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In Europa

An diesen Flughäfen gibt es keine Flüssigkeitsgrenze fürs Handgepäck mehr

Etliche europäische Flughäfen haben die Begrenzung der Flüssigkeiten im Handgepäck bereits abgeschafft (oder sind aktuell dabei)
Etliche europäische Flughäfen haben die Begrenzung der Flüssigkeiten im Handgepäck bereits abgeschafft (oder sind aktuell dabei) Foto: picture alliance / dpa | Oliver Berg
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Anna Wengel
Freie Autorin

17. März 2026, 18:04 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Die Sicherheitskontrolle wird für Reisende in Europa an immer mehr Flughäfen entspannter. Etliche Airports haben inzwischen hochsensible Scanner angeschafft, die auch Flüssigkeiten von mehr als 100 Millilitern kontrollieren können. Für Reisende bedeutet das, dass sie zum Teil Flüssigkeiten bis zu 2 Liter pro Behältnis im Handgepäck mitnehmen dürfen. Eine Übersicht über die Flughäfen, die die strengen Flüssigkeitsgrenzen abgeschafft haben, hier bei TRAVELBOOK.

Die Zeit der überteuerten kleinen Wasserflaschen ist vorbei. Zumindest fast. Statt noch schnell einen halben Liter Wasser im Eiltempo zu trinken oder durstig zu warten, bis man endlich für viel Geld wenig Wasser einkaufen und dann auch noch behalten darf, wird es an der Sicherheitskontrolle vielerorts weitaus entspannter. Der Grund: Viele Flughäfen in Europa haben bereits die Obergrenzen für Flüssigkeiten im Handgepäck angehoben.

CT-Scanner an immer mehr Flughäfen

Als Schutzmaßnahme vor Terroranschlägen durch in Trinkflaschen versteckte Flüssigbomben wurde im Jahr 2006 sowohl in Europa als auch international die 100-Milliliter-Flüssigkeitsgrenze für das Handgepäck eingeführt. Wer Getränke, Cremes, Shampoo und Co. in seinem Handgepäck transportiert, muss das seither in kleinen Behältern und Flaschen tun. In der Sicherheitskontrolle müssen diese separat in einem durchsichtigen und verschließbaren Plastikbeutel präsentiert werden, der insgesamt nur Raum für 1 Liter bietet. Wer mehr Durst hat, als 100 Milliliter stillen können, kann sich zwischen nicht immer vorhandenen Trinkstationen, Waschraumwasserhähnen und teuren Flughafengetränken entscheiden. Wer mehr als nur ein bisschen Shampoo braucht, kann das im Aufgabegepäck transportieren oder vor Ort kaufen.

Die kleinen Behälter und ihre teils kostenintensiven Begleitumstände, ebenso wie das Auspacken der Taschen in der Kontrolle, sind an einigen europäischen Flughäfen nun Geschichte. Der Grund liegt laut „Euronews“ in neuen, hochauflösenden 3D-Bilder liefernden CT-Scannern (CT steht kurz für Computertomografie). Die können sowohl flüssige als auch feste Sprengstoffe aufspüren. Dort, wo diese bereits installiert sind, sind die Flüssigkeitsregeln (zum Teil) abgeschafft. Ein Ziel, das die EU-Kommission im Juli 2025 für die gesamte Europäische Union formulierte und einige Flughäfen bereits vor Jahren umsetzten (TRAVELBOOK berichtete), wenn auch nicht ganz problemlos, wie bei TRAVELBOOK nachzulesen ist.

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Bis zu 2 Liter pro Behälter

Nach der neuen Regelung dürfen Fluggäste bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Behälter im Handgepäck transportieren. Das bedeutet, nicht nur eine normalgroße Wasserflasche darf mitfliegen, sondern auch Shampooflasche und Cremetiegel können in Herstellergröße transportiert werden.

