12. November 2025, 15:08 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Bei Florida denkt man an Strand, Palmen und Sonnenschein. Doch Achtung, aktuell ist es in dem US-Bundesstaat alles andere als heiß und sommerlich – zumindest in der Nacht. Denn an einigen Orten sinken die Temperaturen sogar bis in die Minusgrade. Genau dieser Kälteeinbruch hat mitunter skurrile Folgen.
Warum fallen in Florida Leguane von den Bäumen?
Wer momentan in Florida Urlaub macht, sollte aufpassen: Eventuell regnet es Leguane von den Bäumen – kein Scherz! Derzeit gibt es vom örtlichen Wetterdienst für die Bewohner von Zentral- und Südflorida eine „Warnung vor herabfallenden Leguanen“. Der Grund sind die niedrigen Temperaturen in der Nacht. Teilweise sind die Werte auf bis zu –1 Grad Celsius gefallen. Die Leguane wechseln dann in eine Art Abwehrmechanismus gegen Kälte.
Bei Leguanen handelt es sich nämlich um wechselwarme Tiere. Sie schalten ihren Körper bei niedrigen Temperaturen sozusagen ab. Bereits 2022 erklärte ein Mitarbeiter des Zoos in Miami in einem „CBS News Miami“-Interview, dass Leguane träge werden, wenn die Temperaturen unter 10 Grad fallen. Unter 4 bis 5 Grad Celsius verfallen sie dann in eine Art Winterschlaf. Ihr Herzschlag verlangsamt sich und sie frieren regelrecht ein. Da Leguane in Florida gerne auf Bäumen schlafen, können sie einfach herunterfallen, wenn die Temperaturen sinken und sie im Winterschlaf sind. Sie sehen dann aus, als seien sie tot, allerdings sind sie nur benommen beziehungsweise betäubt.
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Leguane auf keinen Fall mitnehmen
Mitnehmen sollte man die benommenen Tiere allerdings keinesfalls. Denn sobald es wieder wärmer ist, erholen sie sich und wachen aus ihrem Winterschlaf wieder auf. „Nehmen Sie niemals kältebetäubte Leguane mit nach Hause! Dies sind wilde Tiere und sie können sich aggressiv verhalten, sobald sie sich aufgewärmt und erholt haben“, warnt die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC).
Sorgen muss man sich um die Leguane, die einfach von den Bäumen gefallen sind, nicht machen. Auch, wenn sie hilflos aussehen, besteht für sie keine Lebensgefahr. Berührungen von Menschen können sie dagegen stressen oder sogar verletzen.
Der örtliche Wetterdienst erklärt außerdem, dass der Kälteeinbruch nur von kurzer Dauer ist und die Temperaturen wieder steigen.

