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Insiderin packt über Passagiere aus

Ex-Privatjet-Flugbegleiterin: »Sie sagten uns, auf den Flieger könnte geschossen werden

Privatjet Flugbegleiterin
Ex-Privatjet-Flugbegleiterin Katharina Chiao-Li Fuchs erzählt im Gespräch mit TRAVELBOOK von ihren Erfahrungen Foto: Getty Images/Collage TRAVELBOOK/Katharina Chiao-Li Fuchs
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

29. Dezember 2025, 6:15 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Mit dem Privatjet durch die Welt fliegen: Was für die meisten Menschen vermutlich ein unerfüllbarer Traum bleibt, war für Katharina Chiao-Li Fuchs lange Zeit Alltag. Sie hat nämlich als Flugbegleiterin in einem Privatjet gearbeitet – und dabei allerhand skurrile, aber auch gefährliche und bedrohliche Situationen erlebt. Im Gespräch mit TRAVELBOOK erzählt sie von ihren absurden Erfahrungen und Geschichten, die sie erlebt hat.

Als Quereinsteigerin ist Katharina Chiao-Li Fuchs Flugbegleiterin in einem Privatjet geworden – bis es ihr gereicht hat. Jetzt berichtet sie regelmäßig auf Instagram über ihre Erlebnisse. Und die sind nicht ohne. Im TRAVELBOOK-Interview verrät sie, welche ihrer Flüge sie besonders in Erinnerung behalten hat.

»Warum soll ausgerechnet ich diesen Flug machen?!

Eine ihrer krassesten Geschichten? „Die Geldübergabe, die wir im Kongo gemacht haben. Da haben sie gesagt, es kann sein, dass auf den Flieger geschossen wird“, erzählt sie im TRAVELBOOK-Interview. Diese absolut absurde Geschichte begann so, dass Fuchs vor dem Flug ein Briefing erhielt. Darin hieß es: „Ihr holt in Kairo zwei Sultane ab und die bringt ihr in den Kongo, es wird eine Geldübergabe geben und es kann sein, dass auf das Flugzeug geschossen wird, wenn ihr einfliegt“, erklärt die Ex-Privatjet-Flugbegleiterin.

Ihre erste Reaktion: Warum soll ausgerechnet ich diesen Flug machen?! Als Antwort kam nur so etwas wie „Ihr seid einfach das beste Team dafür“. Passiert ist am Ende nichts, es wurde nicht auf den Flieger geschossen. Trotzdem sei ihr dieser Trip, verständlicherweise, im Gedächtnis geblieben. „Wir haben im Flieger fünf Stunden auf die Männer gewartet. Als sie aus dem Terminal kamen, war eine Traube von Männern um sie herum, die sie geschützt haben, falls doch geschossen wird.“

Lesen Sie hier auch Teil 1 des Interviews: Ex-Privatjet-Flugbegleiterin: »Ich wurde den Raubtieren zum Fraß vorgeworfen

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»Die Mutter warf ein Messer nach mir

Das war allerdings nicht der einzige „krasse“ Flug, den die Ex-Privatjet-Flugbegleiterin erlebt hat. In der Top drei befindet sich auch eine Route, bei der der Sohn eines Präsidenten an Bord war. „Er war total betrunken und aggressiv und hat mir Geld ins Gesicht geschmissen“, erzählt Katharina Chiao-Li Fuchs. Er habe sie dann immer wieder gefragt, warum sie ihn nicht daten wolle, und habe sie bedrängt. „Ich habe mich dann in der Küche eingeschlossen, aber die Tür hat er eingetreten – zum Glück hatte ich da schon den Kapitän informiert, der dann zu Hilfe kam.“

Ein Flug, der ihr auch für immer in Erinnerung bleiben wird, weil es der „allerschlimmste in ihrem Leben“ war, war der mit einer 13-köpfigen superreichen Familie. „Der Flieger sah danach wirklich schlimm aus, sie waren einfach richtig asozial“, erzählt Fuchs. Das Schlimmste: Weil ihr der Service nicht passte und nicht schnell genug war, hat die Mutter der Familie ein Messer nach ihr geworfen.

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»Die Kinder waren rotzfrech und herablassend

Aber die Ex-Privatjet-Flugbegleiterin hat nicht nur gefährliche Situationen erlebt, sondern manchmal auch sonderbare oder eher lustige. So hat sie einmal ein Geburtstagskind von Moskau nach Paris geflogen. „Sie ist elf oder zwölf Jahre alt geworden und im Flieger sollten überall bunt bemalte Paris-Schilder verteilt werden“, erzählt sie. Anschließend sollte sie Fotos schicken, ob alles richtig platziert ist. „Dann wurde ich wütend angerufen, dass Micky Maus nicht auf dem Master Seat sitzt.“ Der Höhepunkt waren dann noch die Kinder: „Die waren sowas von frech – kannten kein Bitte oder Danke. Irgendwie lustig, aber irgendwie auch, naja …“, erzählt Fuchs.

Und ein Flug, den sie wohl nie vergessen wird, war der mit einem neunjährigen Kind an Bord. Das hat sein großes Geschäft zwischen die Sitze gemacht. „Die Mutter meinte dann zu mir, dass ich das wegmachen soll, und ich dachte mir nur so: auf keinen Fall“, so die frühere Flugbegleiterin eines Privatjets. Das Traurige an der Geschichte sei gewesen, dass dies wohl eher ein Schrei nach Aufmerksamkeit des Kindes gewesen sei, weil sich die Eltern nicht interessiert hätten. „Alle Kinder hatten immer Nannys, einmal waren fünf Kinder und sechs Nannys an Bord.“ Auch über das Verhalten sei sie größtenteils schockiert gewesen: „Die Kinder waren entweder ultragut erzogen oder richtig rotzfrech und teilweise herablassend. Es gab nichts dazwischen.“

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