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Skurrile Pläne von Deutschem

Neue Airline soll USA, Kanaren und Afrika miteinander verbinden – das steckt dahinter

Von Nordamerika über Gran Canaria bis nach Afrika – das plant ein Deutscher mit seiner neuen Airline
Von Nordamerika über Gran Canaria bis nach Afrika – das plant ein Deutscher mit seiner neuen Airline Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion

1. Juni 2026, 17:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Geschäftsreisende, Afrika-Reisende und Kanaren-Urlauber könnten künftig mit einer ungewöhnlichen Fluggesellschaft unterwegs sein: Ein deutscher Unternehmer plant eine Airline, die komplett auf die Economy Class verzichtet. Stattdessen sollen in den Flugzeugen ausschließlich Business-Class-Sitze eingebaut werden – in einer Größenordnung, die es bisher so nicht gibt.

Hinter dem Projekt steht Klaus J. Lauth (64), der auf Gran Canaria lebt. Wie BILD unter Berufung auf das Fachportal „Aero Telegraph“ berichtet, arbeitet er am Aufbau von „Can Am Airways“. Die neue Airline soll Passagiere aus Nordamerika über Las Palmas auf Gran Canaria zu Zielen in Afrika weiterbefördern.

Geplant ist dabei ein Konzept, das sich deutlich von etablierten Fluggesellschaften unterscheidet. Langfristig möchte Lauth Boeing 747-400 einsetzen und die Jumbo-Jets ausschließlich mit Business-Class-Sitzen ausstatten. Je nach Flugzeug wären zwischen 280 und 340 Plätze vorgesehen.

Ungewöhnliches Konzept an Bord

Zum Vergleich: Selbst große Premium-Airlines bieten in ihren Großraumflugzeugen deutlich weniger Business-Class-Sitze an. Die geplante Bestuhlung würde damit neue Maßstäbe setzen.

Allerdings soll die Business Class anders aussehen als bei klassischen Premium-Airlines. Vorgesehen ist eine 2-2-2-2-Anordnung mit acht Sitzen pro Reihe. Damit wären die Kabinen dichter bestuhlt als in vielen heutigen Business-Class-Produkten. Nach Vorstellung des Unternehmens sollen Passagiere dennoch mehr Komfort erhalten als in der Economy Class.

Lauth begründet den Ansatz mit den Eigenschaften großer Langstreckenflugzeuge. Gegenüber „Aero Telegraph“ sagte er: „So ein Projekt funktioniert nur, wenn man anders denkt und wenn man Sachen anders macht als die anderen bisher.“ Zudem setzt er darauf, dass Reisende auf langen Strecken lieber in einem geräumigen Jumbo-Jet fliegen als in modernen Schmalrumpfflugzeugen wie dem Airbus A321 XLR.

Erste Strecken von Can Am über Gran Canaria

Als mögliche erste Verbindung nennt Lauth die Route Washington D. C. – Las Palmas – Abuja in Nigeria. Als Zielgruppen sieht das Projekt Geschäftsreisende, Diplomaten, Kreuzfahrtgäste, Nordamerika-Urlauber für die Kanaren sowie Passagiere mit weiteren Zielen in Afrika.

Zusätzliche Einnahmen sollen durch Frachttransporte im Unterdeck der Flugzeuge entstehen. Zum Start denkt Can Am Airways über gemietete Airbus A340-600 nach. Später soll die Gesellschaft ein eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten und eine Flotte aus Boeing-747-Jumbos aufbauen. Nach Angaben von Lauth besteht sogar Interesse an ausgemusterten Maschinen der Lufthansa.

Langfristig schwebt dem Unternehmer eine Flotte von bis zu zwölf Boeing 747-400 vor. Noch befindet sich das Vorhaben jedoch in einer frühen Phase. Nach eigenen Angaben verfügt Lauth bereits über Investoren und sucht weitere Geldgeber. Sollte das Projekt wie geplant vorankommen, könnte Can Am Airways zum Winterflugplan 2026/27 den Flugbetrieb aufnehmen. Ob die angekündigte weltgrößte Business Class tatsächlich Realität wird, ist derzeit noch offen.

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