15. September 2025, 17:31 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der Flughafen Frankfurt plant im Frühjahr 2026 die Eröffnung eines neuen Terminals. Hierfür laufen die Vorbereitungen am größten Flughafen Deutschlands bereits auf Hochtouren – und erfordern jetzt die Unterstützung von Testpassagieren, die den gesamten Flughafenprozess durchlaufen. Was der aktuelle Stand des neuen Terminals ist und wie sich interessierte „Komparsen“ bewerben können – TRAVELBOOK verrät die Einzelheiten.
Laut Pressemitteilung der „Fraport AG“ will der Betreiber des Flughafens Frankfurt rund 8.000 Personen finden, um den Probebetrieb für das neue Terminal 3 aufzunehmen. Die Tests sollen im Januar 2026 starten. Geplant sei, das Terminal nach den Osterferien 2026 in Betrieb nehmen zu können. Wer also Teil der Geschichte des Flughafens Frankfurts werden möchte, hat jetzt als Testperson die Chance dazu.
Testpassagiere gesucht
Der Probebetrieb soll zwischen dem 27. Januar und 16. April 2026 stattfinden. Unterstützung stellt die Organisation „Ucm“ (uCastMe GmbH) mit einem bundesweiten Talentpool für die Einsatzplanung und Steuerung vor Ort. Die Testpersonen durchlaufen den kompletten Prozess der Reisekette: Angefangen bei der Anreise mit der neuen Sky-Line-Bahn oder dem Auto bis hin zum Check-in, der Sicherheitskontrolle und dem Boarding. Ebenso wird die Ankunft sowie Umsteigeerfahrung von ankommenden Passagieren getestet. Auch Sondersituationen stehen im Fokus: So wird etwa die Evakuierung des Terminals oder ein Systemausfall der Gepäckförderanlage geprobt.
Die Testtage finden jeweils dienstags und donnerstags statt und sind auf eine maximale Anzahl von 200 bis 1.000 Personen pro Tag festgelegt. Die Teilnahme ist für die Probanden an bis zu zwei Terminen im gesamten Zeitraum möglich. Vor Ort werden auch bis zu 200 Beschäftigte von Fraport, Dienstleister und Behörden sein.
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Anmeldung ab sofort möglich
Wer sich bewerben will, kann dies online direkt bei „Ucm“ tun. Nach der Registrierung wird jeder Teilnehmer vorgemerkt und im Anschluss anhand eines festgelegten Kriterienkatalogs ausgewählt. Die Kriterien berücksichtigen dabei die Passagier-Demografie des gesamten Flughafens Frankfurt, denn die Auswahl der Probanden soll möglichst vielseitig sein. Bei erfolgter Auswahl folgen weitere Informationen zu den Probetagen. Im Anschluss soll ein Feedbackbogen ausgefüllt werden.
Wie „Aerotelegraph“ im Interview mit einem Fraport-Sprecher berichtet, beträgt die Aufwandsentschädigung für jede Testperson 13,90 Euro pro Stunde. An einem fünf- bis sechsstündigen Einsatz beläuft sich der Betrag somit auf zwischen 69,50 und 83,40 Euro. Die Verpflegung vor Ort wird ebenfalls übernommen.
Terminal 3 im Bau-Endspurt
Im Terminal fertig gestellt ist bereits das Parkhaus mit 8.500 Stellplätzen sowie die Flugsteige G, H und J. Die neu gebaute Sky-Line-Bahn soll mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde Passagiere zum Terminal befördern. Augenmerk liegt nun auf der Vollendung von technischen Anlagen im Hauptgebäude des Terminals, darunter Tests von Brandmeldeanlagen, Entrauchungs- und Evakuierungssystemen.
Stefan Schulte, Vorsitzender der Fraport AG, betont nun die Wichtigkeit der Testabläufe: „Der Anmeldestart für den Probebetrieb mit externen Testpassagieren markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein hin zur Inbetriebnahme unseres neuen Terminal 3.“ Der Testbetrieb ist Teil des sogenannten ORAT-Prozesses (Operational Readiness and Airport Transfer), der eine verpflichtende Generalprobe vor Eröffnung eines Neubaus vorschreibt.

