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Remote-Check-in im Testbetrieb

Von diesem Terminal fahren Sie 35 Kilometer bis zum Flughafen

Logan International Airport in Boston
Für einige Fluggäste des Logan International Airports in Boston gehören Warteschlangen wie diese ab sofort der Vergangenheit an Foto: Boston Globe via Getty Images
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Anna Wengel
Freie Autorin

9. Juni 2026, 18:27 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Als erster Flughafen in den USA testet der Bostoner Logan International Airport aktuell ein Remote Terminal. Was das für Fluggäste bedeutet, wie das Ganze funktioniert und wozu es gut ist, hier bei TRAVELBOOK.

Jede Menge Menschen fliegen täglich nach und aus Boston ab. Entsprechend geschäftig geht es am Logan International Airport zu, der als globales Tor nach Neuengland fungiert. Dieser Geschäftigkeit soll jetzt ein neues Terminal Abhilfe leisten: Im rund 35 Kilometer entfernten Framingham hat am 1. Juni das landesweit erste Remote Terminal eröffnet, also ein ausgelagertes beziehungsweise weiter entferntes Terminal. Von diesem können Fluggäste via Bus zum eigentlichen Flughafen fahren.

Logan Airport Remote Terminal für ausgewählte Passagiere

Die offizielle Homepage des Logan International Airport erklärt das Prozedere des Pilotprojekt-Terminals. Zunächst einmal können nicht alle Passagiere das südwestlich von Boston in der Stadt Framingham gelegene neue Terminal nutzen. Nur „berechtigte Delta- und JetBlue-Passagiere“ dürfen ihre Sicherheitskontrolle am Bostoner Flughafen „bereits vor ihrer Ankunft am Terminal abschließen und sich anschließend mit dem Bus direkt am Terminal absetzen lassen“, wirbt die Seite. Kostenlos ist das übrigens nicht: Die Fahrt zum Flughafen kostet für Erwachsene 9 US-Dollar, Kinder bis 18 Jahren dürfen kostenlos mitfahren, solange sie in Begleitung eines Familienmitglieds mit einem gültigen Ticket sind.

Die Passagiere der beiden Fluggesellschaften können das Angebot nutzen, solange ihre Flüge zwischen 5:30 Uhr und 16:00 Uhr in Boston abfliegen.

Die Plätze müssen Fluggäste vorab online reservieren. Das geht zwischen 90 Tagen und bis zu 90 Minuten vor Abflug. Allerdings rät der Flughafen zu einer frühzeitigen Reservierung, da die verfügbaren Plätze begrenzt sind.

Wie am Flughafen können die Fluggäste auch am Logan Airport Remote Terminal in Framingham wie gehabt einchecken und ihr Gepäck abgeben. Darüber hinaus heißt es auf der Infoseite, man solle seine Bordkarten ausdrucken. Anschließend geht es in die Sicherheitskontrolle: „Die TSA-Sicherheitskontrolle muss am Remote Terminal abgeschlossen sein, bevor es weiter nach Boston Logan geht“, informiert der Flughafen. Mit dem Bus geht es schließlich zum Sicherheitsbereich des für den jeweiligen Flug zuständigen Terminals am Logan Airport in Boston. Das Gepäck wird ebenfalls an die zuständige Stelle überführt.

Kürzere Wartezeiten, entspanntere Reise

Den Sinn des Ganzen fasst der Flughafen ebenfalls zusammen: „Das Logan Airport Remote Terminal vereinfacht das Flughafenerlebnis von Anfang an.“ Ein großer Vorteil: Man umgeht die diversen Warteschlangen am Bostoner Flughafen. Hinzu kommen die günstigeren Parkkosten in der Gegend um den Flughafen und – je nach Herkunftsort – mitunter kürzere Anreise.

„Das Pilotprojekt ‚Remote Terminal‘ ist Teil der umfassenderen Vision von Massport, das Reiseerlebnis neu zu gestalten und die Passagierreise reibungsloser, vernetzter und effizienter zu machen“, zitiert die lokale Nachrichtenseite Boston.com den CEO der Transportbehörde Massachusetts Port Authority, kurz Massport, Rich Davey. „Passagiere in und um Metro West haben nun eine neue, stressfreie Möglichkeit, den Flughafen Boston Logan zu erreichen“, heißt es laut einer Stellungnahme. Darin schwärmt er: „Stellen Sie sich vor: Sie kommen am Flughafen an, haben bereits eingecheckt und die Sicherheitskontrolle passiert und werden dann nur wenige Schritte von Ihrem Gate entfernt abgesetzt. Genau diesen stressfreien Ablauf wollen wir für alle Reisenden ermöglichen.“

Framinghams neues Remote-Terminal ist zunächst einmal ein Testlauf. Klappt dieser Test gut und nehmen die Fluggäste den Service an, könnte er auf weitere Fluggesellschaften ausgeweitet werden, wie etwa das Magazin „Aero“ schreibt. Demzufolge gibt es bereits an den Flughäfen in New York (JFK), Los Angeles und Atlanta optionale externe Sicherheitskontrollen. Das System des Remote-Terminals sei in den USA bislang jedoch einzigartig.

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