.
Gen Z gilt als größte Nervensäge
Auf die Frage, welche Altersgruppe an Bord die schlechtesten Manieren zeigt, nennen 27 Prozent die Generation Z. Auffällig dabei: Auch die Jüngsten selbst sehen das ähnlich. Innerhalb der Gen Z sind 34 Prozent der Ansicht, dass ihre eigene Generation im Flugzeug am negativsten auffällt.
Deutlich entspannter bewerten die Babyboomer die Situation. Fast jeder Zweite von ihnen (48 Prozent) findet, dass keine Generation an Bord besonders unangenehm heraussticht.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.