20. September 2017, 12:37 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Das Auswanderer-Netzwerk InterNations hat nach einer großen Umfrage bei seinen Mitgliedern das beste Land zum Auswandern gekürt: Der Überraschungssieger 2017 war Bahrain. Das liegt wohl vor allem an den Steuervorteilen und Jobaussichten in dem kleinen Staat. In puncto Lebensqualität schnitt jedoch ein südeuropäisches Land deutlich besser ab.
Bahrain auf Platz 1 der besten Länder zum Auswandern – eine echte Überraschung, die beim Expat Insider Report 2017 herauskam. Schaut man sich jedoch die einzelnen Kriterien des Rankings genauer an, fällt auf, dass das Siegerland ausgerechnet beim Kriterium „Lebensqualität“ mit Platz 53 auf einer Liste von 65 bewerteten Ländern ziemlich schlecht abschneidet. Dieser Punkt war neben „unkompliziertes Einleben“, „Jobmöglichkeiten“, „Verhältnis von persönlichem Einkommen und Lebenshaltungskosten“ sowie „Vereinbarkeit von Job und Familie“ eines von fünf Hauptkriterien des Rankings. Der Punkt Lebensqualität setzt sich wiederum aus folgenden Unterpunkten zusammen:
Für die Teilnehmer der Umfrage 2017 ist das Land mit der höchsten Lebensqualität der Welt: Portugal. Aus der Gesamtauswertung von InterNations geht hervor, dass 93 Prozent der Auswanderer in Portugal glücklich mit der Wahl ihrer zweiten Heimat sind. 89 Prozent fühlen sich persönlich zufrieden, 95 Prozent sind in einer glücklichen Beziehung. Portugal ist mit Abstand das Land, wo sich Auswanderer am freundlichsten behandelt und am schnellsten willkommen fühlen. Ein brasilianischer Neu-Portugiese gab bei seiner Bewertung an, wegen „der netten Menschen, des guten Wetters und Essens und der schönen Orte, die man besuchen kann“ glücklich in dem südeuropäischen Land zu sein.
In Portugal ist das Freizeitangebot vielfältiger, als in anderen LändernFoto: Getty Images Foto: Getty Images
Im Punkt Freizeitmöglichkeiten liegt das Land ebenfalls auf Platz zwei. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass man in Portugal sowohl surfen, wandern, schwimmen, gutes Essen genießen und wunderschöne Städte besichtigen kann. Mit Madonna hat Lissabon nun auch den ersten Weltstar als Zuwanderin: Gerade erst hat die Popikone auf ihrem Instagram-Account verkündet, dass sie von New York nach Lissabon gezogen ist, um ihren elfjährigen Adoptivsohn David Banda zu unterstützen, der bei der Jugendauswahl von Benfica Lissabon Fußball spielt.
Auch die italienische Schauspielerin Monica Bellucci wohnt seit einiger Zeit in der Trendstadt Lissabon. Im Gesamtranking hat es Portugal dennoch nur auf Platz fünf geschafft. Das liegt wohl vor allem an denjenigen Auswanderern, die primär zum Arbeiten nach Portugal gekommen sind. Laut der Statistik liegt Portugal bei den „Arbeitsmöglichkeiten“ nur auf Platz 53 und damit auf einem der hinteren Plätze, sowie bei der Unterkategorie „Life-Work-Balance“ nur auf Platz 23. Beim Einkommen reicht’s nur auf Platz 28. Nach den Ergebnissen der Studie eignet sich Portugal also vor allem für Menschen, die nach Lebensqualität suchen, aber nur bedingt für solche, die nach lukrativen Jobchancen Ausschau halten.
Deutschland hat es übrigens noch in die Top Ten geschafft: Platz zehn – noch vor Luxemburg (11) und Dänemark (12).
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