Allerdings sollten sich Reisende unbedingt genau über die Handgepäcksregeln an ihrem Abflughafen informieren, bevor sie ihr Handgepäck packen – auch wenn dieser auf der gleich folgenden Liste steht. Und: Beachten Sie auch eventuelle Umsteigeflughäfen. Denn nur, weil man mit einer 2-Liter-Flasche losfliegen darf, darf man damit nicht zwingend umsteigen. Die meisten europäischen Flughäfen setzen die neuen Regeln noch nicht um.

Diese Flughäfen erlauben bis zu 2 Liter pro Behälter

Nun aber endlich zu den Flughäfen in Europa, an denen die Minifläschchen bereits (teilweise) Geschichte sind:

Deutschland:

  • Flughafen Berlin Brandenburg (BER)
  • Flughafen München (MUC)
  • Flughafen Frankfurt (FRA)
  • Köln Bonn Airport (CGN)

Alle vier genannten deutschen Flughäfen verfügen bereits über CT-Scanner, allerdings nicht flächendeckend. So teilt etwa der Flughafen Frankfurt auf seiner Seite mit: „An einigen Kontrollstellen sind bereits neue CT-Scanner im Einsatz, bei denen bis zu 2 Liter Flüssigkeiten erlaubt sind (…)“. Dies sei jedoch nicht überall der Fall. Daher rät man Reisenden: „Da jedoch nicht vorhersehbar ist, an welcher Kontrollstelle Sie die Sicherheitskontrolle passieren, empfehlen wir weiterhin, die allgemeine Regelung (max. 100 ml pro Behälter im 1-Liter-Beutel) einzuhalten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.“ Gleiches schreibt der BER und auch in München und Köln/Bonn gilt mitunter die alte 100-ml-Regel.

Niederlande:

  • Flughafen Amsterdam Schiphol (AMS)

Vereinigtes Königreich:

  • London Heathrow Airport (LHR), England
  • London Gatwick Airport (LGW), England
  • Birmingham Airport (BHX), England
  • Edinburgh Airport (EDI), Schottland
  • Belfast International Airport, Nordirland

Spanien:

  • Adolfo Suárez Madrid-Barajas Airport (MAD)
  • Josep Tarradellas Barcelona–El Prat Airport (BCN)
  • Flughafen Palma de Mallorca (PMI)
  • Aeropuerto de Málaga-Costa del Sol Airport (AGP)

Italien:

  • Aeroporto di Roma Fiumicino Leonardo da Vinci (FCO)
  • Milano Malpensa Airport (MXP)
  • Milano Linate Airport (LIN)
  • Aeroporto di Bologna (BLQ)
  • Aeroporto di Torino (TRN)

Irland:

  • Dublin Airport (DUB)

Dänemark:

  • Billund Lufthavn (BLL)

Finnland

  • Helsinki Airport (HEL)

Tschechien:

  • Václav-Havel-Flughafen Prag (Letiště Václava Havla Praha) (PRG)

Malta:

  • Malta International Airport (MLA)

Litauen:

  • Vilnius Čiurlionis International Airport (VNO)
  • Kaunas Airport (KUN)

Polen:

  • John Paul II International Airport Kraków-Balice (KRK)
  • Flughafen Poznań-Ławica (POZ)

Rumänien:

  • Avram Iancu Cluj International Airport (CLJ)

Hinweis: Diese Liste ist nicht abschließend und enthält mitunter Flughäfen, an denen die 2-Liter-Regelung bisher nur teilweise gilt. Bitte vor einer anstehenden Reise genau informieren.

Neben den großzügigeren Mengen an Flüssigkeiten dürfen Reisende an diesen sowie an einigen weiteren Flughäfen oftmals auch ihre elektronischen Geräte wie Laptops, Tablets und Co. fortan in der Tasche lassen. Und auch dort, wo man weiterhin nur geringe Mengen an Flüssigkeiten mitnehmen darf, kann es mitunter sein, dass sie nicht aus der Tasche genommen und separat vorgezeigt werden müssen. Ausnahmen von den Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck gelten generell für Medikamente, die Fluggäste an Bord einnehmen, ebenso wie für Babynahrung.

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